Orinoko-Parima-Kulturen


4-65Koordinaten: 4° 0′ 0″ N, 65° 0′ 0″ W

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Orinoko-Parima-Kulturen sind indianische Gesellschaften, die in den venezolanischen Bundesstaaten Bolívar und Amazonas, in den kolumbianischen Bundesstaaten Guainía und Vichada und in den brasilianischen Bundesstaaten Roraíma und Amazonas siedeln.

Definition

Verbreitungsgebiet der Arawak
Isolates of Amazonia.png

Zu den Orinoko-Parima-Kulturen gehören die folgenden Stämme:

Zu den benachbarten und verwandten Kulturen in Kolumbien und Brasilien gehören die:

  • Cashinahua
  • Desana
  • Maku
  • Tucano

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Die in diesem Gebiet ansässigen Kulturen weisen trotz vergleichbarer Lebensbedingungen zum Teil voneinander abweichende Traditionen, Riten und Glaubensvorstellungen auf.

Kulturelle Gemeinsamkeiten lassen sich bei den Baniwa, Baré, Piapoco, Wakuénai und Warekena (südwestliches Tiefland) erkennen, weil sie u.A. zur arawakische Sprachgruppe gehören.

Weitere Gemeinsamkeiten sind zwischen E'ñepa und Ye'kuana erkennbar, nicht nur weil sie zur Carib-Sprachen-Gruppe gehören, - sondern auch in der Verarbeitung des Maniok.

Geographie und Klima

Geographie

Landschaft am Orinoko
Datei:Millas.jpg
Der Orinoko

Das Siedlungsgebiet dieser Kulturen in der westlichen Sierra Parima erstreckt sich nördlich bis zum venezolanischen Tiefland, westlich der Grenze nach Kolumbien entlang und nach Kolumbien am Río Ariporo hinein, südlich bis zur Staatsgrenze nach Brasilien und südlich des Río Uraricuera (Río Branco) nach Brasilien hinein. Im Osten wird das Siedlungsgebiet in etwa durch den Río Caroní begrenzt.

Die Sierra Parima ist ein Höhenzug, der von hoher, dichter, fast undurchdringlicher Regenwaldvegetation überwuchert ist, mit stark erodiertem, sandigem Boden, am Westhang des Guyana-Schildes, einem der erdgeschichtlich ältesten Gebirgsmassive. Während der Regenzeit treten die Flüsse über die Ufer und die Gegend wird durch die Verschlammung des Bodens noch undurchdringlicher.

In der südlichen venezolanischen Tiefebene herrschen Savannen vor.

Klima

Die dort ansässigen Indígenas bewohnen ein Gebiet mit feucht-heißen Klima, in dem Jahresdurchschnittstemperatur von 27 °C herrschen. Von Mai bis Oktober ist Regenzeit mit ca. 15 Regentagen pro Monat, von Januar bis März Trockenzeit mit max. 7 Regentagen pro Monat.

Politische Zugehörigkeit

Ihr Siedlungsgebiet liegt hauptsächlich in den venezolanischen Bundesstaaten Amazonas (175.000 km²) und Bolívar (66.000 km²), sowie in den kolumbianischen Bundesstaaten Casanare, Guainía, Guaviare, Meta und Vichada

Geschichte

Einleitung

Fast fünf Jahrhunderte lang war Amazonien mit seinem grenzenlosen Dschungel und dem schier unermesslichen Netz von Wasserwegen in Europa ein unbekannter Weltteil. Feindselig und abweisend in seiner fremdartigen Unberührtheit, reizte er manchen Eroberer, auf der Suche nach verborgenen Schätzen in das Landesinnere vorzustoßen. Heute wissen wir, dass große Teile Amazoniens Kulturlandschaften darstellen, die jahrtausendelang von den dort lebenden Menschen genutzt und geprägt wurden, deren Nachfahren auch heute noch das Gebiet zwischen dem Orinoko und dem Gebirgszug der Sierra Parima bevölkern. Dies ist die Gegend, in der man den legendären Parima-See vermutete, in dem El Dorado (Der Goldmann) lebte.

Einigen dieser Gesellschaften gelang es - trotz kolonialer Ausbeutung - ihre Identität zu bewahren, an ihren Traditionen festzuhalten und sich zugleich in einer selbstbestimmten Weise zu entwickeln.

Seit der Entdeckung der “Neuen Welt” durch die Europäer wurden viele der ursprünglich in Lateinamerika lebenden Völker der Sklaverei unterworfen oder als dem Fortschritt hinderliche Wesen um Land und Leben gebracht. Die Ressourcen der Savannen und des Regenwaldes (wie Kautschuk, Gold, Kakao) waren reich und verlockend, und so legten die mächtigen Kolonisatoren ihre Hand auf sie und tun es heute noch. Auch mancher Missionar leistete seinen eigenen Beitrag zur kulturellen Entfremdung und ethnischen Entwurzelung der Indianer. Umso erstaunlicher scheint es, dass es einigen indigenen Gruppen gelang – quasi im Schatten von El Dorado –, ihre Identität zu bewahren, an ihren Traditionen festzuhalten und sich zugleich in einer selbstbestimmten Weise zu entwickeln. Repräsentativ für solche überlebenden Kulturen sind die Gesellschaften zwischen dem Oberen Orinoko und dem Gebirgszug Sierra Parima.

