Der Hofmeyr-Schädel - Homo sapiens

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FUNDFUNDORTALTERENTDECKERDATUM
adultes Cranium eines Homo sapiensHofmeyr, Südafrikaca. 36.000 Jahre?1952
VERÖFFENTLICHUNG
F. E. Grine; R. M. Bailey, K. Harvati, R. P. Nathan, A. G. Morris, G. M. Henderson, I. Ribot, A. W. G. Pike. 2007. Late Pleistocene Human Skull from Hofmeyr, South Africa, and Modern Human Origins". Science 315(5809): 226–229

Der «Hofmeyr Schädel» ist ein 36.000 Jahre alter Fund eines frühen Homo sapiens, den man 1952 in einem ausgetrockneten Bett des Vlekpoort Flusses in der Nähe der Kleinstadt Hofmeyr, Südafrika, entdeckte.

Hintergrund

Die Studien wurden von dem Anthropologen und Anatomen Frederick E. Grine von der State University of New York at Stony Brook geleitet. Grine berichtet, dass er den Schädel zuerst in einem Bücherregal im Büro eines Kollegen in Cape Town, Südafrika bemerkte. Inspiriert durch die Ähnlichkeit mit Fossilien des frühen Homo sapiens aus Europa, entschloss er sich, den Schädel einer neuerlichen Untersuchung zu unterziehen.

Es war nicht möglich, den Schädel mit der traditionellen Radiokohlenstoff-Methode zu datieren, da im Knochenmaterial keine ausreichende Kohlenstoffkonzentration zur Bestimmung mehr vorhanden war. Also entschloss man sich, eine Kombination aus optisch angeregter Lumineszenz und der Uranreihen-Datierung anzuwenden, die Richard Bailey von der Oxford University in England entwickelte. Nach dieser Methode ermittelte man, wann die dem Schädel anhaftenden Sandkörner (Quarz-Kristalle) zuletzt dem Sonnenlicht ausgesetzt waren. Demnach war der Schädel bis zu 36.000 Jahre alt.

Der Schädel lieferte Hinweise, die jene Hypothese unterstützen, wonach sich der moderne Mensch vor etwa 200.000 Jahren in Afrika entwickelte und vor etwa 80.000 Jahren begann, sich über den Rest der Welt auszubreiten. Dort hat er dann, so die Meinung vieler Forscher, andere bereits ansässige Menschenarten wie etwa Homo erectus oder den Neandertaler verdrängt.

Analyse

Der fossile Hofmeyr-Schädel wurde mit Schädeln aus dem sub-saharischen Afrika verglichen, ebenso mit Schädeln der Khoisan, die heute im selben geografischen Gebiet leben. Mittels computergestützter 3-D Analysen fand Katerina Harvati vom Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig heraus, dass sich der Hofmeyr-Schädel sowohl von Schädeln südlich der Sahara, als auch von den heute lebenden Khoisan stark unterscheidet.

Der Schädel lieferte Hinweise, die jene Hypothese unterstützen, wonach sich der moderne Mensch vor etwa 200.000 Jahren in Afrika entwickelte und vor etwa 80.000 Jahren begann, sich über den Rest der Welt auszubreiten. Dort hat er dann, so die Meinung vieler Forscher, andere bereits ansässige Menschenarten wie etwa Homo erectus oder den Neandertaler verdrängt.

Analyse

Der fossile Hofmeyr-Schädel wurde mit Schädeln aus dem sub-saharischen Afrika verglichen, ebenso mit Schädeln der Khoisan, die heute im selben geografischen Gebiet leben. Mittels computergestützter 3-D Analysen fand Katerina Harvati vom Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig heraus, dass sich der Hofmeyr-Schädel sowohl von Schädeln südlich der Sahara, als auch von den heute lebenden Khoisan stark unterscheidet.


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