Augusteische Germanenkriege

Augusteische Germanenkriege

Augustus-Kameo des Lotharkreuzes
Datum 12 v. Chr. bis 16 n. Chr.
Ort Germanien zwischen Rhein und Elbe
Ausgang Vergebliche Versuche, das rechtsrheinische Germanien unter römische Herrschaft zu bringen.
Folgen Rückzug der Römer auf die Rheingrenze; faktischer römischer Verzicht auf die Beherrschung des rechtsrheinischen Germaniens.
Konfliktparteien

Römisches Reich

Verschiedene germanische Stämme und Stammeskoalitionen

Befehlshaber

Drusus, Tiberius, Varus, Germanicus

Arminius sowie verschiedene, meist nicht benannte germanische Fürsten und Anführer

Truppenstärke
Teilweise bis zu 80.000 unbekannt
Verluste

über 40.000

unbekannt


Die Augusteischen Germanenkriege waren eine Reihe von militärischen Auseinandersetzungen zwischen 12 v. Chr. und 16 n. Chr., in denen das Römische Reich unter Augustus (31 v. Chr. bis 14 n. Chr.) – letztlich vergeblich – versuchte, die germanischen Stämme zwischen Rhein und Elbe unter seine Herrschaft zu bringen. Wesentliche Ereignisse waren die Drususfeldzüge (12 bis 8 v. Chr.), das immensum bellum („gewaltiger Krieg“, 1 bis 5 n. Chr.), die vernichtende römische Niederlage in der Varusschlacht (9 n. Chr.) sowie die anschließenden Rückeroberungsversuche durch Tiberius und Germanicus; als Höhe- und Endpunkt der Kriege gelten die Germanicus-Feldzüge (14 bis 16 n. Chr.). Den Augusteischen Germanenkriegen vorangegangen war die Eroberung Galliens durch Caesar, die zu einer Konfrontation mit expandierenden und räuberischen germanischen Stammesgruppen geführt hatte.

Germanien zur Zeitenwende (Th. Mommsen 1921)

Gegner der Römer waren verschiedene germanische Stammeskoalitionen. Die Römer fanden auf den germanischen Kriegsschauplätzen topographische und klimatische Bedingungen vor, die die Entfaltung der überlegenen römischen Militärmacht erschwerten und den zahlenmäßig in der Regel unterlegenen germanischen Truppen entscheidende Vorteile verschafften.

Seit dem Jahr 9 lag das Zentrum des germanischen Widerstandes bei den von Arminius geführten Cheruskern. Nach schweren römischen Verlusten stellte der widerstrebende Germanicus auf energische Weisung des neuen Kaisers Tiberius (14 bis 37 n. Chr.) die Offensiven ein. Die Legionen zogen sich dauerhaft auf die Rheinlinie zurück. Deshalb galt Arminius dem römischen Geschichtsschreiber Publius Cornelius Tacitus als „Befreier Germaniens“ (liberator Germaniae).[1]

Quellenlage

Die Hauptquellen zu den augusteischen Germanenkriegen verfassten Cassius Dio, Velleius Paterculus (für die Zeit des immensum bellum) und Tacitus (für die Zeit ab 9 n. Chr.).

Die Historia Romana (Römische Geschichte, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) des Dio (* um 163 n. Chr.; † nach 229) ist die Hauptquelle zu den Drusus-Feldzügen sowie zur Varusschlacht. Das auf Griechisch verfasste Werk entstand zu Beginn des 3. Jahrhunderts und gilt als zuverlässig und auf zeitnahen Quellen basierend. Archäologische Funde wie die rechtsrheinisch gelegene römische Stadt Lahnau-Waldgirmes bestätigen den hohen Quellenwert der Schriften des Dio.

Velleius Paterculus nahm als Offizier unter Tiberius am immensum bellum teil. Er verfasste seine Historia Romana (Römische Geschichte) rund zwei Jahrzehnte nach den Geschehnissen. Das Werk ist von großer Verehrung für den Feldherren und späteren Kaiser Tiberius geprägt und deshalb mitunter verzerrt. Die Varusschlacht streift Velleius lediglich, weil er diese in einem anderen Buch, das jedoch nicht mehr angefertigt wurde, behandeln wollte.

Tacitus, Annales Anfang des 12. Buchs in der Handschrift Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, Plut. 68,2 fol. 6v (1. Hälfte des 11. Jahrhunderts)

Tacitus (* um 58 n. Chr.; † um 120) widmete sich ausführlich den Feldzügen des Germanicus und hinterließ in den ersten beiden Bänden seiner Annales („Jahrbücher“) eine der eingehendsten Beschreibungen antiker Kriegszüge überhaupt. Er gilt allgemein als gut informierter und gewissenhafter Geschichtsschreiber, der auch Senatsakten und andere offizielle Quellen auswertete. Dennoch bereitet die Deutung der Militäroperationen Schwierigkeiten. Tacitus lieferte nicht alle Informationen, die zum Verständnis des Kriegsverlaufs notwendig sind, und setzt beim Leser eine weitgehende Kenntnis der Zusammenhänge voraus. Überdies verhindert die enorme literarische Verdichtung oft eine volle Sicherheit im Verständnis der Texte.

Tacitus und Dio werteten heute verlorene Geschichtswerke als Quellen aus. Vermutlich nutzten sie die 20 Bücher umfassende Schrift Bella Germaniae (Germanenkriege) des Schriftstellers Plinius des Älteren, der Mitte des 1. Jahrhunderts als Offizier in Germanien gedient hatte. Auch die Libri belli Germanici („Bücher des germanischen Krieges“) des Zeitzeugen Aufidius Bassus dürften eingeflossen sein.

Weitere antike Autoren liefern knappe Informationen zu den augusteischen Germanenkriegen. Zu nennen sind die Geographika des Strabon und die Kaiser-Biographien des Sueton, insbesondere diejenigen zu Augustus, Tiberius und Claudius. Vom Geschichtswerk Ab urbe condita des Zeitzeugen Titus Livius sind für den Zeitraum der Germanenkriege nur knappe Inhaltsangaben, die periochae, erhalten.[2] Umstritten ist der Quellenwert des zu Beginn des 2. Jahrhunderts schreibenden Florus.

Wichtige archäologisch-epigraphische Zeugnisse sind der in Vetera, dem heutigen Xanten, gefundene Grabstein für den „im Krieg des Varus“ (bello Variano) ums Leben gekommenen römischen Zenturio Marcus Caelius („Caeliusstein“) sowie die Tabula Siarensis aus Spanien, eine Gedenktafel aus Bronze, die im Jahr 19 n. Chr. zu Ehren des in diesem Jahr verstorbenen Germanicus angefertigt wurde und eine Aufzählung seiner Verdienste enthält.

Verlauf

Vorgeschichte

In der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. prallten in Gallien römische und germanische Machtansprüche aufeinander. Zwischen 58 und 53 v. Chr. besiegte und vertrieb Gaius Iulius Caesar die nach Gallien vorgedrungenen Sueben, Usipeter und Tenkterer und führte seine Legionen zweimal über den Rhein. Germanische Einfälle und römische Vergeltungsaktionen sind für die Jahre 30 bis 20 v. Chr. überliefert. Im Jahr 16 v. Chr. unternahmen Sugambrer, Usipetern und Tenkterer einen Plünderungszug nach Gallien, besiegten die V. Legion (V Alaudae oder V Gallica) des Marcus Lollius und erbeuteten den Legionsadler. Diese clades Lolliana („Lollius-Niederlage“) gab den Anstoß für eine Neuorientierung der römischen Germanienstrategie: Am Rhein entstanden nun Kastelle, die wichtigsten in Xanten (Vetera) und Mainz (Mogontiacum). Die Stützpunkte lagen strategisch günstig und erlaubten ein offensives Vorgehen gegen die rechtsrheinischen Stämme.[3] Bis 12 v. Chr. waren insgesamt fünf[4] Legionen aus Spanien und Gallien eingetroffen. Als in diesem Jahr erneut Sugambrer, Usipeter und Tenkterer den Rhein überschritten, bereitete ihnen Drusus eine empfindliche Niederlage.

Drusus-Feldzüge 12 bis 8 v. Chr.

Im Spätsommer 12 v. Chr. überschritt Drusus den Niederrhein. Dieses Datum markierte den Beginn der augusteischen Germanenkriege. Die Legionen verwüsteten das Gebiet der Usipeter und Sugambrer. Anschließend stieß die classis Germanica (Rheinflotte) durch die fossa Drusiana („Drusus-Kanal“) und den Flevosee (das heutige IJsselmeer) in die Nordsee vor. In den folgenden Jahren führte Drusus die Legionen wiederholt gegen Usipeter, Tenkterer und Sugambrer, ab dem Jahr 10 v. Chr. auch gegen die Chatten, Sueben, Markomannen und Cherusker. Die Weser wurde 11 v. Chr. erreicht. Im selben Jahr entgingen die Legionen bei dem nicht lokalisierbaren Ort Arbalo durch Glück einer militärischen Katastrophe.

Ein Barbar übergibt Augustus ein Kind als Geisel. Die Darstellung zielt möglicherweise auf die Unterwerfung der Sugambrer 8 v. Chr. ab.[5]

Im Jahr 9 v. Chr. erreichte Drusus die Elbe. Dort bewegte der Überlieferung zufolge eine „Frau von übermenschlicher Größe“ den Feldherren mit folgenden Worten zur Umkehr: „Wohin willst du eigentlich noch ziehen, unersättlicher Drusus? Es ist dir nicht vom Schicksal bestimmt, dies alles hier zu sehen. Ziehe von dannen! Denn das Ende deiner Taten und deines Lebens ist schon nahe.“[6] Auf dem Rückweg starb Drusus „an einem Knochenbruch, als sein Pferd auf seinen Unterschenkel fiel, dreißig Tage nach diesem Unfall“, wie Livius berichtet.[7] Posthum verlieh Augustus dem Drusus den erblichen Beinamen „Germanicus“.

Die Übernahme des Kommandos durch Tiberius brachte einen Paradigmenwechsel mit sich. Die riskanten, teilweise rücksichtslosen militärischen Kampagnen des Drusus wichen politischen und diplomatischen Maßnahmen. Wohl im Frühjahr 8 v. Chr. gelang die Ausschaltung der romfeindlichen sugambrischen Führungsschicht. Rund 40.000 Sugambrer[8] wurden daraufhin am linken Rheinufer angesiedelt und somit unter römische Kontrolle gebracht. Die Markomannen und Quaden verließen unter der Führung des Marbod ihre Siedlungsgebiete um den Main und zogen sich nach Böhmen zurück.

Die Bilanz des fast fünfjährigen Ringens war aus römischer Sicht positiv: Die Gefahr germanischer Einfälle in Gallien war gebannt, die Streitkräfte der Stämme dezimiert und der militärische Aktionsradius der Legionen bis zur Elbe ausgedehnt.[9] Die Umsiedlung der Sugambrer hatte den hartnäckigsten und mächtigsten Gegner in Rheinnähe ausgeschaltet und der Abzug der Markomannen und Quaden den Druck der suebischen Stämme beendet.[10]

Immensum bellum 1 bis 5 n. Chr.