Geschichte der Kulturen

Die Besiedelung dieses Lebensraumes durch Menschen fand vor 17.000 v. Chr. statt.

Die dort ansässigen Kulturen haben bis heute ihre Lebensweise und Traditionen weitgehend bewahren können, umsomehr wie sie sich durch Nomadisieren und Rückzug in unzugängliche Regionen westlichem Einfluss entziehen konnten.

In Venezuela und Kolumbien stellen die Indigenas heute nur noch etwa 2 % der Bevölkerung, neben 60 % Crillos, 20 % Europäern und 8 % Afrikanern.

Erforschung und Eroberung

Der legendäre Parima-See

Christoph Kolumbus erkannte bei seiner dritten Reise (1498-1500) als erster die Ausmaße des Orinoko. 1499 folgte die Expedition von Alonso de Ojeda und Amerigo Vespucci.

Die spanische Conquista konnte lange nicht in diese Region vordringen und phantastische Vorstellungen speisten die Fantasie möglicher Eroberer, wie die des nicht existierenden "Parima-Sees" an dessen Ufer das legendenumwobende El Dorado liegen sollte. Außerdem verhinderte die Unüberwindlichkeit der Katarakte von Atures (10 km südlich von Puerto Ayacucho) bis ins 19. Jahrhundert ein weiteres Vordringen der Zivilisation ins Gebiet des oberen Orinoko.

Diego Ribeiro fertigte im Jahre 1529 die erste Karte des Orinoko.

Ab 1717 gehörte die Region zum Vizekönigreich Neugranada.

Die südlichste Missionsstation (ab 1745) wurde am Río Meta von José Gumilla (1686–1750) nördlich der heutigen Stadt Puerto Ayacucho gegründet. Frühe Ansiedlungen waren auch die von Jesuiten gegründeten Missionsstationen San Juan de Atures und San José de Maipures, die jedoch nach der Ausweisung der Jesuiten 1767 aufgegeben wurden, verfielen und 1799 von Humboldt als Ruinen wiederentdeckt wurden. Auch Augustiner, Dominikaner, Franziskaner Kapuziner und Salesianer missionerten in am mittleren Orinoko, gründeten Ansiedlungen, bauten Wege und Kirchen und kartographierten. Chronisten wie Antonio Caulin, Salvatore Gilij, José Gumilla und Manuel Román berichteten anschaulich über das Leben der dort ansässigen Indigenas.

Ab 1755 begann die systematische Erforschung des mittleren Orinoko unter der Expeditionsleitung von José Solano, der u.A. über die Unwetter im Oktober 1780 berichtete. Diese Erforschung diente hauptsächlich der Ausdehnung des Einflussbereichs des kastilischen Königshauses, das eine zu diesem Zwecke auch eine Grenzkommission einrichtete. Solano stieß bis zum Rio Negro von und gründete 1759 die Ortschaften San Felipe, San Fernando de Atabapo, San Carlos de Rio Negro und 1760 La Esmeralda.

Alexander von Humboldt erforschte im zwischen August und November 1799 mit dem Naturforscher Aimé Bonpland auf einer 75-tägigen Flussreise als Erster den Río Orinoko und den Río Negro im damaligen Neu-Granada. Beide leisten wesentliche Beiträge zu Botanik, Zoologie und Kartographie. Humboldt lieferte auch den Beweis für die Verbindung der beiden großen Flusssysteme Südamerikas, des Orinoko und des Amazonas, über den Brazo Casiquiare und den Rio Negro.

Angeregt durch Humboldt bereiste der deutsche Botaniker Moritz Richard Schomburgk von 1835 bis 1844 mit seinem Bruder Robert Hermann Schomburgk das guyanisch-venezolanische Grenzgebiet. Ihm folgte 1853-1854 Richard Spruce, der im Orinokotal eine Vielzahl von Pflanzen sammelte und bestimmte und darüber hinaus wesentliche Beiträge zu Anthropologie, Archäologie und Sprachwissenschaft für diese Region leistete.

Nach der Unabhängigkeit Venezuelas im Jahre 1821, wurde ab 1860 die Besiedlung entlang des Orinoko vorangetrieben und es begann die systematische Ausbeutung der dortigen Naturressourcen, wie Holz, Kautschuk, Eisenerz, u.A..

Im Jahre 1886 versuchte der Franzose Jean Chaffanjon vergeblich die Quelle des Orinoko zu finden. Seine Reisebeschreibungen flossen in den Roman Le Superbe Orénoque (1898) von Jules Verne ein.

1911 reiste der Anthropologe Theodor Koch-Grünberg ins Orinokogebiet und trug wesentlich mit seinen sprachwissenschaftlichen Arbeiten zum Verständnis der Kulturen bei.

Der US-amerikanische Geograph Alexander Hamilton Rice Jr. (1875-1956) startete 1920 eine Expedition ins Yanomami-Gebiet, die nach bewaffneten Auseinandersetzung mit den Eingeborenen scheiterte.

