Semni Karusu (Papaspyridi-Karusu) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 1898 in Tripolis; † 8. Dezember 1994) war eine griechische Klassische Archäologin. 1922 kam sie als Kustodin ans Archäologische Nationalmuseum in Athen. Sie leitete kurz die Zweigstellen in Volos und Nafplio, 1934 wurde sie Kuratorin am Nationalmuseum. 1930 heiratete sie Christos Karusos. Zusammen mit ihm barg sie zu Beginn des Zweiten Weltkrieges die Schätze des Nationalmuseums und besorgte die Neuaufstellung. 1961 wurde sie zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.[1]

Sie schrieb zahlreiche Aufsätze, vor allem über Skulpturen und Vasen.

Schriften (Auswahl)

  • Guide du Musée National: marbres, bronzes et vases, Athen 1927
  • The Amasis painter, Oxford 1956
  • Angeia tu Anagyruntos, Athen 1963
  • Collection of sculpture: a catalogue. National Archaeological Museum, Athen 1968.
  • Archäologisches Nationalmuseum: antike Skulpturen; beschreibender Katalog, Athen 1969

Literatur

  • Klaus Fittschen: Gedenkfeier für Emil Kunze und Semni Karusu am 10. März 1995, in: Athenische Mitteilungen 110, 1995, 1 ff.
  • Werner Fuchs: Semni Papaspyridi-Karusu, in: Athenische Mitteilungen 110, 1995, 31–35 (mit Bild)
  • Mneme Semnes Karuzu. Timetike ekdelose ste mneme tes Semnes Karuzu; Ethniko Archaiologiko Museio, 10. Mai 1995. Athen 1997. ISBN 960-214-647-8

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, Bd. 246 = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse. Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 185.

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