Büste Tiberius Claudius Nero
Tiberius Claudius Nero

Zu den Jahren unmittelbar nach den Drususfeldzügen liegen kaum Nachrichten vor. Ab 3 v. Chr. sind römische Ordnungs- und Infrastrukturmaßnahmen durch den römischen Statthalter Domitius Ahenobarbus überliefert. Nach der Ablösung des Domitius durch Marcus Vinicius im Jahr 1 n. Chr. brach das von Velleius so benannte immensum bellum[11] („gewaltiger Krieg“) aus. Die militärischen Maßnahmen des erfahrenen Feldherren Vinicius liegen im Dunkeln. Velleius berichtet lediglich, er habe den Krieg „in manchen Gegenden glücklich geführt, in anderen hingehalten“.[12]

Im Sommer des Jahres 4 n. Chr. übernahm Tiberius das Oberkommando, unterwarf rheinnahe Stämme sowie die Cherusker und bezog erstmals mit einem Gesamtheer mitten in Germanien ein Winterlager. Im Jahr darauf zwangen die Legionen zunächst die Chauken wieder in die Abhängigkeit zu Rom und vertrieben dann die Langobarden über die Elbe. Schließlich vereinigten sich die Legionen mit einer elbeaufwärts vorgestoßenen römischen Flotte. Das offenbar perfekt abgestimmte Manöver ist „bewundernswert und stellt ohne allen Zweifel den Höhepunkt der römischen Germanienfeldzüge dar.“[13] Mit dem Abschluss des Feldzuges konnte die vorherige Ordnung als wiederhergestellt und das immensum bellum als beendet gelten.[14]

Tiberius erhielt dadurch freie Hand, um im Jahr 6 n. Chr. zwölf Legionen gegen das mächtige Reich des Markomannen-Königs Marbod in Böhmen zu führen. Der Angriff musste jedoch wegen des einsetzenden pannonischen Aufstandes abgebrochen werden. Zwischen Rhein und Elbe verstärkten die Römer ihre Bemühungen, das Gebiet zu einer römischen Provinz zu machen[15]. Nicht zuletzt wegen der „verschärften Gangart“[16] des Statthalters Varus griffen die germanischen Stämme erneut zu den Waffen. Vier Jahre nach dem Ende des immensum bellum brach ein neuer Aufstand los, der zur Varusschlacht führte.

Varusschlacht 9 n. Chr.

In der Varusschlacht[17] des Jahres 9 n. Chr. erlitten drei römische Legionen samt Hilfstruppen und Tross unter Publius Quinctilius Varus eine vernichtende Niederlage gegen ein germanisches Heer unter Führung des Arminius. Als wahrscheinlicher Ort der letzten Phase der mehrtägigen Schlacht gilt die Fundregion Kalkriese.

Arminius, der im römischen Heer gedient hatte, das römische Bürgerrecht besaß und in den Ritterstand aufgestiegen war, gelang es wohl, die Stämme der Marser und Brukterer, vielleicht auch der Chatten und Angrivarier zu einem Bündnis zu bewegen. Arminius galt als Tischgenosse des Varus und wiegte diesen in dem Glauben, er sei ein treuer Verbündeter Roms. Er wirkte dabei so überzeugend, dass Varus nicht einmal die Warnung des Cheruskerfürsten Segestes ernst nahm, Arminius plane einen Verrat.[18]

Der Ausgangspunkt des römischen Zuges war nach Dio die Weser im Gebiet der Cherusker.[19] Die Nachricht über einen vermeintlich kleinen, regionalen Aufstand habe Varus veranlasst, einen Umweg durch weitgehend unbekanntes Gebiet zu nehmen. In unwegsamem Gelände gerieten die 15.000 bis 20.000 Soldaten[20] in einen sorgfältig geplanten Hinterhalt. Die Kämpfe in unwegsamen Gelände dauerten drei bis vier Tage. Varus tötete sich schließlich selbst, um der Gefangenschaft zu entgehen.

Der Legat Lucius Nonius Asprenas sicherte mit den beiden verbliebenen Legionen die Rheingrenze. Die Varusschlacht markiert eine wichtige Zäsur in den Augusteischen Germanenkriegen, sie bedeutete jedoch nicht das Ende der römischen Militärpräsenz in Germanien; Augustus plante vielmehr, die Ergebnisse der Varuskatastrophe mit militärischen Mitteln zu revidieren.

Nero Claudius Germanicus

Germanicus-Feldzüge 14 bis 16 n. Chr.

Nach der Varusschlacht übernahm Tiberius erneut das Kommando am Rhein und konnte in den Jahren 11 und 12 n. Chr. erste militärische Erfolge verbuchen. Ende 12 n. Chr. begab sich der designierte Thronfolger nach Rom an die Seite des greisen Augustus – er verstarb im Spätsommer 14 n. Chr. – und überließ dem Drusus-Sohn Germanicus das Kommando am Rhein. Im Spätherbst 14 n. Chr. unternahm Germanicus einen Feldzug gegen die Marser, die während einer kultischen Feier überrascht und niedergemetzelt wurden. Dies war der Startschuss zu den Germanicus-Feldzügen, die den Höhe- und Endpunkt der augusteischen Germanenkriege markieren sollten.

Im Frühjahr 15 n. Chr. griff Germanicus die Chatten an und befreite danach Segestes. Dieser war in einem innercheruskischen Machtkampf seinem Schwiegersohn Arminius unterlegen, hatte jedoch zuvor dessen schwangere Frau Thusnelda in seine Gewalt bringen können. Beide wurden in das Reich verbracht. Im Sommer folgten eine Flottenlandung in der Ems, die Bergung eines Varus-Adlers, die Bestattung der Gefallenen der Varusschlacht und eine unentschiedene Schlacht vermutlich unweit der Weser. Auf dem Rückmarsch in die Winterlager entgingen vier Legionen an den pontes longi mit Glück einer vernichtenden Niederlage.

Der neue Imperator Tiberius missbilligte die riskante Kriegführung des Germanicus und drang auf den Abbruch der Feldzüge. Er setzte auf eine diplomatische Kontrolle der Stammeswelt. Germanicus berief sich jedoch auf das Mandat des Augustus und bereitete einen entscheidenden Schlag vor. Ein „blutiger und erbarmungslos geführter Offensivkrieg“,[21] geprägt von rücksichtsloser Härte gegenüber dem Gegner und den eigenen Truppen,[22] erreichte im Jahr 16 n. Chr. seinen Höhepunkt.

Germanicus ließ eine Flotte aus 1.000 Schiffen bereitstellen, die im Sommer alle acht Legionen mit Reiterei und Tross in die Emsmündung transportierte. Es folgte ein römischer Sieg bei Idistaviso (Idisstättenwiese[23]), der jedoch den germanischen Widerstand nicht entscheidend schwächen konnte. Auch die anschließende Schlacht am Angrivarierwall brachte keinen durchschlagenden Erfolg. Auf dem Rückweg erlitten die eingeschifften Legionen schwere Verluste durch Herbststürme. Dennoch gelang es im Herbst, einen weiteren Varus-Adler bei den Marsern zu bergen. Tiberius bestand nunmehr jedoch auf dem Ende der Feldzüge. Germanicus verließ Germanien, um in Rom den bereits im Vorjahr zuerkannten Triumph zu begehen. Die Germanicus-Feldzüge und mit ihnen die Epoche der augusteischen Germanenkriege waren beendet.

Römische Kriegsführung

Kriegsziele

Quellenarmut und Forschungskontroversen

Zu den römischen Kriegszielen existieren nur wenige Quellen, weil die entsprechenden Diskussionen nach dem Ende der Republik nicht mehr öffentlich, sondern im Umfeld des Imperators geführt wurden.[24] Bereits Dio klagte über den resultierenden Quellenmangel.[25] Zwar liefert Tacitus in seinen Annales Anhaltspunkte zu den Kriegszielen, die durch den Fund der Tabula Siarensis 1981 bestätigt wurden, dennoch ist die Geschichtsforschung bei der Betrachtung der römischen Kriegsziele auf Rückschlüsse angewiesen: Aus Anlage und Verlauf von Militäraktionen werden Absichten und Ziele der Akteure abgeleitet.[24] Dies führte zu weit auseinandergehenden Forschungsansichten. Der Historiker Jürgen Deininger hat vier wesentliche Positionen herausgearbeitet:[26]

  1. Schutz Galliens vor germanischen Überfällen durch militärische Abschreckung und Machtdemonstrationen und die Schaffung großer rechtsrheinischer Brückenköpfe. Nach der Varuskatastrophe sei es im Wesentlichen um die Rückgewinnung der Brückenköpfe gegangen.
  2. Entwicklung und Ausweitung der Kriegsziele im Laufe der Germanenkriege, bis man am Ende die Schaffung einer Provinz zwischen Rhein und Elbe angestrebt habe.
  3. Von Anfang an Wunsch nach Schaffung einer Provinz bis zur Elbe.
  4. Weites Ausgreifen nach Osten im Zusammenhang mit einer römischen Weltbeherrschungsideologie. Man habe eine germanische Provinz weit über die Elbe hinaus einrichten wollen, an die sich weitere beherrschte Gebiete bis zum Schwarzen Meer und darüber hinaus angeschlossen hätte.

Entwicklung der römischen Ziele im Kriegsverlauf

Die jüngere Forschung geht mehrheitlich von einer Entwicklung der Ziele im Kriegsverlauf aus. Die Römer scheinen durch ihr militärisches und diplomatisches Wirken immer tiefer in die Verwicklungen der germanischen Stammeswelt hineingezogen worden zu sein, was mit einer Ausweitung des römischen Engagements einherging.[27] Auch die kontinuierliche Erweiterung der ethnographischen und geographischen Kenntnisse im Verlauf der Feldzüge scheint das römische Ausgreifen ermöglicht und gefördert zu haben.[28] Nach der Varus-Katastrophe kamen schließlich die Bestrafung der Aufständischen hinzu, was anscheinend auch in einer erheblichen Brutalisierung der römischen Kriegsführung resultierte.[29] Auch die Rückgewinnung der verlorenen Legionsadler stellte nach dem Jahr 9 n. Chr. ein zusätzliches Ziel auf römischer Seite dar.

Klaus-Peter Johne sieht vier Phasen bei der Entwicklung der römischen Ziele: Bis 4 n. Chr. haben militärische Abschreckung und Machtdemonstration zum Schutz Galliens im Vordergrund gestanden. Zwischen 4 und 9 n. Chr. sei die Grenzsicherung an der Elbe und die Schaffung von Nachschublinien von der Elbmündung bis zur Donau das Ziel gewesen; den Marbodfeldzug habe man vor diesem Hintergrund zu sehen. Nach der Varuskatastrophe sei es bis 16 n. Chr. um die Wiedergewinnung der Elbelinie gegangen. Nach dem Ende der Germanicus-Feldzüge sei die Elbe schließlich als erstrebenswerte Grenze des Reiches verklärt worden.[30]

Innenpolitische Dimension der Kriegsziele

Innenpolitische und persönliche Ziele des Augustus dürften ebenfalls eine Rolle gespielt haben.[31] Das vom Senat verliehene imperium (Befehlsgewalt) des Augustus musste alle fünf, später alle zehn Jahre verlängert werden (erst Tiberius verfügte über ein imperium auf Lebenszeit). Augustus hatte deshalb ein Interesse daran, sich als dauerhafter Sicherheitsgarant des Reiches zu inszenieren. Germanien war die ideale materia gloriae („Gegenstand der Ruhmgewinnung“) „eines sich durch Sieghaftigkeit legitimierenden Herrschergeschlechts“,[32] das an die Erfolge Caesars anzuknüpfen oder diese sogar zu übertrumpfen trachtete.[33] Auch potentielle Thronfolger konnten sich auf dem germanischen Kriegsschauplatz für das Amt empfehlen.