Alain Gheerbrant (*1920) unternahm zwischen 1949 bis 1954 mit Pierre Gaisseau und Ye'kuana-Führern eine 330-tägige Expedition in die Sierra Parima. Seine Veröffentlichungen über diese Expedition waren wenig wissenschaftlich und bedienen vorrangig ein sensationslüsternes Publikum, ähnlich der Schauerliteratur des 19. Jahrhunderts.[1]

Im November 1951 wurde dann die Quelle des Orinokos von einer französisch-venezolanischen Expedition entdeckt.

Nach 1945 begann die systematische Sammlung anthropologischer und ethnologischer Daten. Johannes Wilbert und Miguel Layrisse erstellten in Zusammenarbeit mit dem Instituto Venezolano de Investigaciones Científicas (IVIC) grundlegende anthropologische Studien der Orinoko-Parima-Kulturen.

Mitte der 1950er Jahre unternahmen Otto Zerries und Meinhard Schuster im Auftrag des Frobenius-Instituts eine 12-monatige Forschungsreise zu den Yanomami. Schuster erforschte am Río Cuntinamo hauptsächlich die Ye’kuana.

Edgardo González Niño (1926-2002) studierte ab 1956 verschiedene Ethnien der Region und sammelte über Jahre Objekte der Indígenas, die in die Colección Cisneros einflossen.

Prognose

Mestizisierung ist ein soziologischer Prozess, der in ganz Lateinamerika die autochthone Bevölkerung kulturell zersetzt.

Malaria, Tuberkulose und Hepatitis sind heutzutage die größten gesundheitlichen Bedrohung der Indigenas.

Wirtschaft

Die Erschaffung eines Gegenstandes bedeutet symbolisch immer auch Arbeit am Fortbestehen der Welt. Die materiellen Zeugnisse sind Ergebnisse von Wandlungsprozessen, die in der Ideenwelt ihren Anfang nahmen. Der Tausch der Gegenstände steht für den anderen großen Leitgedanken dieser Zivilisationen: Gegenseitigkeit bestärkt und erhält im Diesseits den sozialen Zusammenhalt, sie spiegelt zugleich kosmische Prozesse, die Leben und Tod, Menschen und Götter, Tiere und Geister in kreative Beziehung zueinander setzen.

Ressourcen

Pflanzliche Ressourcen

Maniok-Pflanzung der Piaroa (Venezuela)

Folgende Pflanzen wurden von den Indígenas gesammelt oder von den sesshaft gewordenen Indígenas substistenzwirtschaftlich angebaut:

  • Acai (Kohlpalme; Euterpe oleracea) ist eine Palmenart, von der sowohl die Früchte als auch die Palmenherzen zur Ernährung der Region beitragen.
  • Achiote (Bixa orellana) ist ein 5 Meter hohe Strauch, aus dem ein roter Pflanzenfarbstoff gewonnen wird.
  • Amarillo lagarto (Centrolobium paraense) ist ein Baum (Schmetterlingsblütler), dessen Holz verwertet wird
  • Ananas
  • Awara-Palme (Astrocaryum tucuma) ist eine Palmenart mit essbaren Früchten
  • Banisteriopsis caapi ist eine Lianen-Art, aus deren Rinde die halluzinogene Droge Ayahuasca, hergestellt wird.
  • Baumwolle
  • Barbasco ist ein Fischgift.
  • Bohnen
  • Casca de marima (Antiaris sacciadora) ist eine Baumart, dessen Holz verwendet wird.
  • Cashewnuss
  • Chili
  • Chiqui-Chichi-Palme (Leopoldinia piassaba) liefert Piassava, kräftige, wasserabweisende Fasern, die u.a. zur Besenherstellung verwendet werden. Die Früchte werden zur Schmuckherstellung verwendet.
  • Chusquea sp.ist eine Bambusart dessen Holz verwendet wird
  • Curauá (Ananas lucidus) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Bromeliengewächse, aus deren Blätter Fasern gewonnen werden.
  • Cola de pava (Iriartella setigera) ist eine Palmenart, deren Stämme zu Blasrohren verarbeitet werden und aus den Blättern wird ein Insektenbekämpfungsmittel gefertigt.
  • Ducürä (Couma caatingae) ist eine Holzart der Hundsgiftgewächse
  • Fustik (Lafoensia punicifolia) liefert Holz
  • Heteropsis spruceana ist ein kletterndes Aronstabgewächs
  • Inaja (Cucurito-Palme; Maximiliana regia) liefert Fasern für die Korbherstellung
  • Kakaobaum (Theobroma cacao) liefert Früchte und Holz
  • Kapokbaum (Ceiba pentandra) ist ein Baum, dessen Früchte baumwollartige Fasern (Kapok) liefern.
  • Kartoffel
  • Kautschukbaum (Hevea brasiliensis)
  • Kochbananen
  • Mais
  • Maniok
  • Manicaria (Manicaria saccifera) ist eine Palmenart, die Holz liefert und aus den großen Blättern werden Fasern gewonnen oder dienen zur Dachabdeckung
  • Maranta (Ischnosyphon aruma) gehört zu den Pfeilwurzgewächsen. Aus den Rhizomen der Pflanze wird ein Stärkemehl hergestellt, um (Pfeil-)Gifte aus Wunden zu ziehen.
  • Melonen
  • Ocotea (Ocotea cymbarum) liefert Holz, aber vor allem duftende Öle
  • Ojiru (auch: Moriche-Palme; Mauritia flexuosa). Ihre Frucht (oji) wird zum Reifen in Wasser gelagert und dann als Beilage gegessen oder es wird ein Saft mit dem Fruchtmark bereitet, der mit Zucker versetzt sehr erfrischend schmeckt und reich an Vitaminen und Fetten ist. Aus dem Mark des Stammes wird Palmstärke (ojiru amutu) gewonnen, die dann zu Brot gebacken wird. Außerdem legt ein Käfer (mo arani) seine Eier in dem morschen Stamm ab, aus denen sich eine Larve (mo) entwickelt, die sehr fett ist und gut schmeckt.
  • Papaya
  • Paranuss
  • Pfeffer
  • Pijiguao-Palme (Bactris gasipaes) ist eine Palmenart mit essbaren Früchten
  • Sassafras spp. ist ein Lorbeergewächs, das für Tees oder für Öle gegen Insekten Verwendung findet
  • Seje-Palme (Oenocarpus bacaba) liefert Holz aus dem u.a. Pfeile gefertigt werden
  • Shimbillo (Inga spp.) gehört zu den Mimosengewächsen und liefert ein leichtes Holz
  • Sternnuss-Palme (Astrocaryum sp.)
  • Strychnos guianensis ist eine Lianenart (Brechnußgewächse), aus der sowohl Halluzinoge als auch ein Pfeilgift (Curare) gewonnen wird.
  • Süßkartoffeln
  • Tabak
  • Tomaten
  • Yams
  • Zuckerrohr

