Iardanos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist in der griechischen Mythologie ein König in Lydien.

Er war der Vater der lydischen Königin Omphale,[1] die Herakles als Sklaven kaufte und später heiratete. Eine Sklavin des Iardanos galt als Mutter der lydischen Herakleiden,[2] zu denen zum Beispiel Akeles zählt.

Laut Nikolaos von Damaskus wurde Iardanos verdächtigt, den lydischen König Kamblitas aus Feindseligkeit verzaubert oder durch Gift verwirrt zu haben. Als Folge entwickelte Kamblitas eine solche Gefräßigkeit, dass er schließlich seine eigene Frau verspeiste.[3]

Literatur

  • Heinrich Wilhelm Stoll: Iardanos 1. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,1, Leipzig 1894, Sp. 58 f. (Digitalisat).
  • Ludolf Malten: Iardanos 3. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band IX,1, Stuttgart 1914, Sp. 749 f. (Digitalisat).
  • Tino Shahin: Angst vor dem Kannibalen: Zum Motiv der Anthropophagie in der Universalgeschichte des Nikolaos von Damaskus (FGrHist 90 F 1–102). In: Frankfurter elektronische Rundschau zur Altertumskunde. Ausgabe 35, 2018, S. 50–59 (Digitalisat).

Anmerkungen

  1. Diodor 4,31; Palaiphatos 44; Ovid, Heroides 9,103; Bibliotheke des Apollodor 2,6,3; Musaios, Hero und Leander 151.
  2. Herodot 1,7,4.
  3. Nikolaos von Damaskus, FHG 3,372,28; FGrHist 90 F 22; zum Kannibalismus des Iardanos siehe Tino Shahin: Angst vor dem Kannibalen: Zum Motiv der Anthropophagie in der Universalgeschichte des Nikolaos von Damaskus (FGrHist 90 F 1–102). In: Frankfurter elektronische Rundschau zur Altertumskunde. Ausgabe 35, 2018, S. 50–59.