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Pintadera


Pintadere der Cucuteni-Kultur

Eine Pintadera (plur. Pintadere) ist ein zumeist aus Ton gefertigter Stempel, der im westmediterranen Raum, seit vorgeschichtlicher Zeit, zur Verzierung von Kleidern, Keramik, Brot vielleicht auch der Haut verwendet wurde.

Diese Art Stempel wird immer wieder bei der Ausgrabung bronzezeitlicher Siedlungen gefunden (z. B. Genna Maria und Serra Orrios auf Sardinien). Die ältesten Stücke stammen vermutlich bereits aus dem Neolithikum Norditaliens („Vaso a bocca quadrata“-Kultur) und verbreiteten sich im zirkumalpinen Raum. So wurden Pintadere auch in der Feuchtbodensiedlung von Bad Buchau[1] gefunden. Pintadere waren noch im 20. Jahrhundert auf Sardinien in Gebrauch (sind es vielleicht noch heute) und wurden in jüngerer Zeit besonders zur Gestaltung von Backwerk etc. benutzt. Über Afrika gelangte sie auf die Kanarischen Inseln.

Derzeit wird eine Diskussion darüber geführt, ob die norditalienischen und balkanischen Brotlaibidole auch als Pintadere anzusehen sind.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 4, S. 51

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