Tierische Ressourcen

Aguti
Orinoko-Krokodile

Folgende Tiere wurden von den Indígenas gejagt, gesammelt oder gezüchtet:

Säugetiere
  • Affen
    • Braune Kapuzineraffen (Cebus olivaceus)
    • Nachtaffen (Aotus trivirgatus)
    • Rote Kapuzineraffen (Alouatta seniculus)
    • Rotgesichtklammeraffe (Spinnenaffe; Ateles paniscus)
    • Schwarze Brüllaffen (Alouatta caraya)
    • Springaffen (Callicebus sp.)
    • Weißschulterkapuziner (Cebus capucinus)
  • Ameisenbären
    • Große Ameisenbären (Myrmecophaga tridactyla)
    • Tamanduas (Tamandua tetradactyla)
    • Zwergameisenbär (Cyclopes didactylus)
  • Faultiere
    • Dreifinger-Faultiere (Bradypodidae tridactylus)
  • Gürteltiere
    • Kugelgürteltiere (Tolypeutes tricinctus)
    • Neunbinden-Gürteltiere (Dasypus novemcinctus)
    • Riesengürteltiere (Priodontes giganteus)
    • Sechsbinden-Gürteltiere (Euphractus sexcinctus)
  • Hunde
    • Füchse (maikong; Cerdocyon thous)
    • Graufüchse (Urocyon cinereoargenteus)
    • Mähnenwölfe (Chrysocyon brachyurus)
    • Waldhunde (Speothos venaticus)
  • Hirsche
    • Pampashirsche (Ozotoceros bezoarticus)
    • Spießhirsche
      • Mazama simplicicornis
    • Sumpfhirsche (Blastocerus dichotomus)
  • Katzen
    • Jaguare (Felis onca)
    • Jaguarundis (Wieselkatze; Felis yagouaroundi)
    • Ozelote (Felis pardalis)
    • Pumas (Felis concolor)
  • Kleinbären
    • Nasenbären (Coati; Nasua sp.)
  • Marder
    • Tayra (Honigbär; Galera barbara)
  • Nagetiere
    • Meerschweinchen
      • Agutís (Goldhase; picure; Dasyprocta aguti)
      • Capybara (Wasserschwein; chigüire; Hydrochoerus hydrochaeris)
      • Pakas (Cuniculus paca)
      • Stachelschweine (Greifstachler; Coendou prehensilis)
    • Baumhörnchen (Sciurus sp.)
  • Otter
    • Südamerikanischer Fischotter (Lutra paranensis)
    • Riesenotter (Pteronura brasiliensis)
  • Schweine (Nabelschweine)
    • Pecaris (banquiro)
      • Halsbandpekari (Tayassu tajacu)
      • Weißbartpekari (Tayassu pecari)
  • Süßwasserdelfine (boto)
  • Tapire (Tapirus terrestris)
Vögel
  • Enten
    • Moschusente (Cairina moschata)
  • Gänse
    • Witwenpfeifgans (Dendrocygna viduata)
  • Geier (Neuweltgeier; Cathartidae)
    • Harpyie (Harpia Harpyia)
    • Königsgeier (Sarcoramphus papa)
  • Hühner
    • Hokkos
      • Crax-Hokkos (Crax sp.)
      • Guane (Penelope sp.)
    • Steißhühner
      • Wellentinamu (Crypturellus undultus)
  • Kormorane
    • Olivenscharbe (Phalacrocorax olivaceus)
    • Schlangenhalskormoran (Anhinga anhinga)
  • Papageien
    • Gelbbrustara (Ara araraune)
    • Grünflügelara (Ara chloroptera)
  • Störche
    • Jabirus (Jabiru mycteria)
    • Maguaristörche (Euxenura maguani)
  • Tauben
  • Tukane (Pfefferfresser; Ramphastos sp.)
    • Bunttukan (Ramphastos dicolorus)
Amphibien und Reptilien
  • Frösche
    • Gelbgebänderter Baumsteiger (Dendrobates leucomelas) - Sein Sekret wurde als Pfeilgift genutzt.
  • Mohrenkaimane (Caiman niger)
  • Leguane (Iguanidae)
  • Schienenechsen
    • Goldtejus (Iguan; Tupinambis teguixin)
  • Schildkröten
    • Arrau-Wasserschildkröten (Podocnemis expansa)
    • Fransenschildkröten (Mata-Mata; Chelus fimbriatus)
    • Waldschildkröten (Testudo tabulata)
  • Schlangen
    • Große Anakondas (Eunectes murinus)
Fische
  • Peacock-Bass
  • Buntbarsche
  • Säbelzahnsalmler (payara)
  • Piranhas
  • Raubwelse
Insekten
  • Mo (Käferlarve)

