Rudiobus ist in der Mythologie der Name eines keltischen Gottes, der in einer einzigen Weihinschrift genannt wird.

Fundort

Bei Steinbrucharbeiten wurden 1861 in Neuvy-en-Sullias (Cenabum / Aureliani, römische Provinz Lugdunensis; Département Loiret) mehrere gallo-römische Bronzestatuetten entdeckt: ein Pferd, ein Hirsch, drei Wildschweine und neun menschliche Figuren. Die Bronzen sollten offenbar in dem unterirdischen Raum, wo man sie fand, nur vorübergehend versteckt werden.

Die Inschrift[1] wurde auf dem Sockel des tänzelnden Bronzepferdes gefunden. Dieser Bronzefund war auch anderen Gottheiten geweiht – darunter gallischen Interpretationes des römischen Gottes Mars. Der Name Rudiobus hat vermutlich einen Zusammenhang mit der Farbe Rot.

Siehe auch

Literatur

  • Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur (= Kröners Taschenausgabe. Band 466). Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5, S. 249, 281.

Weblinks

  • Assmann, Graf, Holscher, Koenen, Rupke: Archiv für Religionsgeschichte. Walter de Gruyter, 2009, ISBN 978-3-11-020895-5, S. 106 f. (books.google.at)
  • Greek and Roman Bronzes. Taylor & Francis, S. 232. (books.google.at)

Einzelnachweise

  1. CIL XIII, 3071 Aug(usto) Rudiobo sacrum / cur(ia) Cassiciate d(e) s(ua) p(ecunia) d(edit) / Ser(vius) Esumagius Sacrovi<r=B> Ser(vius) Iomaglius Severus / f(aciendum) c(uraverunt)