Schließlich diente der germanische Kriegsschauplatz auch der Heeresbeschäftigung.[34] Dies musste nicht in Eroberung oder gar Provinzschaffung münden,[35] sondern profitierte im Gegenteil von wiederholten Friedensbrüchen unzuverlässiger Stämme. Vor diesem Hintergrund „war das Ziel die Dynamik selbst“.[36]

Truppenstärken

In den Kastellen am Rhein waren zu Beginn der augusteischen Germanenkriege fünf Legionen stationiert, von denen drei – die Legiones XVII, XVIII und XIX – im Zuge der Varus-Katastrophe untergingen. Sechs Legionen wurden teils aus anderen Regionen herangezogen, teils neu aufgestellt, so dass ab dem Jahr 10 n. Chr. acht Legionen am Rhein stationiert waren. Am Niederrhein standen nunmehr die Legionen I (Germanica), V (Alaudae), XX (Valeria Victrix) und XXI (Rapax), am Oberrhein II (Augusta), XIII (Gemina), XIV (Gemina) und XVI (Gallica).[37] Es ist ungewiss, ob die Legionen I und V diejenigen waren, die der Katastrophe im Vorjahr hatten entgehen können, oder die XIII und XIV.[38]

Die neuere Forschung setzt die Mannstärke einer augusteischen Legion (gebildet aus Personen mit römischem Bürgerrecht) mit bis zu 6.500 Personen an, davon etwa 4.800[39] bis 5.300[40] Mann Kampftruppen, der Rest Sonderchargen (Stabssoldaten etc.) und Nicht-Kombattanten (Trossknechte, ziviles Personal etc.). Hinzu kamen reguläre Auxilien. Einer Legion zugeordnet waren eine Ala mit 500, erweitert 800 bis 1.000 Mann Kavallerie, sowie zwei bis drei Infanterie-Kohorten mit in der Regel 500 Mann, zusammen also 1.500 bis 2.500 Auxiliarsoldaten.[41] Für die Ausrückstärke bringt Peter Kehne zehn Prozent der Sollstärke in Abzug.[42] Verstärkt wurden die römischen Truppen auf Feldzügen durch Kriegerkontingente in unbekannter Höhe, gestellt von verbündeten Stämmen.

Die Quellen machen in der Regel keine Angaben zu Truppenstärken. Ausnahmen bilden die Varuskatastrophe, deren Verluste von drei Legionen und Hilfsvölkern wiederholt belegt sind, sowie die Berichte des Tacitus, der an mehreren Stellen der Annales die Anzahl der eingesetzten Legionen oder Kohorten, mitunter auch die Mannstärken nennt. So berichtet Tacitus beispielsweise, dass Germanicus im Herbst 14 n. Chr. 12.000 Legionäre, 26 Auxiliarkohorten und 8 Alen gegen die Marser ins Feld führte.[43] Zur Schlacht von Idistaviso marschierten unter anderem acht Legionen, zwei Prätorianerkohorten, gallische und germanische Hilfstruppen sowie Bundesgenossen-Kontingente auf.[44] Im Herbst 16 n. Chr. zog der Legat Silius mit 30.000 Fußsoldaten und 3.000 Reitern gegen die Chatten.[45]

Die ältere Forschung geht für die Germanicus-Feldzüge, insbesondere für das Jahr 16 n. Chr., mehrheitlich von großen Kombattantenzahlen auf beiden Seiten aus. Für die römische Seite vermuten Friedrich Knoke[46] 100.000 und Paul Höfer[47] 120.000 Kämpfer. Otto Dahm[48] geht von 120.000 Personen einschließlich Nicht-Kombattanten aus. Maßvoll erscheint dagegen die Angabe „nicht unter 50.000 Mann“ von Hans Delbrück für die Schlacht von Idistaviso.[49] Diese Angabe wird verworfen von Wolfgang Jungandreas, der am Angrivarierwall trotz vorangegangener Verluste noch 100.000 Römer und Verbündete kämpfen sieht.[50] Die neuere Forschung legt sich kaum auf Truppenzahlen fest. Klaus-Peter Johne geht davon aus, dass Germanicus bei Idistaviso insgesamt 80.000 Mann kommandierte.[51]

Probleme der römischen Kriegsführung in Germanien

Mobile germanische Bevölkerung

Die germanischen Stämme entzogen sich immer wieder durch Absetzbewegungen dem römischen Zugriff, so zum Beispiel die Cherusker, die Drusus im Jahr 9 v. Chr. auch mit großem militärischen Aufwand nicht stellen konnte.[52] Zentralorte als Sitz von obersten Stammeshierarchien wie in Gallien gab es in Germanien nicht, eine Eroberung und Kontrolle solcher Plätze als mögliches römisches Machtmittel entfiel. Eine Ausnahme bildete der chattische Hauptort Mattium, dessen Zerstörung im Jahr 15 n. Chr.[53] jedoch keine nachhaltige Wirkung auf den Stamm zu haben schien.

Ein Übriges tat die Kleinteiligkeit der germanischen Gesellschaft. Häuptlinge, Gefolgschaftsführer oder Sippen fühlten sich nicht an Abmachungen gebunden, die andere mit den Römern getroffen hatten.[54] Die germanischen Überfälle in Gallien vor 12 v. Chr. gingen auf das Konto von Gefolgschaften, die der Kontrolle durch Stämme kaum oder gar nicht unterlagen. Verträge zwischen den Römern und den Stämmen zur Eindämmung dieser Überfälle mussten wirkungslos bleiben.[55]

Topographische und klimatische Bedingungen

Die topographischen und klimatischen Gegebenheiten in Germanien boten dem römischen Militär unterschiedliche Voraussetzungen. Gut zugänglich, teilweise über bronzezeitliche Fernwege, waren die germanischen Siedlungskammern, die sich oft an Flussläufen hinzogen. Als überholt gelten Vorstellungen von vereinzelten, in Wald- oder Sumpflandschaften verborgenen, kaum erreichbaren Weilern und Dörfern. Es ist vielmehr von großen und bevölkerungsstarken Siedlungsakkumulationen auf gerodeten und gut erschlossenen Flächen auszugehen, zum Beispiel im Leinegraben, wo cheruskische Siedlungsplätze in einer rund 10 mal 40 Kilometer großen, offenen und flächig besiedelten Landschaft dicht nebeneinander lagen.[56] Dennoch bildeten Mittelgebirge, ausgedehnte Waldgebiete und Moorlandschaften natürliche Hindernisse für die militärische Durchdringung des Landes. Bereits Caesar hatte die Weite Germaniens und die ausgedehnten Waldgebiete als Problem geschildert.[57] Strabon berichtet von großen Umwegen, die die Römer wegen der Sümpfe und Wälder in Kauf nehmen mussten.[58]

In schwierigem Gelände zogen sich die römischen Marsch- und Trosskolonnen auf schmalen Pfaden über viele Kilometer hin und boten den Germanen gute punktuelle Angriffsmöglichkeiten. Varus hatte sein Heer im Vertrauen auf seine cheruskischen Verbündeten in eine derartige Lage geführt. Tacitus bezeichnete die weiten Märsche und die lang hingezogenen Trosskolonnen als besonders nachteilig für die römische Kriegsführung in Germanien.[59] Abhilfe sollten breite limites (Wegschneisen) schaffen, die in die germanischen Wälder geschlagen wurden. Unter dem Lager Holsterhausen konnte eine Heerstraße der Drusus-Zeit identifiziert werden.[60] Sie war mit 40 Metern breiter als eine moderne sechsspurige Autobahn. Der römische Limes sollte sich später aus solchen Schneisen in mehreren Ausbau- und Befestigungsstufen zu einem festen Bollwerk entwickeln.

Die Wälder boten den Germanen Zuflucht bei römischen Angriffen. Deshalb zeigte die Zerstörung von Siedlungskammern selten die von den Römern erhoffte Wirkung.[61] Caesar war es seinerzeit in Gallien im Kampf gegen mobile Stämme gelungen, durch fortwährende Zerstörungen die Autorität von romfeindlichen Stammesführungen zu untergraben. Obwohl Germanicus diese Strategie in den letzten Kriegsjahren auf die Spitze trieb, war der germanische Widerstand auf diese Weise nicht zu brechen.

Auch die Überquerung von Flüssen konnte die Römer vor Probleme stellen, vor allem zu Beginn der Feldzugsaison. Die Wasserstände schwankten im Verlauf der Jahreszeiten ausgeprägter als heute. Im Winter bis in das Frühjahr hinein (beim Rhein bis in den Frühsommer) bildeten die Flüsse schwer passierbare Hindernisse. Besonders gefährliche Hochwasser gab es bei Rückstau vor Einmündungen. Die Elbe konnte am Zufluss der Havel zu einem gewaltigen See mit einer Wasserfläche von 40 mal 44 Kilometern anwachsen.[62] Für das Frühjahr 15 n. Chr. hielt Tacitus es für bemerkenswert, dass eine große Trockenheit herrschte und die Truppen die Flüsse rasch und ohne besondere Vorbereitungen überschreiten konnten.[63]

Truppenversorgung

Die topographische Situation in Germanien erschwerte die Versorgung der Truppen auf Feldzügen. Die vorherrschende Subsistenzwirtschaft schränkte die Möglichkeiten der Legionen ein, sich aus dem Land heraus zu versorgen.[64] Ein Soldat benötigte 0,7 bis 1 Kilogramm Nahrung pro Tag,[65] ein Pferd 2,5 kg Gerste und 7 kg Heu oder Grünfutter (Maultiere etwas weniger).[66] Den Tagesbedarf eines Heeres aus drei Legionen veranschlagt Peter Kehne auf 56 t ohne und 109 t mit Heu-/Grünfutter.[42] Der logistische Aufwand war beträchtlich. Als Grund für die Umkehr des Drusus an der Weser im Jahr 11 v. Chr. vermutet Gustav Adolf Lehmann Versorgungsprobleme.[67]

Nachschublager Hedemünden, Grundriss

Die Römer setzten auf möglichst weit vorgeschobene Nachschublager – das Lager Hedemünden spielte 9 v. Chr. eine wichtige Rolle beim Zug des Drusus bis zur Elbe[68] – und wo immer es möglich war auf den Transport zu Wasser. Selbst innerhalb des römischen Reiches mit seinem ausgebauten Wegenetz war der Flusstransport mindestens um den Faktor 10 effizienter als der Transport mit Landfahrzeugen oder Tragtieren.[69] Christoph Schäfer geht davon aus, dass die Offensiven in Germanien von hunderten von Transportschiffen flankiert wurden, die das „Rückgrat der Versorgung“ bildeten.[70] Neben der frühen Erschließung der rechtsrheinischen Nebenflüsse, allen voran Lippe, Ruhr, Lahn und Main, dienten später auch die großen Nordsee-Flottenoperationen ganz wesentlich der Truppenversorgung über Ems, Weser und Elbe.[71] Tacitus berichtet ausführlich über die große Bedeutung von see- und flussgestützten Truppen- und Nachschubtransporten.[72]

Germanische Kriegsführung

Motive germanischer Kriegsführung

Allgemeines

Zu den Motiven germanischer Kriegsführung gegen Rom gibt es kaum verlässliche Quellen. Tacitus legt dem Arminius in Reden Motive in den Mund,[73] doch ist der Realitätsgehalt unklar,[74] überdies sind die germanische Motive der Kriegsführung „nicht mit römischen Maßstäben zu ermessen“.[75] Klaus Tausend zeigte auf, dass die Verteidigung gegen Rom der häufigste Beweggrund für die bekannten germanischen Bündnisse und Kriege jener Zeit war, gefolgt von politischen Konflikten (davon ein Großteil Faktionskonflikte innerhalb eines Stammes). Selten im Vergleich zu anderen Kulturen ähnlicher Entwicklungsstufe ging es um Landerwerb. Allerdings dürften diese Häufigkeitsverteilungen nicht zuletzt aus der Quellenlage resultieren.[76] Darüber hinaus spielte der Beuteerwerb stets eine mehr oder weniger große Rolle, weil ein Sieg automatisch mit diesem verknüpft war.[77]

Kampf gegen die römische Fremdherrschaft

Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald

Der Kampf gegen die römische Fremdherrschaft spiegelt sich in den Annalen wider. Tacitus bringt Arminius mehrfach eng mit dem Motiv der Freiheit in Verbindung.[78] Der Cheruskerfürst verhöhnte die Auszeichnungen und Soldzahlungen seines in römischen Diensten verbliebenen Bruders Flavus als „billigen Preis für die Unfreiheit“ (vilia servitii pretia).[79] Seine Krieger forderte er auf, ihm zu Ruhm und Freiheit zu folgen und nicht dem geflohenen Segestes in die römische Knechtschaft.[80] Überdies warnte Arminius vor den drückenden Tributen, die die Römer Unterworfenen aufzuerlegen pflegten[81] – tatsächlich sind aus Gallien Aufstände im Zusammenhang mit römischen Steuererhebungen überliefert. Schließlich betont Tacitus die germanische Ablehnung römischer Rechtsprechung,[82] den Wunsch, nach der Sitte der Vorfahren zu leben,[80] sowie die „heilige Verpflichtung gegenüber dem Vaterland“ (fas patriae).[83] Insbesondere beim Vaterlands-Motiv dürften römische Projektionen eine Rolle spielen.