Geologische Ressourcen

Folgende Mineralien und Erze können in der Region gefördert werden. Bergbau und Meltallverarbeitung haben für die meisten Indígenas keine Rolle gespielt.

  • Bauxit
  • Eisenerz
  • Gold

Nahrungsmittelproduktion

Landwirtschaft und Jagd

Die Landwirtschaft in dieser Region basiert auf Wanderfeldbau mittels Einschlags- oder Brandrodung.

Das Grundnahrungsmittel der Region ist Maniok. Pflanzliche Nahrungsergänzung bieten wildwachsende Bananen, Taro, Papaya, Paranuss und weitere Dutzend von Pflanzenarten.

Kleinviehhaltung von Geflügel und Meerschweinchen wird vernachlässigt.

Gejagt wird hauptsächlich auf Kleinwild, wie Vögel, Affen, Gürteltiere, Agutis und Pecaris. Grosswild, wie der Tapir, ist in dieser Region selten zu erlegen.

Handwerk

Werkzeuge, Kultgegenstände und sonstige Gebrauchsgüter werden ausschließlich aus pflanzlichen und tierischen Ausgangsmaterialien gefertigt. Metallverarbeitung ist nicht in Gebrauch. Selbst die Bearbeitung von Steinwerkzeugen ist für diese Kulturen kaum vorhanden. Die für den Jagdgebrauch verwendeten Klingen sind eher Fundstücke.

Handel

Da die Lebensgemeinschaften in dieser Region Selbstversorger sind, ist der Handel mit anderen Stämmen nicht von wesentlicher Bedeutung. Beutezüge in andere Gebiete ersetzen Diesen.

Darüber hinaus macht die Glaubensvorstellung des "Von der Natur Gegebenen", nicht den Tauschhandel, aber den Gedanken an Handel von Gütern unbedeutend.

Kulturelle Errungenschaften

Schrift wurde nicht entwickelt, Traditionen bis zur Ankunft der Europäer mündlich übermittelt

Glaubensvorstellungen, Religion und Weltsicht

Sonnenuntergang am Orinoko

Animismus

Die Weltsicht der Indigenas des Parimas ist animistisch, was bedeutet, dass jedem auch nur all so kleinem Teil ein Kosmos innewohnt, der der menschlichen Seele vergleichbar ist.

Für sie ist die spirituelle Welt die eigentliche Realität.

Transformation und Metamorphose

Die ehrfürchtige Erkenntnis von Erscheinen und Verschwinden als alltäglich Erfahrbarem, sowie das Schattenreich der Geisterwelt ist für sie lebensbestimmend und prägt alle Lebensbereiche. Die Geister sind für den stetigen Wandel in der Welt verantwortlich und deshalb zu respektieren, zu ehren und um guten Einfluss auf Geschehnisse milde zu stimmen.

Die "Verwandlung" des giftigen Manioks in essbare Produkte spielt in der Glaubensvorstellung dieser Menschen auch eine große Rolle.


