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Die Evolution des Menschen

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Viele Menschen sind von der Vorstellung fasziniert, dass es einmal Wesen auf unserer Erde gegeben hat, die zwar aufrecht gingen, aber den Kopf eines Menschenaffen auf den Schultern trugen.

Diese Homepage möchte ein wenig von der Faszination der Evolution des Menschen vermitteln. Die Paläoanthropologie , die alle Aspekte der Evolution des Menschen beleuchtet, forscht innerhalb der Grenzen der biologischen und geologischen Wissenschaften. Ganz nüchtern also, und sie hat zu religiösen Deutungen über den Ursprung des Menschen nichts beizutragen. Das Forschungsgebiet der Paläoanthropologie umfasst also die anatomischen und funktionellen Merkmale des Menschen bis hin zu der dem Menschen eigenen Kulturfähigkeit.


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Wir sind Hominini

Das Wort »Hominini« verweist auf eine Gruppe von Menschenaffen (Homininae), die alle Spezies der Gattung Homo und deren ausgestorbene Vorfahren umfasst, nicht jedoch die Schimpansen und Gorillas, sowie deren Vorfahren.

»Hominiden« ist die traditionelle Bezeichnung in der evolutionären Taxonomie . Sie stellte das Taxon Hominiden (Australopithecinen, fossiler und rezenter Homo) den Pongiden (Schimpanse = Pan, Gorilla, Orang Utan = Pongo) gegenüber. Nach neueren Erkenntnissen ist diese Gruppierung nicht mehr haltbar. So wird heute in der phylogenetischen Systematik Gorilla, Schimpanse und Mensch als ein Taxon Homininae dem Orang Utan als einzigem Vertreter eines Taxons Ponginae gegenübergestellt. Hominide gehören zur Überfamilie aller Affen, den Hominoidea, deren Mitglieder "hominoide" genannt werden.

Außerhalb der fachwissenschaftlichen Literatur wird aber meist noch der Begriff Hominiden im oben definierten Sinne verwendet - jedoch nicht auf dieser Webseite.

Obwohl Fossilfunde von homininen Überresten bei weitem nicht komplett sind und die Beweisstücke oft nur fragmentarisch vorliegen, so gibt es doch genug, um einen guten Umriss der menschlichen Evolutionsgeschichte zu zeichnen.

Vor noch nicht allzu langer Zeit nahmen die Fachleute an, dass sich die Trennung zwischen Menschen und den heute lebenden Menschenaffen vor 15 bis 20 Millionen Jahren vollzog haben muss, oder sogar noch früher vor 30 oder 40 Millionen Jahren. Einige frühe Menschenaffen - wie der wegen seiner menschenähnlichen Form des Gebisses früher oft als »missing link« bezeichnete Ramapithecus - kamen innerhalb dieser Zeitspanne vor. Ramapithecus wurde allgemein als Hominide und somit als ein möglicher Vorfahr der Menschen gehandelt. Spätere Fossilfunde deuteten jedoch darauf hin, dass Ramapithecus näher mit dem Orang-Utan verwandt war. Neue biochemische Untersuchungen scheinen zu beweisen, dass der letzte gemeinsame Vorfahr von Menschenaffen und Menschen vor 5 bis 10 Millionen Jahren lebte, und möglicherweise sogar am unteren Ende dieser Zeitspanne (Lewin, 1987).

Ramapithecus wird heute als weiblicher Sivapithecus betrachtet und nicht länger in die direkte Linie der Vorfahren des Menschen gestellt.

Literatur

Lewin, R. 1987. Bones of Contention: Controversies in the Search for Human Origins. Simon & Schuster Ltd


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