Beute

Die Aussicht auf Beute war das beherrschende Motiv jener germanischen Gefolgschaften, die im Vorfeld der Augusteischen Germanenkriege Streifzüge in die Gebiete links des Rheins unternahmen. Plünderungen waren die Regel, nicht nur bei den Germanen – Aristoteles rechnete die Kriegskunst auch zur Erwerbskunst.[84] Später, im Verlauf der Germanenkriege, hat immer wieder germanische Beutegier einen militärischen Erfolg zunichtegemacht oder zumindest gefährdet, zum Beispiel während der Varusschlacht[85] und der anschließenden Belagerung von Aliso[86] oder an den pontes longi.[87]

Vor allem die Aussicht auf römische Kriegsgefangene und auf Eisen dürfte germanische Begehrlichkeiten geweckt haben. Kriegsgefangene brachten Geld – nach der Flottenkatastrophe des Jahres 16 n. Chr. kauften die Angrivarier im Auftrag der Römer gestrandete Legionäre bei anderen Stämmen frei[88] – oder wurden als Arbeitskräfte eingesetzt – im Jahr 50 n. Chr. konnten bei den Chatten ehemalige Legionäre befreit werden, die mehr als vier Jahrzehnte zuvor während der Varusschlacht in Gefangenschaft geraten waren.[89] Aus späteren Jahrhunderten sind germanische Raubzüge auf römisches Gebiet überliefert, so zum Beispiel aus dem Jahr 260 n. Chr., als römische Truppen beim heutigen Augsburg ein zurückkehrendes germanisches Aufgebot stellten und italische Gefangene befreien konnten.

Eisen, vor allem qualitativ hochwertige römische Klingen, stellte einen großen Wert für die Germanen dar. Das Varus-Heer führte mindestens 200 t Eisen mit sich (Rüstungen, Waffen, Werkzeuge, Beschläge etc.). Um diese Menge herzustellen, hätten die Germanen 25.000 bis 50.000 Einweg-Rennöfen zur Verhüttung errichten und drei bis sechs Quadratkilometer Wald zur Holzkohlegewinnung roden müssen.[90]

Beteiligte Stämme und Kriegerzahlen

Der Anteil der Krieger an der germanischen Bevölkerung wird allgemein auf 20 % angesetzt. Bei unmittelbarer Bedrohung des Stammesgebietes werden überdies alle Waffenfähigen das Heer verstärkt haben.[91] Die Forschung geht davon aus, dass die germanischen Kriegeraufgebote dem römischen Heer zahlenmäßig unterlegen waren. Die in antiken Berichten oft vermeldeten enormen Kriegerzahlen von „Barbarenheeren“ haben meist topischen Charakter. Bereits Hans Delbrück sprach sich vehement gegen zu hohe Ansetzungen aus und veranschlagte die Kriegerzahl pro Stamm mit durchschnittlich 5.000 Mann.[92] Diese Zahlen waren womöglich zu tief angesetzt, wie die moderne Siedlungsforschung zeigt. Große Siedlungskammern in offenen Landschaften sorgten insgesamt für eine „erstaunlich hohe Bevölkerungsdichte“.[93] Dennoch dürften die Römer in der Lage gewesen sein, bei den Schlachten eine zahlenmäßige Überlegenheit ins Feld zu führen, zumal bei keinem Treffen der Augusteischen Germanenkriege die Kontingente aller gegnerischen Stämme versammelt gewesen sein dürften. Selbst bei Idistaviso müssen zumindest die unmittelbar zuvor gemaßregelten Angrivarier, überdies vielleicht auch Teile der wiederholt durch Frühjahrsfeldzüge niedergehaltenen Chatten in Abzug gebracht werden.

Gegner und Verbündete Roms während der augusteischen Germanenkriege (12 v. Chr. bis 16 n. Chr.)
Stamm Kriegerzahl[94] Drusus-Feldzüge immensum bellum Varusschlacht Germanicus-Feldzüge
Ampsivarier 3.000–4.000 Gegner (unsicher) Verbündete (unsicher)[95]
Angrivarier 4.500–5.000 Gegner (unsicher)[96] Gegner
Bataver 4.000 Gegner (unsicher)[97] nicht beteiligt Verbündete
Brukterer 6.000 Gegner Gegner Gegner Gegner
Cananefaten 4.000 Gegner (unsicher)[98] nicht beteiligt
Chamaven 8.000 Gegner (unsicher)[98]
Chasuarier 3.000
Chatten 8.000–25.000 Gegner Gegner (unsicher)[99] Gegner
Chattuarier Gegner Gegner[100]
Chauken 6.000 Gegner Gegner nicht beteiligt Verbündete
Cherusker 4.000–16.000 Gegner Gegner Gegner Gegner
Dulgubnier 8.000
Friesen 18.000 Verbündete nicht beteiligt Verbündete
Hermunduren 11.000–72.000 Gegner nicht beteiligt nicht beteiligt
Kaulker Gegner[100]
Lander[101] Gegner[100]
Langobarden 5.000–11.000 Gegner nicht beteiligt nicht beteiligt
Markomannen 25.000 Gegner nicht beteiligt nicht beteiligt
Marser[101] 2.500–9.000 Gegner (unsicher)[97] Gegner Gegner
Mattiaker 9.000
Quaden 21.000 Gegner nicht beteiligt nicht beteiligt
Semnonen 12.000–18.000 Gegner (unsicher)[102] Gegner nicht beteiligt nicht beteiligt
Sugambrer (bis 8 v. Chr.)[103] Gegner
Sugambrer (ab 8 v. Chr.)[101] Gegner (unsicher)[104] Gegner[100]
Tenkterer 3.000–5.000 Gegner Gegner (unsicher)[97] Gegner
Tubanten 2.000 Gegner (unsicher)[97] Gegner
Usipeter 2.000–4.000 Gegner Gegner (unsicher)[97] Gegner

Bilanz und Ausblick

Allgemeines

Nach der Abberufung des Germanicus und der Einstellung der Offensiven wurden die rechtsrheinischen Standorte mit Ausnahme einiger Plätze an der Nordseeküste und vor Mainz aufgelassen. Die Truppenmassierungen in Xanten und Mainz wurden reduziert, das einheitliche Oberkommando über die Rheinarmee endete. Zur Sicherung des rechtsrheinischen Vorfeldes wurde ein Ödlandstreifen geschaffen. Kooperative Stämme wie die Mattiaker (vor Mainz) wurden durch Bevorzugungen an das Imperium gebunden.[105]

Legionsadler (Replik)

Von den ursprünglichen Kriegszielen konnte nur die Sicherung Galliens als erreicht gelten. Der Versuch, die rechtsrheinische Stammeswelt militärisch zu kontrollieren, war gescheitert, erst recht die Schaffung einer Provinz bis zur Elbe oder darüber hinaus. Nach der Varuskatastrophe waren Racheziele hinzugetreten. Diese wurden in Rom nach den ausgedehnten Verwüstungszügen des Germanicus und der Heimholung zweier Varusadler als erreicht gefeiert (Triumph des Germanicus 17 n. Chr.).

Die römischen Verluste waren vor allem während der Germanicus-Feldzüge erheblich: Die Römer verloren 14 bis 16 n. Chr. fast ebenso viele Soldaten wie in den Kriegsjahren zuvor einschließlich der Varus-Katastrophe.[106] Peter Kehne setzt die Germanicus-Verluste auf 20–25.000 Mann an. Insgesamt dürften 40.000 Gefallene auf Seiten der Römer für die Augusteischen Germanenkriege eine absolute Untergrenze darstellen. Die germanischen Verluste sind nicht abschätzbar.

Gründe für die Beendigung des Krieges

Der Krieg endete gegen den Widerstand des Germanicus auf energische Weisung des Tiberius hin. Der Imperator hatte erkannt, dass der Vernichtungskrieg seines Adoptivsohnes „angesichts von G[ermanicus’] beinahe schon besessenem Draufgängertum ständig die Gefahr einer zweiten Varuskatastrophe in sich barg“.[107] Die landschaftlichen und klimatischen Bedingungen in Germanien trieben den militärischen Aufwand und das Risiko für die Römer in die Höhe, erlaubten es der Bevölkerung immer wieder, sich dem Zugriff der Legionen zu entziehen, und erschwerten es, mit Vernichtungs- und Verwüstungszügen durchschlagende Wirkung zu erzielen. Hinzu kam die Größe und Hartnäckigkeit der von Arminius geschaffenen Koalition, deren Widerstand mit der Angriffsintensität der Römer anzuwachsen schien.[107]

Tiberius schwebte eine andere Strategie gegenüber den Germanen vor: Er überließ sie ihren notorischen Adels- und Stammeskonflikten (internis discordiis)[108] und nutzte Geld, diplomatische Mittel und alte Kontakte (zum Beispiel zu dem Ampsivarierfürsten und Arminius-Gegenspieler Boiocalus), um Einfluss auf die Stammeswelt zu nehmen. Der Erfolg stellte sich rasch ein. Größere Machtblöcke innerhalb Germaniens hatten sich nach wenigen Jahren aufgelöst. Das Marbodreich zerfiel, als Marbod 18 n. Chr. ins römische Exil flüchtete. Arminius wurde 21 n. Chr. von den eigenen Verwandten ermordet, die die Aufrichtung einer Königsherrschaft im Stamm fürchteten.[109] Ein weiteres Argument des Tiberius dürfte das Primat der Donaugrenze gewesen sein. Ein starkes militärisches Engagement an der Donau erschien notwendiger als die Unterwerfung germanischer Stämme bis zur Elbe.[110] Die relative wirtschaftliche Unergiebigkeit Germaniens mag ebenfalls zur Entscheidung für den Abbruch des Krieges beigetragen haben.[111]

Die römische Öffentlichkeit

Tiberius nahm die Neuausrichtung der Germanienpolitik nicht im Verborgenen vor, wie die Forschung lange Zeit annahm. Bereits den Zeitgenossen war die Absage des Tiberius an weitere Eroberungsaktivitäten erkennbar.[112] Kommuniziert wurde die neue Linie zum Beispiel anlässlich der Totengedenken für Germanicus im Jahr 19 n. Chr. Auf der Tabula Siarensis sind die Kriegsziele nachträglich auf den Schutz Galliens und die Rache für die Varusniederlage reduziert. Tiberius nutzte die Gelegenheit, um die weitreichenden Kriegsziele des Augustus und des Germanicus nach deren Tod im Sinne seiner eigenen Vorstellungen umzudeuten.