Für die Region bedeutende Entdecker und Wissenschaftler

  • Nelly Arvelo-Jiménez
  • Daniel Barandiarán
  • Ettore Biocca
  • Aimé Bonpland (1773-1858) sammelte als Botaniker Pflanzen der Region und bestimmte sie.
  • Gaspar de Carvajal (ca. 1500-1584) ist Autor von Relación del nuevo descubrimiento del famoso río grande de los Amazonas
  • Napoleon Chagnon
  • Marc de Civrieux
  • Walter Coppens
  • Lelia Delgado studierte am Instituto Venezoelano de Investigaciones Cientificas (IVIC) Anthropologie und Archäologie und lehrte am Anthropologischen Institut der Universität Caracas. Darauf folgten langjährige leitende Positionen in der Forschungsabteilung der Galeria de Arte Nacional de Venezuela, Kuratorentätigkeiten und die Leitung des Proyecto Orinoco der Fundación Cisneros.
  • Omar González Ñáñez
  • Gabriele Herzog-Schröder ist eine deutsche Ethnologin. Sie unternahm ab 1983 wiederholt ethnologische Forschungsreisen zu den Yanomami-Indianern. Seit 1987 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Erschließung und Erfassung des Humanethologischen Filmarchivs der Max-Planck-Gesellschaft in Andechs bei München. 1999 Promotion an der FU Berlin mit einer Arbeit über die Bedeutung von Geschlecht in nichtpatriarchalen Gesellschaften. Mitarbeit bei verschiedenen Ausstellungen.
  • Joanna Overing Kaplan
  • Alexander von Humboldt (1769-1859)
  • Jacques Lizot
  • Marie-Claude Mattéi-Müller ist ein französischer Sprachwissenschaftler, der u.A. ein Wörterbuch "Yanomami-Español" und das Vocabulario Básico de la Lengua Mapoyo verfasste.
  • Francisco de Orellana (1511–1546) war ein spanischer Konquistador, der u.A. als erster den Amazonas befuhr.
  • Ronny Velásquez (* 1951) ist ein venezolanischer Anthropologe, Forscher und Herausgeber.

Literatur

  • Lajos Boglár: Wahari. Eine südamerikanische Urwaldkultur. Kiepenheuer, Leipzig/Weimar 1982.
  • Marc de Civrieux: Leyendas Maquiritares. In: Sociedad de Ciencias Naturales La Salle. Memoria. Bd. 20, Nr. 56, 1960, ISSN 0037-8518, S. 105–125, Nr. 57, S. 178–188 (auch Sonderabdruck).
  • Alain Gheerbrant: Journey to the Far Amazon. An Expedition into unknown Territory. Simon & Schuster, New York NY 1954.
  • David M. Guss: To Weave and Sing. Art, Symbol, and Narrative in the South American Rain Forest. University of California Press, Berkeley CA u. a. 1989, ISBN 0-520-06427-5.
  • Gabriele Herzog-Schröder: Okoyõma – die Krebsjägerinnen. Vom Leben der Yanomami-Frauen in Südvenezuela (= Frauenkulturen Männerkulturen. Bd. 8). Lit, Münster u. a. 2000, ISBN 3-8258-5082-X (Zugleich: Berlin, Freie Universität, Dissertation, 1999: Okoyõma – die Krebsjägerinnen vom Oberen Orinoko. Geschlecht, Ritual und Repräsentation.).
  • Theodor Koch-Grünberg - Von Roroima zum Orinoco. Ergebnisse einer Reise in Nordbrasilien und Venezuela in den Jahren 1911–1913. 5 Bände. Reimer, Berlin 1916–1928;
    • Band 1: Schilderung der Reise. 1917;
    • Band 2: Mythen und Legenden der Taulipang- und Arekuna-Indianer. 1916;
    • Band 3: Ethnographie. 1923;
    • Band 4: Sprachen. 1928;
    • Band 5: Typen-Atlas. 1923.
  • Wolfgang Lindig, Mark Münzel: Die Indianer. Kulturen und Geschichte. Band 2: Mittel- und Südamerika. Von Yucatán bis Feuerland. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1978, ISBN 3-423-04435-7.
  • Marie-Claude Mattéi-Muller- Yoroko. A Panare Shaman's Confidences. Armitano Editores, Caracas 1992, ISBN 980-216-088-1.
  • Marie-Claude Mattéi-Müller: Korbflechterei. In: Petra Kruse (Hrsg.): Orinoko – Parima. Indianische Gesellschaften aus Venezuela – die Sammlung Cisneros. Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 1999, ISBN 3-7757-0872-3.
  • Wolfgang Müller: Die Indianer Amazoniens. Völker und Kulturen im Regenwald. Beck, München 1995, ISBN 3-406-39756-5.
  • Walter Edmund Roth: An introductory Study of the Arts, Crafts, and Customs of the Guiana Indians. Johnson Reprint, New York NY 1970.
  • Richard Schomburgk: Reisen in Britisch-Guiana in den Jahren 1840–1844. Weber, Leipzig 1847–1848.
  • Meinhard Schuster: Dekuana. Beiträge zur Ethnologie der Makiritare (= Ergebnisse der Frobenius-Expedition 1954/1955 nach Südost-Venezuela. Bd. 3, 2294651-2 ZDB-ID 2294651-2 = Veröffentlichung des Frobenius-Instituts an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ergebnisse der Frobenius-Expeditionen. Bd. 17). Renner, München 1976.
  • Johannes Wilbert: Indios de la región Orinoco (= Fundación La Salle de Ciencias Naturales. Monografía. Bd. 8, ZDB-ID 1108430-3). 1st edition, 1st reimpression. Instituto Caribe de Antropología y Sociología, Caracas 1966.
  • Johannes Wilbert, David M. Guss: Navigators of the Orinoco. River Indians of Venezuela (= UCLA Museum of Cultural History Pamphlet Series. Nr. 11, ZDB-ID 2500413-X). UCLA Museum of Cultural History, Los Angeles CA 1980.
  • Otto Zerries: Kürbisrassel und Kopfgeister in Südamerika. In: Paideuma. Bd. 5, 1953, ISSN 0078-7809, S 323–339.
  • Otto Zerries: Waika. Die kulturgeschichtliche Stellung der Waika-Indianer des oberen Orinoco im Rahmen der Völkerkunde Südamerikas (= Ergebnisse der Frobenius-Expedition 1954–1955 nach Südost-Venezuela. Bd. 1). Renner, München 1964 (Zugleich: München, Universität, Habilitations-Schrift, 1961).
  • Otto Zerries: Wild- und Buschgeister in Südamerika. Eine Untersuchung jägerzeitlicher Phänomene im Kulturbild südamerikanischer Indianer (= Studien zur Kulturkunde. Bd. 11, ISSN 0170-3544). Steiner, Wiesbaden 1954.
  • Otto Zerries, Meinhard Schuster: Mahekodotedi. Monographie eines Dorfes der Waika-Indianer (Yanoama) am oberen Orinoko (Venezuela) (= Ergebnisse der Frobenius-Expedition nach Südost-Venezuela. Bd. 2). Renner, München 1974, ISBN 3-87673-034-1.

