Volcae


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Karte von Gallien (58 v. Chr.).

Die Volcae (deutsch Volker oder auch Volken genannt, von den Germanen Welsche genannt) waren ein keltisches Volk der Antike. Die Volcae hatten ihr ursprüngliches Kerngebiet zwischen Rhein, Leine und Main und im Thüringer Wald. Die vorrückenden Germanen verdrängten und assimilierten die Volcae um 500 v. Chr. Verdrängte Volcae siedelten in Aquitanien und assimilierten die autochthonen iberischen und ligurischen Stämme; sie wurden ein bedeutendes gallisches Volk.

Die Germanen bezeichneten alle Kelten nach dem Stamm der Volcae als *walhoz (siehe Welsche). Caesar verwendete ihn dann zur Abgrenzung von den Galliern. Hinter dieser Verwendung stand Caesars Absicht, sagen zu können, alle Gallier besiegt zu haben. Laut Caesar siedelten sie im herkynischen Wald, der zu Caesars Zeiten den Schwarzwald bis Thüringer Wald, Erzgebirge und Böhmerwald sowie die Karpaten mit einschloß. Dies gilt als Beweis, dass zur Zeitenwende die keltische Kultur in Mitteleuropa noch Bedeutung hatte. In den folgenden Jahrhunderten wurden die Volcae romanisiert und gingen in der kelto-romanischen Kultur auf. Ihnen werden zahlreich ausgegrabene Münzen namens Regenbogenschüsselchen zugeschrieben.

Unterschieden werden:

  • Volcae Tectosages (tektosagische Volker oder Tektosagen); Zentrum Tolosa
  • Volcae Arecomices um Nîmes
  • herkynische Volcae

Eine umstrittene Hypothese bringt die Volcae mit der versuchten Plünderung des Orakels von Delphi und der teilweisen Zerstörung des Tempels des Apollo 279 v. Chr. in Verbindung. Demnach waren die Volcae Teil der drei Heere, die unter dem keltischen Heerführer Brennus (nicht zu verwechseln mit Brennus, der 387 v. Chr. Rom plünderte!) Makedonien, Illyrien und Griechenland überrannten (Senonen, Elvier = südliche Protohelvetier und Gaesaten = Volcae und andere). Die Beute wurde in Rom als Gold von Tolosa bekannt und im Nationalheiligtum aufbewahrt, in dessen heiligem Teich der Schatz von 15.000 Talenten oder 110.000 Pfund Silber und 5.000 Pfund Gold versenkt war.

Die Tektosagen kamen 278 v. Chr. als Söldner nach Kleinasien und ließen sich in der Gegend des heutigen Ankara nieder. Sie nannten sich hier Galater. Vermutet wird auch, dass dies die Nachkommen der Völker waren, die 100 Jahre zuvor in Griechenland eingedrungen waren.

Quintus Servilius Caepio, der die Volcae-Koalition im Jahr 105 v. Chr. zermalmte, hob tatsächlich den Schatz, wofür ihn der Sage nach die Götter mit einer Niederlage in einer Schlacht gegen die Kimbern straften.

Der Volcae-Begriff wurde später auch als historischer Oberbegriff verwendet, der auch Helvetier und Boier einschließt.


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