Dennoch erhoffte sich die römische Öffentlichkeit noch jahrzehntelang die Eroberung Germaniens und registrierte sensibel alle Begebenheiten nördlich der Alpen.[113] Nachfolgende Kaiser nutzten die öffentliche Erwartungshaltung zu eigenen Zwecken. Der Germanicus-Sohn Caligula (Kaiser von 37 bis 41 n. Chr.) führte 39 n. Chr. einen Germanenfeldzug an, der jedoch nicht ernsthaft betrieben wurde (das eigentliche Ziel war die Niederschlagung einer Rebellion des Kommandeurs in Obergermanien). Auch Claudius (41 bis 54 n. Chr. im Amt), der Bruder des Germanicus, nutzte zunächst das Prestige seines prominenten Verwandten, musste allerdings rasch zurückrudern, um nicht zu hohe Erwartungen im Hinblick auf Germanien zu wecken. Er verbot schließlich Offensiven nach Germanien, ließ feste Steinlager am Rhein errichten und verlegte den strategischen Schwerpunkt auf Britannien. Domitian (Kaiser von 81 bis 96 n. Chr.) griff die Chatten an, führte einen Triumphzug für die angeblich erfolgreiche Eroberung Germaniens durch und nahm den Namen Germanicus an. Schließlich jedoch trieb er den Bau des Limes voran und verlegte Truppen an die wichtigere Donaugrenze. „Tam diu Germania vincitur“ („so lange schon siegen wir über Germanien“)[114] spottet Tacitus in seiner Germania über die Kaiser, die Eroberungen und Siege vorgaukelten.

Rezeption und Forschungsgeschichte

Die Beschäftigung mit dem römischen Erbe ist bereits für das Mittelalter belegt, beschränkte sich jedoch meist auf Mystifizierungen und „ausgeprägtes Fabulieren“.[115] Eine Ausnahme bildeten die Untersuchungen Ottos von Freising Mitte des 12. Jahrhunderts. Mächtigen Auftrieb erhielt die Beschäftigung mit der römisch-germanischen Vergangenheit durch die Entdeckung der Schrift Germania des Tacitus im Jahr 1455 und der Annalen 1507. Das Zeitalter der Renaissance in Deutschland erhielt eine germanische Note. Die Geschichte der Deutschen schien der römischen gleichrangig oder sogar überlegen – Kronzeuge war mit Tacitus ausgerechnet ein Römer. Die Gelehrten versuchten, die in den Annalen beschriebenen Stätten zu identifizieren und erhielten dabei Impulse von der Tabula Peutingeriana, der mittelalterlichen Kopie einer römischen Weltkarte.[116] Die Begeisterung für die Lokalisierung der Varusniederlage und anderer Schlachten blieb durch die Jahrhunderte ungebrochen. Lokalpatriotische Verortungsversuche dauern bis heute an und haben eine Fülle von Literatur hervorgebracht, zum Teil pseudowissenschaftlicher Natur.[117]

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Arminius-Rezeption. Die Eindeutschung „Arminius“ zu „Herrmann“ (Heer-Mann, dux belli) durch Luther erwies sich als wirkungsmächtig. Politische Instrumentalisierungen des Freiheitshelden folgten. Während des Ringens gegen das napoleonische Frankreich erhielt die Arminius-Begeisterung eine nationale Einfärbung. Nach 1871 konnten sich auch Wissenschaftler und Intellektuelle einer Mystifizierung des Themas nicht entziehen.[118]

Limeswanderweg

Das Jahr 1945 markiert einen Bruch in der Germanenforschung, der zu einem „schmerzhaften Lösungsprozess von tiefverwurzelten Vorstellungen“[119] führen sollte. Eine Zäsur bedeutete das Erscheinen von Dieter Timpes Arminius-Studien im Jahr 1970.[120] Timpe setzte den altverwurzelten Vorstellungen einer germanischen Volkserhebung die Meuterei germanischer Auxiliar-Einheiten unter der Führung eines römischen Ritters entgegen. Teils heftige Reaktionen waren die Folge. Auch wenn die Reduzierung des Varusaufstands auf eine Militärrevolte tatsächlich wohl zu kurz greift – Stammesbeschlüsse zur Unterstützung des Aufstandes lagen sicherlich vor[121] – leiteten die Arminius-Studien eine „neue Phase der sachbezogenen Beschäftigung“ ein.[119] Die sorgfältige Quelleninterpretation Timpes und das argumentative Niveau bildeten eine Grundlage weiterer wissenschaftlicher Beschäftigung.

Das Interesse an der römisch-germanischen Geschichte und insbesondere an den Augusteischen Germanenkriegen hat die breite Öffentlichkeit erfasst. Historische Romane legten den Fokus seit den 1960er Jahren auch auf die Akteure unterhalb der Ebene der Hauptpersonen.[122] Limeswanderwege, Museen oder Freilichtanlagen haben die römisch-germanische Vergangenheit einem breiten Publikum erschlossen. Eine Flut von Dokumentarfilmen, in denen spielfilmhafte Szenen mit Expertenaussagen wechseln, tragen ihr Übriges bei. Heute gehört die Arminius-Zeit zu den populärsten althistorischen Themen in Deutschland.[123]

Quellen

Quellenedition

  • Hans-Werner Goetz, Karl-Wilhelm Welwei: Altes Germanien. Auszüge aus den antiken Quellen über die Germanen und ihre Beziehungen zum römischen Reich. Teil 2 (= Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Band 1a), Darmstadt 1995.
  • Erich Heller: Tacitus Annalen. Übersetzt und erläutert von Erich Heller (1982). Einsprachige Ausgabe München 1991.
  • Dieter Kestermann (Hrsg.): Quellensammlung zur Varus-Niederlage. Sämtliche antike Texte zur Schlacht, in Latein, Griechisch, Deutsch. Horn 1992, ISBN 3-88080-063-4.
  • Rudolf Much: Die Germania des Tacitus. 3., beträchtl. erw. Aufl., Heidelberg 1967.
  • Lutz Walther (Hrsg.): Varus, Varus! Antike Texte zur Schlacht im Teutoburger Wald. Lateinisch-griechisch-deutsch. Reclam, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-15-018587-2.

Drusus-Feldzüge

  • Cassiodor, Chronica 746
  • Cassius Dio, Historia Romana Buch 54,32–34; 36,3; Buch 55,1–2; 6,1–3; 8,3
  • Eutrop, Breviarium ab urbe condita 7,9,1
  • Florus, Epitoma de Tito Livio bellorum omnium annorum DCC libri duo 2,30,21–30
  • Livius, Periochae 139–142
  • Orosius, Historiae adversum paganos 6,21,12–17
  • Ovid, Tristia 3,12,45–48
  • Plinius, Naturalis historia 11,55
  • Pseudo-Ovid, Consolatio ad Liviam 17–20; 271–272; 311–314; 384–392
  • Seneca, Consolatio ad Marciam 3,1
  • Strabon, Geographika 7,1,3–4
  • Sueton, Divus Augustus 21,1
  • Sueton, Divus Tiberius 9,2
  • Sueton, Divus Claudius 1,2–4
  • Tacitus, Annales Buch 1,3,5–6; Buch 2,7,2–3; 8,1; 14,4
  • Tacitus, Germania 30–34; 37
  • Tacitus, Historien 19,2
  • Velleius Paterculus, Historia Romana 2,97

immensum bellum

  • Cassius Dio, Historia Romana Buch 55,10a; 28
  • Sueton, Divus Tiberius 16,1
  • Velleius Paterculus, Historia Romana 2,104–107

Varusschlacht

  • Cassius Dio: Historia Romana Buch 56,18,1–56,24,5.
  • Florus, Epitoma de Tito Livio bellorum omnium annorum DCC libri duo 2,30,29–39.
  • Frontin, Strategemata 2,9,4; 3,15,4; 4,7,8
  • Manilius, Astronomica 1,896–903.
  • Seneca, Epistulae 47,10
  • Sueton, Divus Augustus 23
  • Sueton, Divus Tiberius 17,1.
  • Tacitus, Annales Buch 1,60,3 bis 62,1.
  • Velleius Paterculus, Historia Romana 2,117–119.

Germanicus-Feldzüge

  • Cassius Dio, Historia Romana Buch 54,33,3–4; Buch 56,18; 24,6; 25,2–3; Buch 57,6,1; 18,1
  • Ovid, Tristia 3,12,45–48; 4,2,1–2; 37–46
  • Strabon, Geographika 7,1,3–4
  • Sueton, Gaius 3,2
  • Sueton, Divus Tiberius 18–20
  • Tabula Siarensis, Fragment I, Zeile 12–15
  • Tacitus, Annales Buch 1,3,5–6; 31; 49–51; 55–72; Buch 2,5–26; 41; 88,2; Buch 13,55,1
  • Velleius Paterculus, Historia Romana 2,120–121; 122,2

Literatur

Monographien

  • Armin Becker: Rom und die Chatten. Darmstadt 1992.
  • Boris Dreyer: Arminius und der Untergang des Varus. Warum die Germanen keine Römer wurden. Stuttgart 2009.
  • Thomas Fischer: Gladius. Roms Legionen in Germanien. C.H. Beck, München 2020.
  • Klaus-Peter Johne: Die Römer an der Elbe. Das Stromgebiet der Elbe im geographischen Weltbild und im politischen Bewusstsein der griechisch-römischen Antike. Berlin 2006.
  • Marcus Junkelmann: Die Legionen des Augustus. Überarbeitete Auflage München 2015.
  • Gustav Adolf Lehmann: Imperium und Barbaricum. Neue Befunde und Erkenntnisse zu den römisch-germanischen Auseinandersetzungen im nordwestdeutschen Raum – von der augusteischen Okkupationsphase bis zum Germanen-Zug des Maximinus Thrax (235 n. Chr.). Wien 2011.
  • Klaus Tausend: Im Inneren Germaniens. Beziehungen zwischen den germanischen Stämmen vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr. (= Geographica Historica. Band 25). Stuttgart 2009.
  • Dieter Timpe: Der Triumph des Germanicus. Untersuchungen zu den Feldzügen der Jahre 14–16 n. Chr. in Germanien. Bonn 1968.
  • Dieter Timpe: Arminius-Studien. Heidelberg 1970.
  • Reinhard Wolters: Römische Eroberung und Herrschaftsorganisation in Gallien und Germanien. Zur Entstehung und Bedeutung der sogenannten Klientel-Randstaaten. Bochum 1990.
  • Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien. 1., durchgesehene, aktualisierte und erweiterte Auflage. C.H. Beck, München 2017, ISBN 978-3-406-69995-5 (Originalausgabe: München 2008; 2. durchgesehene Auflage: München 2009).
  • Reinhard Wolters: Die Römer in Germanien. 6. durchgesehene und aktualisierte Auflage. München 2011.