Einzelnachweise

  1. Amazonas - Kannibalen im Dschungel (SPIEGEL 34-1954)

Weblinks


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21.07.2021
Gebrauch von Steinwerkzeugen: Schimpansen leben vor der Steinzeit
Anders als frühe Menschenarten scheinen Schimpansen nicht in der Lage zu sein, spontan scharfe Steinwerkzeuge herzustellen und zu nutzen.
21.07.2021
Klima formte die Größe unserer Körper und Gehirne unterschiedlich
Fossilien aus einer Million Jahre zeigen: Je kälter eine Region desto schwerer die Menschen. Die Gehirngröße hängt von anderen Herausforderungen ab.


14.06.2021
Klimabedingungen während der Wanderung des Homo sapiens aus Afrika rekonstruiert
Eine Klimarekonstruktion der letzten 200.000 Jahre aus Ostafrika veranschaulicht die Lebensbedingungen des Homo sapiens als er aus Afrika auswanderte.
16.06.2021
Gesamtes Genom von Pestera Muierii 1 sequenziert
Forschern ist es gelungen, das gesamte Genom aus dem Schädel von Pestera Muierii 1 zu sequenzieren, einer Frau, die vor 35.000 Jahren im heutigen Rumänien lebte.
23.06.2021
Erbgut aus Höhlensedimenten aus dem Pleistozän
In der bisher umfangreichsten Studie von Sediment-DNA ist es gelungen neue Details über die Besiedlung der Denisova-Höhle durch archaische und moderne Menschen zu rekonstruieren.
31.05.2021
Eiszeit-Zyklen kaum Antreiber der menschlichen Evolution
Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass frühe El Nio-artige Klimamuster der primäre Antrieb für Umweltveränderungen im Afrika südlich der Sahara über die letzten 620 tausend Jahren waren.
18.05.2021
Wüstenbildung trieb Säugetiere aus Eurasien nach Afrika
Die Entstehung von Wüsten auf der Arabischen Halbinsel hatte in den vergangenen Jahrmillionen entscheidende Auswirkungen auf die Wanderungsbewegungen und Evolution großer Säugetiere und unserer menschlichen Vorfahren.
18.05.2021
Schweizer Bauern trugen zur Domestizierung des Schlafmohns bei
Wo heute Zürichs Opernparkhaus steht, blühten einst Schlafmohnfelder.
12.05.2021
Verstehen ohne Worte - dem Ursprung der Sprache einen Schritt näher
Lautmalereien könnten die entscheidende Rolle bei der Entstehung der menschlichen Sprache gespielt haben. Darauf deuten die Ergebnisse einer weltweit durchgeführten Studie eines internationalen Forscherteams hin.
05.05.2021
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.
15.04.2021
Zellkern-Erbgut aus Höhlensedimenten gibt Einblicke in unsere Vergangenheit
Forschern ist es erstmalig gelungen, chromosomale DNA von Neandertalern aus Höhlensedimenten zu isolieren und zu analysieren.
08.04.2021
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.
07.04.2021
Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
07.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen. Alter von mehr als 45.000 Jahren bestimmt.

