Wigerig (auch Wigeric, Wigerich) war ein Metallhandwerker der Merowingerzeit im späten 6./ frühen 7. Jahrhundert.

Er ist einzig durch die Nennung seines Namens in der lateinischen Inschrift auf der Rückseite einer reich dekorierten, silbervergoldeten Bügelfibel bekannt. Die Inschrift lautet „WIGERIG EET“, wohl Verschreibung für „WIGERIG FET“ (FET statt „FECIT“, „hat gemacht“).

Die Fibel wurde in 1881 einem reich ausgestatteten alamannischen Grab einer Frau in einem Reihengräberfeld in Wittislingen (Landkreis Dillingen an der Donau, Schwaben) gefunden. Als sie um die Mitte des 7. Jahrhunderts in dieses Grab gelangte, war sie bereits ein „Altstück“. Sie wurde wahrscheinlich in einer rheinischen Werkstatt zwischen Worms und Köln vor der Mitte des 7. Jahrhunderts angefertigt. Die Fibel bildet sowohl in künstlerischer Hinsicht wie durch ihre Herstellersignatur ein Einzelstück.

Literatur

  • Joachim Werner: Das alamannische Fürstengrab von Wittislingen (= Münchener Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte 2). C. H. Beck, München 1950, S. 15–23. 65–72 Taf. 1–2 (Lesung der Inschrift von Bernhard Bischoff).
  • Klaus Düwel: Runische und Lateinische Epigraphik. In: Klaus Düwel (Hrsg.): Runische Schriftkultur in kontinental-skandinavischen und -angelsächsischen Wechselbeziehungen. De Gruyter, Berlin/New York 1994, S. 274–275
  • Raymund Gottschalk: Wigeric. In: Rainer Vollkommer (Hrsg.): Künstlerlexikon der Antike. Band 2. K. G. Saur, München / Leipzig 2004, ISBN 3-598-11412-5, S. 518.

Weblinks