Aufsätze und Lexikon-Beiträge

  • Heinrich Beck et al. (Hrsg.): Germanen, Germania, germanische Altertumskunde (= RGA, Studienausgabe Die Germanen). Berlin 1998.
  • Jürgen Deininger: Germaniam pacare. Zur neueren Diskussion über die Strategie des Augustus gegenüber Germanien. In: Chiron. Band 30, 2000, S. 749–773.
  • Klaus Grote: Die römischen Militäranlagen der augusteischen Germanienfeldzüge und Hinweise auf spätere Vorstöße im Werra-Leine-Bergland rings um Hedemünden. In: Gustav Adolf Lehmann, Rainer Wiegels (Hrsg.): „Über die Alpen und über den Rhein…“. Beiträge zu den Anfängen und zum Verlauf der römischen Expansion nach Mitteleuropa. Berlin 2015, S. 191–224.
  • Peter Kehne: Limitierte Offensiven. Drusus, Tiberius und die Germanienpolitik im Dienste des augusteischen Prinzipats. In: Jörg Spielvogel (Hrsg.): Res publica reperta. Zur Verfassung und Gesellschaft der römischen Republik und des frühen Prinzipats. Festschrift für Jochen Bleicken zum 75. Geburtstag. Stuttgart 2002, S. 297–321.
  • Peter Kehne: Zur Strategie und Logistik römischer Vorstöße in die Germania: Die Tiberiusfeldzüge der Jahre 4 und 5 n. Chr. In: Johann-Sebastian Kühlborn u. a. (Hrsg.): Rom auf dem Weg nach Germanien. Geostrategie, Vormarschstraßen und Logistik. Internationales Kolloquium in Delbrück-Anreppen vom 4.–6.11.2004 (= Bodenaltertümer Westfalens. Band 45). Mainz 2008, S. 253–302.
  • Gustav Adolf Lehmann: Hedemünden und der althistorische Hintergrund. Die Ära der Drusus-Feldzüge. In: Klaus Grote, Gustav Adolf Lehmann (Hrsg.): Römerlager Hedemünden. Der augusteische Stützpunkt, seine Außenanlagen, seine Funde und Befunde (= Veröffentlichungen der archäologischen Sammlungen des Landesmuseums Hannover. Band 53). Dresden 2012, S. 280–299.
  • Patrick Reinhard: ...in formam paene stipendiariae redigeret provinciae. Rom und Germanien unter Caesar, Augustus und Tiberius. In: Kai Ruffing (Hrsg.): Germanicus. Rom, Germanien und die Chatten. W. Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-036756-2, S. 39–122.
  • Dieter Timpe: Drusus’ Umkehr an der Elbe. In: Rheinisches Museum für Philologie (RhMus). Band 110, 1967, S. 289–306.
  • Dieter Timpe: Römische Geostrategie im Germanien der Okkupationszeit. In: Johann-Sebastian Kühlborn et al. (Hrsg.): Rom auf dem Weg nach Germanien. Geostrategie, Vormarschstraßen und Logistik. Internationales Kolloquium in Delbrück-Anreppen vom 4.–6.11.2004 (= Bodenaltertümer Westfalens 45). Mainz 2008, S. 199–236.
  • Dieter Timpe: Die „Varusschlacht“ in ihren Kontexten. Eine kritische Nachlese zum Bimillennium 2009. In: Historische Zeitschrift. Band 294, 2012, S. 593–652.
  • Konrad Vössing et al. (Hrsg.): Die Germanen und das römische Reich. Historisch-archäologisches Lexikon (= Der neue Pauly, Supplemente 14). Metzler, Stuttgart 2017.

Sammelbände

  • Rudolf Aßkamp, Kai Jansen (Hrsg.): Triumph ohne Sieg. Roms Ende in Germanien. Zabern, Darmstadt 2017.
  • Ernst Baltrusch, Morten Hegewisch et al. (Hrsg.): 2000 Jahre Varusschlacht. Geschichte – Archäologie – Legenden (= Topoi. Berlin Studies of the Ancient World 7). Berlin/Boston 2012.
  • Bruno Krüger (Hrsg.): Die Germanen. Band 1. Berlin 1978.
  • Johann-Sebastian Kühlborn et al. (Hrsg.): Rom auf dem Weg nach Germanien. Geostrategie, Vormarschstraßen und Logistik. Internationales Kolloquium in Delbrück-Anreppen vom 4.–6.11.2004 (= Bodenaltertümer Westfalens 45). Mainz 2008.
  • Gustav Adolf Lehmann, Rainer Wiegels (Hrsg.): „Über die Alpen und über den Rhein…“. Beiträge zu den Anfängen und zum Verlauf der römischen Expansion nach Mitteleuropa. Berlin 2015.
  • Wolfgang Schlüter, Rainer Wiegels (Hrsg.): Rom, Germanien und die Ausgrabungen von Kalkriese. Osnabrück 1999.
  • Dieter Timpe: Römisch-germanische Begegnung in der späten Republik und frühen Kaiserzeit: Voraussetzungen – Konfrontationen – Wirkungen. Gesammelte Studien (Beiträge zur Altertumskunde, Band 233). München 2006.
  • Michael Zelle (Hrsg.): Terra incognita? Die nördlichen Mittelgebirge im Spannungsfeld römischer und germanischer Politik um Christi Geburt. Mainz 2008.

Literatur bis 1945

  • Otto Dahm: Die Feldzüge des Germanicus in Deutschland. In: Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst, Ergänzungsheft XI. Trier 1902.
  • Hans Delbrück: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte. 2. Teil: Die Germanen. Berlin 1902.
  • Paul Höfer: Der Feldzug des Germanicus im Jahre 16 n. Chr. Bernburg 1884.
  • Gerhard Kessler: Die Tradition über Germanicus. Dissertation, Franz Rosenthal, Berlin 1905 (online).
  • Friedrich Knoke: Die Kriegszüge des Germanicus in Deutschland. Berlin, 2., mehrfach umgearb. Auflage 1922.
  • Theodor Mommsen: Römische Geschichte. Band V, Die Provinzen von Caesar bis Diocletian. Berlin, 9. Aufl. 1929.