29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
25.09.2020 Mathew Stewart, Richard Clark-Wilson, Paul S. Breeze, Klint Janulis, Ian Candy, Simon J. Armitage, David B. Ryves, Julien Louys, Mathieu Duval, Gilbert J. Price, Patrick Cuthbertson, Marco A. Bernal, Nick A. Drake, Abdullah M. Alsharekh, Badr Zahrani, Abdulaziz Al-Omari, Patrick Roberts, Huw S. Groucutt, Michael D. Petraglia. Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
DOI: 10.1126/science.abe8476
25.09.2020 Martin Petr, Mateja Hajdinjak, Qiaomei Fu, Elena Essel, Hélène Rougier, Isabelle Crevecoeur, Patrick Semal, Liubov V. Golovanova, Vladimir B. Doronichev, Carles Lalueza-Fox, Marco de la Rasilla, Antonio Rosas, Michael V. Shunkov, Maxim B. Kozlikin, Anatoli P. Derevianko, Benjamin Vernot, Matthias Meyer, Janet Kelso Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
DOI: 10.1101/2020.03.09.983445
21.09.2020 Philomena Konstantinidis Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
DOI:
21.09.2020 Catherine Crockford, Liran Samuni, Linda Vigilant, Roman M. Wittig Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
DOI: 10.1126/sciadv.aaz5746
21.09.2020 Wang H, Matzke-Karasz R, Horne DJ, Zhao X, Cao M, Zhang H, Wang B Älteste Spermien der Welt
DOI: 10.1098/rspb.2020.1661
17.09.2020 Ammie K. Kalan et al. Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
DOI: 10.1038/s41467-020-18176-3
15.09.2020 Adriano Orsingher, Silvia Amicone, Jens Kamlah, Hélène Sader & Christoph Berthold Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
DOI: 10.15184/aqy.2020.4
09.09.2020 Andrea Picin et al. Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
DOI: 10.1038/s41598-020-71504-x
09.09.2020 Hai Cheng, Haiwei Zhang, Christoph Spötl, Jonathan Baker, Ashish Sinha, Hanying Li, Miguel Bartolomé, Ana Moreno, Gayatri Kathayat, Jingyao Zhao, Xiyu Dong, Youwei Li, Youfeng Ning, Xue Jia, Baoyun Zong, Yassine Ait Brahim, Carlos Pérez-Mejías, Yanjun Cai, Valdir F. Novello, Francisco W. Cruz, Jeffrey P. Severinghaus, Zhisheng An, R. Lawrence Edwards Das letzte Zucken der Eiszeit
DOI: 10.1073/pnas.2007869117
03.09.2020 J. Burger et al. Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
DOI: 10.1016/j.cub.2020.08.033
03.09.2020 Rupert Gebhard & Rüdiger Krause Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
DOI:
03.09.2020 Pedro A. López-García, Denisse L. Argote & Michael C. Thrun Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
DOI: 10.1109/ACCESS.2020.3016244
26.08.2020 Dragana Filipović, John Meadows, Marta Dal Corso, Wiebke Kirleis et al. Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
DOI: 10.1038/s41598-020-70495-z
26.08.2020 Davide Delpian, Thorsten Uthmeier Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
DOI: 10.1371/journal.pone.0236548
17.08.2020 Paula J Reimer, William E N Austin, Edouard Bard, Alex Bayliss et al. Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
DOI: 10.1017/RDC.2020.41
06.08.2020 Spiekman Stephan N.F. et al. Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
DOI: 10.1016/j.cub.2020.07.025
06.08.2020 Gerald Mayr, Thomas Lechner, Madelaine Böhme Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
DOI: 10.1007/s10336-020-01799-0
04.08.2020 Schüßler, D., Blanco, M.B., Salmona, J., Poelstra, J., Andriambeloson, J.B., Miller, A., Randrianambinina, B., Rasolofoson, D.W., Mantilla-Contreras, J., Chikhi, L., Louis, E.E. Jr., Yoder, A.D., Radespiel, U. Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
DOI: 10.1002/ajp.23180
31.07.2020 Felix J. Augustin & Andreas T. Matzke & Michael W. Maisch & Juliane K. Hinz & Hans-Ulrich Pfretzschner Bisher älteste Bissspuren von Säugetieren auf Dinosaurierknochen entdeckt
DOI: 10.1007/s00114-020-01688-9
30.07.2020 Shaddai Heidgen, Elena Marinova, Raiko Krauß, Oliver Nelle, Martin Ebner, Tanja Märkle, Tatiana Miranda, Jörg Bofinger, Stefan Klingler, Annett Junginger Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
DOI: 10.1016/j.quaint.2020.05.038
30.07.2020 Mayr, G., P. D. Gingerich, and T. Smith 55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
DOI: 10.1080/02724634.2020.1769116
25.07.2020 Sandra A. Heldstab, Karin Isler, Caroline Schuppli, Carel P. van Schaik Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
DOI: 10.1126/sciadv.abb4685
25.07.2020 Hugo Zeberg, Michael Dannemann, Kristoffer Sahlholm, Kristin Tsuo, Tomislav Maricic, Victor Wiebe, Wulf Hevers, Hugh P.C. Robinson, Janet Kelso and Svante Pääbo Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
DOI: 10.1016/j.cub.2020.06.045
20.07.2020 Nicholas J. Conard, Maria Malina Werkzeug-Satz aus Elfenbein
DOI:
16.07.2020 Díez Díaz et al. Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
DOI: 10.3389/feart.2020.00160
14.07.2020 Magdalena Krajcarz, Maciej T. Krajcarz, Mateusz Baca, Chris Baumann, Wim Van Neer, Danijela Popović, Magdalena Sudoł-Procyk, Bartosz Wach, Jarosław Wilczyński, Michał Wojenka, Hervé Bocherens Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1918884117
14.07.2020 Karapunar, B., Werner, W., Fürsich, F. T. & Nützel, A. Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
DOI: 10.1127/pala/2020/0098
09.07.2020 Haruda A. et al. Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
DOI: 10.1038/s41598-020-67798-6
07.07.2020 Columbu Andrea, Chiarini Veronica, Spötl Christoph, Benazzi Stefano, Hellstrom John, Cheng Hai and De Waele Jo Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
DOI: 10.1038/s41559-020-1243-1
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
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23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
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17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
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06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
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26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
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12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
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08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
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24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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