Petsophas

Überreste des Gipfelheiligtums

Petsophas ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bezeichnet ein ehemaliges minoisches Gipfelheiligtum in der Gemeinde Sitia im Osten der griechischen Insel Kreta. Das 1903 von John L. Myres ausgegrabene Heiligtum wurde von der mittelminoischen Phase MM I bis in die spätminoische Phase SM I (etwa 2100–1460 v. Chr.) genutzt und gehörte zum Hinterland der minoischen Siedlung von Roussolakkos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Lage und Beschreibung

Hügelrücken des Petsofas

Das Gipfelheiligtum befand sich auf 231 Metern Höhe nordöstlich des mit 268 Meter höchsten Punktes des Hügelrückens Petsofas.[1] Es lag ungefähr 950 Meter südöstlich von Roussolakkos in der Ebene von Palekastro und etwa 800 Meter südwestlich des Strandes Bondalaki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)) an der Ostküste Kretas am Levantischen Meer. Unterhalb eines zerklüfteten Kalksteinkamms, der an der Nordseite steil abfällt, ist eine winkelige Terrassenwand erhalten, die von der Südecke aus zwei bzw. fünf Meter lang ist. Innerhalb dieser Struktur gab es einen gepflasterten Boden aus Schieferplatten und eine Bank.

Zusammengesetzte Kulthörner
Votivfiguren vom Petsophas

Bei den Ausgrabungen unter John L. Myres wurden Brandspuren entdeckt, die von rituellen Feuern stammen könnten. Zudem erkannte Myres verschiedene Phasen der Nutzung des Heiligtums. Auf ihn geht auch die Benennung als peak sanctuary, also Gipfelheiligtum, zurück.[2]

Bei den zahlreichen Fundstücken handelte es sich um Votivgaben, wie sie später auch in anderen Gipfelheiligtümern ausgegraben wurden. Meist handelte es sich um Terrakotta-Statuetten in Form von männlichen und weiblichen, stehenden oder sitzenden Figuren, aber auch verschiedene Körperteile, die auf einen Heilkult weisen, und Tiernachbildungen. Unter letzteren gab es Rinder, Schafe, Hunde, Vögel (vielleicht Tauben), Wildziegen, Marder und Nashornkäfer.[3] Außerdem fanden sich zusammengesetzte Kulthörner aus Kalkmörtel,[4] Bruchstücke steinerner Gefäße und Lampen, bronzene Votivmesser und zwei Stücke von Libationsgefäßen mit Inschriften in Linearschrift A.[5]

Literatur

  • Ingeborg Witzmann: Bronzezeitliche feststehende Altäre auf Kreta. Diplomarbeit, Universität Wien 2009, S. 69–71 (PDF; 28,2 MB)
  • Gernot Heinrich: Minoische Höhenheiligtümer. In: Melissa Vetters (Hrsg.): Das minoische Kreta (Kreta-Exkursion 01.05.2017–12.05.2017, Teil 1). Universität Salzburg, Salzburg 2017, Petsophas, S. 75 (Digitalisat [PDF; 7,6 MB; abgerufen am 20. Januar 2018]).

Einzelnachweise

  1. Monika Zacher: Possible Minoan Crete Proto-Palatial Communications Infrastructure of Palaces and Peak Sanctuaries with Gavdos and Malaxa. Peak Sanctuaries (Elevation – Meters), Nr. 42. minoer.net, 3. Februar 2012, abgerufen am 18. Januar 2018.
  2. Monika Zacher: Gipfel- und Höhenheiligtümer. Forschungsgeschichte. minoer.net, 3. Februar 2012, abgerufen am 18. Januar 2018.
  3. Angeliki Pilali-Papasteriou: Die bronzenen Tierfiguren aus Kreta (= Prähistorische Bronzefunde. Abteilung I, Band 3). Beck, München 1985, ISBN 978-3-406-30241-1, Tierstatuetten als Votivgaben: Bergheiligtümer, S. 150–151 (Leseprobe [abgerufen am 18. Januar 2018]).
  4. Composite horns of consecration. Ministry of Culture and Sports, 2007, abgerufen am 18. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 149: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  5. Stefan Hiller: Das minoische Kreta nach den Ausgrabungen des letzten Jahrzehnts (= Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse. Band 330). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1977, ISBN 978-3-7001-0176-5, S. 168.

Weblinks

Commons: Petsophas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Palaikastro: Petsofas 1. In: Digital Crete: Archaeological Atlas of Crete. Foundation for Research and Technology-Hellas (FORTH), Institute for Mediterranean Studies; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 149: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • Alexandros Roniotis: Petsofas. CretanBeaches, abgerufen am 18. Januar 2018.
  • Fundstücke. users.uoi.gr, 19. Dezember 2014, abgerufen am 18. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 149: attempt to index field 'data' (a nil value), PDF, 1009,2 KB).
  • Πετσοφάς. (PDF) Minoan peak sanctuaries: building a cultural landscape using GIS. 20. September 2015, abgerufen am 18. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 149: attempt to index field 'data' (a nil value), 1773,02 KB).

Koordinaten: 35° 11′ 13,4″ N, 26° 16′ 43,4″ O

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