Anmerkungen

  1. Tacitus, Annales 2,88,2.
  2. Livius, periochae 139–142.
  3. Dieter Timpe: Römische Geostrategie im Germanien der Okkupationszeit. In: Johann-Sebastian Kühlborn u. a. (Hrsg.): Rom auf dem Weg nach Germanien. Geostrategie, Vormarschstraßen und Logistik. Internationales Kolloquium in Delbrück-Anreppen vom 4.–6.11.2004 (= Bodenaltertümer Westfalens. Band 45). Mainz 2008, S. 199–236, hier S. 208.
  4. Einige Forscher nennen sechs Legionen, z. B. Gustav Adolf Lehmann: Hedemünden und der althistorische Hintergrund. Die Ära der Drusus-Feldzüge. In: Klaus Grote, Ders. (Hrsg.): Römerlager Hedemünden. Der augusteische Stützpunkt, seine Außenanlagen, seine Funde und Befunde (= Veröffentlichungen der archäologischen Sammlungen des Landesmuseums Hannover. Band 53). Dresden 2012, 280–299, hier S. 282.
  5. Reinhard Wolters: „Tam diu Germania vincitur“. Römische Germanensiege und Germanensieg-Propaganda bis zum Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. (= Kleine Hefte der Münzsammlung an der Ruhr-Universität Bochum. Nr. 10/11). Bochum 1989, S. 33.
  6. Cassius Dio, Historia Romana 55,1,3. Übersetzung nach Hans-Werner Goetz, Karl-Wilhelm Welwei: Altes Germanien. Auszüge aus den antiken Quellen über die Germanen und ihre Beziehungen zum römischen Reich, Teil 2 (= Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Band 1a). Darmstadt 1995, S. 23.
  7. Livius, Periochae 142. Übersetzung Hans-Werner Goetz, Karl-Wilhelm Welwei: Altes Germanien. Auszüge aus den antiken Quellen über die Germanen und ihre Beziehungen zum römischen Reich, Teil 2 (= Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Band 1a). Darmstadt 1995, S. 35.
  8. Sueton, divus Tiberius 9,2.
  9. Peter Moeller: Drusus (maior). In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 6, Walter de Gruyter, Berlin/New York 1986, ISBN 3-11-010468-7, S. 204–215, hier S. 212.
  10. Dieter Timpe: Geschichte. In: Heinrich Beck u. a. (Hrsg.): Germanen, Germania, germanische Altertumskunde (= RGA, Studienausgabe „Die Germanen“). Berlin 1998, S. 2–65, hier S. 37.
  11. Velleius Paterculus, Historia Romana 2,104,2.
  12. Velleius Paterculus, Historia Romana 2,104,2. Übersetzung nach Hans-Werner Goetz, Karl-Wilhelm Welwei: Altes Germanien. Auszüge aus den antiken Quellen über die Germanen und ihre Beziehungen zum römischen Reich, Teil 2. Darmstadt 1995, S. 39.
  13. Klaus-Peter Johne: Die Römer an der Elbe. Das Stromgebiet der Elbe im geographischen Weltbild und im politischen Bewusstsein der griechisch-römischen Antike. Berlin 2006, S. 141.
  14. Kritisch hierzu jedoch Torsten Mattern: Regionale Differenzierungen in den augusteischen Germanienfeldzügen. In: Kai Ruffing, Armin Becker, Gabriele Rasbach (Hrsg.): Kontaktzone Lahn. Studien zum Kulturkontakt zwischen Römern und germanischen Stämmen. Wiesbaden 2010, S. 67–77, hier S. 71.
  15. Allgemein zur Frage nach dem geplanten und erreichten Grad der Provinzialisierung Germaniens durch die Römer Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien. 2. durchgesehene Auflage. München 2009, S. 71–75.
  16. Boris Dreyer: Orte der Varuskatastrophe und der römischen Okkupation in Germanien. Darmstadt 2014, S. 18. Cassius Dio berichtet, Varus sei bestrebt gewesen, die Germanen „schneller völlig umzuformen; er gab ihnen generell Befehle, als ob sie schon in Knechtschaft lebten, und trieb von ihnen Tribute ein (…); da ertrugen sie diese Behandlung nicht länger“. (Cassius Dio, 56,18,3–4. Übersetzung nach Hans-Werner Goetz, Karl-Wilhelm Welwei: Altes Germanien. Auszüge aus den antiken Quellen über die Germanen und ihre Beziehungen zum römischen Reich, Teil 2. Darmstadt 1995, S. 55.).
  17. Auch „Schlacht im Teutoburger Wald“ oder „Hermannsschlacht“, von römischen Schriftstellern als {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value) bezeichnet.
  18. Cassius Dio, Historia Romana 56,18,5; 56,19,3; Velleius Paterculus, Historia Romana 2,118,4.
  19. Cassius Dio, Historia Romana 56,18,5.
  20. Wolfgang Schlüter: Die Varusschlacht. Archäologische Forschungen in Kalkriese bei Osnabrück. In: Detlev Hopp, Charlotte Trümpler (Hrsg.): Die frühe römische Kaiserzeit im Ruhrgebiet. Kolloquium des Ruhrlandmuseums und der Stadtarchäologie/Denkmalbehörde in Zusammenarbeit mit der Universität Essen. Essen 2001, S. 17–24, hier S. 17.
  21. Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien. München, 2. durchges. Aufl. 2009, S. 129.
  22. Reinhard Wolters: Rache, Anspruch und Verzicht. Die römische Germanienpolitik nach der Varuskatastrophe. In: LWL-Römermuseum in Haltern am See (Hrsg.): 2000 Jahre Varusschlacht: Imperium. Stuttgart 2009, S. 210–216, hier S. 211.
  23. Corinna Scheungraber, Friedrich E. Grünzweig: Die altgermanischen Toponyme sowie ungermanische Toponyme Germaniens. Ein Handbuch zu ihrer Etymologie. In: Philologica Germanica. Band 34, Wien 2014, S. 191–193.
  24. 24,0 24,1 Gustav Adolf Lehmann: Imperium und Barbaricum. Neue Befunde und Erkenntnisse zu den römisch-germanischen Auseinandersetzungen im nordwestdeutschen Raum – von der augusteischen Okkupationsphase bis zum Germanen-Zug des Maximinus Thrax (235 n. Chr.). Wien 2011, S. 31. Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien. 1., durchgesehene, aktualisierte und erweiterte Auflage. München 2017, S. 37.
  25. Cassius Dio Historia Romana 53,19,2.
  26. Jürgen Deininger: Germaniam pacare. Zur neueren Diskussion über die Strategie des Augustus gegenüber Germanien. In: Chiron. Band 30, 2000, S. 749–773, hier S. 758–763.
  27. Vgl. Dieter Timpe: Zur Geschichte und Überlieferung der Okkupation Germaniens unter Augustus. In: Saeculum 18, 1967, S. 278–293. Kritisch hierzu: Boris Dreyer: Arminius und der Untergang des Varus. Warum die Germanen keine Römer wurden. Stuttgart 2009, S. 79f.
  28. Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien. 2. durchges. Auflage. München 2009, S. 49.
  29. Lothar Wierschowski: Non sexus, non aetas miserationem attulit (Tac. ann. 1, 51, 1). „Nicht Alter, nicht Geschlecht brachten Erbarmen“: Zur Kriegsführung der Römer in Germanien 14–16 n. Chr. In: Wolfgang Spickermann, Krešimir Matijević, Heinz Hermann Steenken (Hrsg.): Rom, Germanien und das Reich. Festschrift zu Ehren von Rainer Wiegels anlässlich seines 65. Geburtstages (= Pharos. Studien zur griechisch-römischen Antike. Band 18). Scripta Mercaturae Verlag, St. Katharinen 2005, ISBN 3-89590-159-8, S. 210–223.
  30. Klaus-Peter Johne: Die Römer an der Elbe. Das Stromgebiet der Elbe im geographischen Weltbild und im politischen Bewusstsein der griechisch-römischen Antike. Berlin 2006, S. 109–113.
  31. Zu innen- und machtpolitischen sowie persönlichen Motiven ausführlicher Überblick bei Boris Dreyer: Arminius und der Untergang des Varus. Warum die Germanen keine Römer wurden. Stuttgart 2009, S. 35–68.
  32. Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien. 2. durchgesehene Auflage. München 2009, S. 52. Grundlegend zum Thema: Peter Kehne: Limitierte Offensiven. Drusus, Tiberius und die Germanienpolitik im Dienste des augusteischen Prinzipats. In: Jörg Spielvogel (Hrsg.): Res publica reperta. Zur Verfassung und Gesellschaft der römischen Republik und des frühen Prinzipats. Festschrift für Jochen Bleicken zum 75. Geburtstag. Stuttgart 2002, S. 297–321.
  33. Vgl. Jürgen Deininger: Germaniam pacare. Zur neueren Diskussion über die Strategie des Augustus gegenüber Germanien. In: Chiron. Band 30, 2000, S. 749–773, hier S. 771.
  34. Jochen Bleicken: Augustus. Eine Biographie. Berlin 1998, S. 569.
  35. Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien. München, 2. durchges. Aufl. 2009, S. 52.
  36. Peter Kehne: Limitierte Offensiven. Drusus, Tiberius und die Germanienpolitik im Dienste des augusteischen Prinzipats. In: Jörg Spielvogel (Hrsg.): Res publica reperta. Zur Verfassung und Gesellschaft der römischen Republik und des frühen Prinzipats. Festschrift für Jochen Bleicken zum 75. Geburtstag. Stuttgart 2002, S. 297–321, hier S. 318.
  37. Klaus-Peter Johne: Die Römer an der Elbe. Das Stromgebiet der Elbe im geographischen Weltbild und im politischen Bewusstsein der griechisch-römischen Antike. Berlin 2006, S. 184.
  38. Armin Becker: Rom und die Chatten. Darmstadt 1992, S. 187.
  39. Peter Kehne: Literaturbericht – Zur Logistik des römischen Heeres von der mittleren Republik bis zum Ende der hohen Kaiserzeit (241 v.Chr.–235 n.Chr.): Forschungen und Tendenzen. In: Militargeschichtliche Zeitschrift 2004, Heft 1, S. 115–152, hier S. 273.
  40. Marcus Junkelmann: Die Legionen des Augustus. Überarbeitete Auflage München 2015, S. 140.
  41. Peter Kehne: Literaturbericht – Zur Logistik des römischen Heeres von der mittleren Republik bis zum Ende der hohen Kaiserzeit (241 v.Chr.–235 n.Chr.): Forschungen und Tendenzen. In: Militargeschichtliche Zeitschrift 2004, Heft 1, S. 115–152, hier S. 272.
  42. 42,0 42,1 Peter Kehne: Literaturbericht – Zur Logistik des römischen Heeres von der mittleren Republik bis zum Ende der hohen Kaiserzeit (241 v.Chr.–235 n.Chr.): Forschungen und Tendenzen. In: Militargeschichtliche Zeitschrift 2004, Heft 1, S. 115–152, hier S. 276.
  43. Tacitus, Annales 1,49,4.
  44. Tacitus, Annales 2,16,3.
  45. Tacitus, Annales 2,25,1.
  46. Friedrich Knoke: Die Kriegszüge des Germanicus in Deutschland. Berlin, 2., mehrfach umgearb. Auflage 1922, S. 368.
  47. Paul Höfer: Der Feldzug des Germanicus im Jahre 16 n. Chr. 2. Ausgabe Bernburg 1885, S. 68.
  48. Otto Dahm: Die Feldzüge des Germanicus in Deutschland. In: Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst, Ergänzungsheft XI. Trier 1902, S. 98.
  49. Hans Delbrück: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte. 2. Teil: Die Germanen. 3., neu durchgearbeitete und vervollständigte Auflage, Berlin 1921., S. 123.
  50. Wolfgang Jungandreas: Der Angrivarierwall. In: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur, Band 81, Heft 1/2 (1944), S. 1–22., hier S. 14.
  51. Klaus-Peter Johne: Die Römer an der Elbe. Das Stromgebiet der Elbe im geographischen Weltbild und im politischen Bewusstsein der griechisch-römischen Antike. Berlin 2006, S. 189.
  52. Peter Moeller: Drusus (maior). In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage, Band 6, 1986, S. 204–215, hier S. 212; siehe auch Heiko Steuer: Landschaftsorganisation, Siedlungsnetz und Dorfstruktur in der Germania in den Jahrzehnten um Christi Geburt. In: Gustav Adolf Lehmann, Rainer Wiegels (Hrsg.): „Über die Alpen und über den Rhein...“. Beiträge zu den Anfängen und zum Verlauf der römischen Expansion nach Mitteleuropa. Berlin 2015, S. 339–374, hier S. 339.
  53. Armin Becker: Germanicus und die Chatten. Waldgirmes und der Feldzug 15 n. Chr. In: Kommission für Archäologische Landesforschung in Hessen (Hrsg.): Chattenland. Forschungen zur Eisenzeit in Hessen. Otto-Herman Frey zum 80. Geburtstag gewidmet (= Berichte der Kommission für Archäologische Landesforschung in Hessen. Band 10, 2008/09). Rahden 2010, S. 47–56, hier S. 52.
  54. Stefan Burmeister: Aufstieg germanischer Kriegsherren. Interaktion von germanischem Kriegswesen und römischer Militärpolitik. In: Varusschlacht im Osnabr. Land GmbH (Hrsg.): 2000 Jahre Varusschlacht: Konflikt Stuttgart 2009, S. 392–403, hier S. 396.
  55. Reinhard Wolters: Fremdbilder. Der germanische Krieger aus der Sicht antiker Autoren. In: Varusschlacht im Osnabr. Land GmbH (Hrsg.): 2000 Jahre Varusschlacht: Konflikt. Stuttgart 2009, S. 83–88, hier S. 85.
  56. Heiko Steuer: Landschaftsorganisation, Siedlungsnetz und Dorfstruktur in der Germania in den Jahrzehnten um Christi Geburt. In: Gustav Adolf Lehmann, Rainer Wiegels (Hrsg.): „Über die Alpen und über den Rhein...“. Beiträge zu den Anfängen und zum Verlauf der römischen Expansion nach Mitteleuropa. Berlin 2015, S. 339–374, hier S. 340 und 365.
  57. Caesar, De bello Gallico 6,10,4 f.
  58. Strabon, Geographika 7,1,4.
  59. Tacitus, Annales 2,5,3.
  60. Johann Sebastian Kühlborn: Zwischen Herrschaftssicherung und Integration. Die Zeugnisse der Archäologie. In: Rainer Wiegels (Hrsg.): Die Varusschlacht. Wendepunkt der Geschichte? Stuttgart 2007, S. 65–94, hier S. 78.
  61. Heiko Steuer: Landschaftsorganisation, Siedlungsnetz und Dorfstruktur in der Germania in den Jahrzehnten um Christi Geburt. In: Gustav Adolf Lehmann, Rainer Wiegels (Hrsg.): „Über die Alpen und über den Rhein...“. Beiträge zu den Anfängen und zum Verlauf der römischen Expansion nach Mitteleuropa. Berlin 2015, S. 339–374, hier S. 366.
  62. Helmut Jäger: Die naturgeographischen Verhältnisse im Gebiet der Germania zur taciteischen Zeit. In: Günter Neumann, Henning Seemann (Hrsg.): Beiträge zum Verständnis der Germania des Tacitus, Teil II (= Abhandlungen d. Akad. d. Wiss. zu Göttingen, Phil.-Hist Klasse, Folge 3, 195). Göttingen 1992, S. 124–152, hier S. 143.
  63. Tacitus, Annales 1,56,2.
  64. Peter Kehne: Literaturbericht – Zur Logistik des römischen Heeres von der mittleren Republik bis zum Ende der hohen Kaiserzeit (241 v.Chr.-235 n.Chr.): Forschungen und Tendenzen. In: Militargeschichtliche Zeitschrift 2004, Heft 1, S. 115–152, hier S. 270f.
  65. Den Nahrungsmittelbedarf einer Legion ohne Auxilien (6.000 Mann) veranschlagt Christoph Schäfer nach Polybios (Polyb. 6,39,13; SB III,6,967; 9,248) und Papyrus Oxyrhynchus IV,735 mit 4,2 Tonnen pro Tag bzw. 126 Tonnen pro Monat (Christoph Schäfer: Alte und neue Wege. Die Erschließung Germaniens für die römische Logistik. In: LWL-Römermuseum in Haltern am See (Hrsg.): 2000 Jahre Varusschlacht – Imperium. Stuttgart 2009, S. 203–209, hier S. 206). Peter Kehne geht von knapp einem Kilogramm pro Mann und Tag aus. (Peter Kehne: Literaturbericht – Zur Logistik des römischen Heeres von der mittleren Republik bis zum Ende der hohen Kaiserzeit (241 v.Chr.-235 n.Chr.): Forschungen und Tendenzen. In: Militargeschichtliche Zeitschrift 2004, Heft 1, S. 115–152, hier S. 274).
  66. Peter Kehne: Literaturbericht – Zur Logistik des römischen Heeres von der mittleren Republik bis zum Ende der hohen Kaiserzeit (241 v.Chr.-235 n.Chr.): Forschungen und Tendenzen. In: Militargeschichtliche Zeitschrift 2004, Heft 1, S. 115–152, hier S. 274.
  67. Gustav Adolf Lehmann: Hedemünden und der althistorische Hintergrund. Die Ära der Drusus-Feldzüge. In: Klaus Grote, Ders., (Hrsg.): Römerlager Hedemünden. Der augusteische Stützpunkt, seine Außenanlagen, seine Funde und Befunde (= Veröffentlichungen der archäologischen Sammlungen des Landesmuseums Hannover. Band 53). Dresden 2012, S. 280–299, hier S. 285.
  68. vgl. Gustav Adolf Lehmann: Hedemünden und der althistorische Hintergrund. Die Ära der Drusus-Feldzüge. In: Klaus Grote, Ders., (Hrsg.): Römerlager Hedemünden. Der augusteische Stützpunkt, seine Außenanlagen, seine Funde und Befunde (= Veröffentlichungen der archäologischen Sammlungen des Landesmuseums Hannover. Band 53). Dresden 2012, S. 280–299, hier S. 291.
  69. Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien. München, 2. durchges. Aufl. 2009, S. 42.
  70. Christoph Schäfer: Alte und neue Wege. Die Erschließung Germaniens für die römische Logistik. In: LWL-Römermuseum in Haltern am See (Hrsg.): 2000 Jahre Varusschlacht – Imperium. Stuttgart 2009, S. 203–209, hier S. 207. Grundlegend zur römischen Versorgung in Germanien Peter Kehne: Literaturbericht – Zur Logistik des römischen Heeres von der mittleren Republik bis zum Ende der hohen Kaiserzeit (241 v. Chr.-235 n. Chr.): Forschungen und Tendenzen. In: Militargeschichtliche Zeitschrift 2004, Heft 1, S. 115–152.
  71. Christoph Schäfer: Alte und neue Wege. Die Erschließung Germaniens für die römische Logistik. In: LWL-Römermuseum in Haltern am See (Hrsg.): 2000 Jahre Varusschlacht – Imperium. Stuttgart 2009, S. 203–209, hier S. 206.
  72. Tacitus, Annales 2,5.
  73. Tacitus, Annales 1,59; 2,15.
  74. Dieter Timpe: Der Triumph des Germanicus. Untersuchungen zu den Feldzügen der Jahre 14–16 n. Chr. in Germanien. Bonn 1968., S. 4.
  75. Stefan Burmeister: Aufstieg germanischer Kriegsherren. Interaktion von germanischem Kriegswesen und römischer Militärpolitik. In: Varusschlacht im Osnabr. Land GmbH (Hrsg.): 2000 Jahre Varusschlacht: Konflikt Stuttgart 2009, S. 392–403, hier S. 394.
  76. Klaus Tausend: Im Inneren Germaniens. Beziehungen zwischen den germanischen Stämmen vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr. (= Geographica Historica. Band 25). Stuttgart 2009, S. 88.
  77. Klaus Tausend: Im Inneren Germaniens. Beziehungen zwischen den germanischen Stämmen vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr. (= Geographica Historica. Band 25). Stuttgart 2009, S. 79.
  78. Tacitus, Annales 1,59,4–6; 2,15,3; 2,88.
  79. Tacitus, Annales 2,9,3, Übersetzung Hans-Werner Goetz, Karl-Wilhelm Welwei: Altes Germanien. Auszüge aus den antiken Quellen über die Germanen und ihre Beziehungen zum römischen Reich, Teil 2 (= Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Band 1a). Darmstadt 1995, S. 101.
  80. 80,0 80,1 Tacitus, Annales 1,59,6.
  81. Tacitus, Annales 1,59,5.
  82. Tacitus, Annales 1,59,4.
  83. Tacitus, Annales 2,10,1, Übersetzung Erich Heller: Tacitus Annalen. Übersetzt und erläutert von Erich Heller (1982). Einsprachige Ausg. München 1991, S. 87.
  84. M. Springer: Kriegswesen, II. Historisches. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage, Band 17, 2000, S. 336–343, hier S. 337.
  85. Cassius Dio Historia Romana 56,21,4.
  86. Cassius Dio Historia Romana 56,22,3.
  87. Tacitus, Annales 1,65,6.
  88. Tacitus, Annales 2,24,3.
  89. Tacitus, Annales 12,27,3.
  90. Michael Meyer: hostium aviditas. Beute als Motivation germanischer Kriegsführung. In: Ernst Baltrusch, Morten Hegewisch et al. (Hrsg.): 2000 Jahre Varusschlacht. Geschichte – Archäologie – Legenden (= Topoi. Berlin Studies of the Ancient World 7). Berlin/Boston 2012, S. 151–161, S. 158.
  91. Günter Stangl: Bevölkerungsgrößen germanischer Stämme im 1. Jh. n. Chr. In: Klaus Tausend: Im Inneren Germaniens. Beziehungen zwischen den germanischen Stämmen vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr. (= Geographica Historica. Band 25). Stuttgart 2009, S. 227–253, hier S. 230.
  92. Hans Delbrück: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte. 2. Teil: Die Germanen. 3., neu durchgearbeitete und vervollständigte Auflage, Berlin 1921, S. 14.
  93. Heiko Steuer: Truppenstärken. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage, Band 29, 2005, S. 274–283., hier S. 277.
  94. Angaben nach Günter Stangl: Bevölkerungsgrößen germanischer Stämme im 1. Jh. n. Chr. In: Klaus Tausend: Im Inneren Germaniens. Beziehungen zwischen den germanischen Stämmen vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr. (= Geographica Historica. Band 25). Stuttgart 2009, S. 227–253, hier S. 236 f.
  95. Die Ampsivarier dürften Verbündete Roms gewesen sein (vgl. Tacitus, Annalen 13,55,1), doch möglicherweise sind sie gleichzusetzen mit dem bei Strabon genannten Stamm der „Ampsaner“ (Strabon, Geographika 7,1,4). Aus diesem wurden auf dem Triumphzug des Germanicus (17 n. Chr.) Gefangene mitgeführt, was für eine Gegnerschaft des Stammes während der Germanicus-Feldzüge spricht.
  96. vgl. Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien. München, aktualisierte Auflage 2017, S. 122.
  97. 97,0 97,1 97,2 97,3 97,4 vgl. Klaus-Peter Johne: Die Römer an der Elbe. Das Stromgebiet der Elbe im geographischen Weltbild und im politischen Bewusstsein der griechisch-römischen Antike. Berlin 2006, S. 137.
  98. 98,0 98,1 Aufgrund verderbter Überlieferung ist es unsicher, ob die Cananefaten oder die Chamaver beteiligt waren.
  99. Armin Becker: Germanicus und die Chatten. Waldgirmes und der Feldzug 15 n. Chr. In: Kommission für Archäologische Landesforschung in Hessen (Hrsg.): Chattenland. Forschungen zur Eisenzeit in Hessen. Otto-Herman Frey zum 80. Geburtstag gewidmet (= Berichte der Kommission für Archäologische Landesforschung in Hessen. Band 10, 2008/09). Rahden 2010, S. 47–56, hier S. 51 f.
  100. 100,0 100,1 100,2 100,3 nach Strabon, Geographika 7,1,4.
  101. 101,0 101,1 101,2 Möglicherweise handelt es sich bei den Landern und Marsern um unterschiedliche Bezeichnungen für die nach 8 v. Chr. rechtsrheinisch verbliebenen Reste der Sugambrer. Vgl. Klaus-Peter Johne: Die Römer an der Elbe. Das Stromgebiet der Elbe im geographischen Weltbild und im politischen Bewusstsein der griechisch-römischen Antike. Berlin 2006 und Klaus Tausend: Im Inneren Germaniens. Beziehungen zwischen den germanischen Stämmen vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr. (= Geographica Historica. Band 25). Stuttgart 2009, S. 26.
  102. Klaus-Peter Johne: Die Römer an der Elbe. Das Stromgebiet der Elbe im geographischen Weltbild und im politischen Bewusstsein der griechisch-römischen Antike. Berlin 2006, S. 100.
  103. Umsiedlung eines großen Teils des Stammes auf linksrheinisches Gebiet durch Tiberius 8 v. Chr.
  104. Klaus Tausend: Im Inneren Germaniens: Beziehungen zwischen den germanischen Stämmen vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr. Stuttgart 2009, S. 21.
  105. Boris Dreyer: Arminius und der Untergang des Varus. Warum die Germanen keine Römer wurden. Stuttgart 2009, S. 190.
  106. Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien. München, 2. durchges. Aufl. 2009, S. 168.
  107. 107,0 107,1 Peter Kehne: Germanicus. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage, Band 11, 1998, S. 438–448, hier S. 444.
  108. Tacitus, Annales 2,26,3.
  109. Boris Dreyer: Arminius und der Untergang des Varus. Warum die Germanen keine Römer wurden. Stuttgart 2009, S. 189.
  110. Dieter Timpe: Römische Geostrategie im Germanien der Okkupationszeit. In: Johann-Sebastian Kühlborn et al. (Hrsg.): Rom auf dem Weg nach Germanien. Geostrategie, Vormarschstraßen und Logistik. Internationales Kolloquium in Delbrück-Anreppen vom 4.-6.11.2004 (= Bodenaltertümer Westfalens 45). Mainz 2008, S. 199–236, hier S. 229.
  111. Jürgen Deininger: Flumen Albis. Die Elbe in Politik und Literatur der Antike (= Berichte aus den Sitzungen der Joachim Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften, Jg. 15, 1997, Heft 4), Göttingen 1997, S. 37.
  112. Boris Dreyer: Arminius und der Untergang des Varus. Warum die Germanen keine Römer wurden. Stuttgart 2009, S. 187.
  113. Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien. München, 2. durchges. Aufl. 2009, S. 203. Ausführliche Darstellung bei Boris Dreyer: Arminius und der Untergang des Varus. Warum die Germanen keine Römer wurden. Stuttgart 2009, S. 183–211
  114. Tacitus, Germania 37, Übersetzung Arno Mauersberger: Tacitus Germania. Zweisprachige Ausgabe (1942). Auflage Köln 2013, S. 113.
  115. Reinhard Wolters: Die Römer in Germanien. 6. durchges. u. aktual. Auflage München 2011, S. 111.
  116. Reinhard Wolters: Die Römer in Germanien. 6. durchges. u. aktual. Auflage München 2011, S. 112.
  117. Boris Dreyer: Arminius und der Untergang des Varus. Warum die Germanen keine Römer wurden. Stuttgart 2009, S. 243.
  118. Boris Dreyer: Orte der Varus-Katastrophe und der römischen Okkupation in Germanien. Der historisch-archäologische Führer. Darmstadt 2014, S. 104.
  119. 119,0 119,1 Reinhard Wolters: Die Römer in Germanien. 6. durchges. u. aktual. Auflage München 2011, S. 116.
  120. Dieter Timpe: Arminius-Studien. Heidelberg 1970.
  121. Boris Dreyer: Orte der Varus-Katastrophe und der römischen Okkupation in Germanien. Der historisch-archäologische Führer. Darmstadt 2014, S. 107.
  122. Boris Dreyer: Orte der Varus-Katastrophe und der römischen Okkupation in Germanien. Der historisch-archäologische Führer. Darmstadt 2014, S. 108.
  123. Boris Dreyer: Orte der Varus-Katastrophe und der römischen Okkupation in Germanien. Der historisch-archäologische Führer. Darmstadt 2014, S. 109.

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