Gertrud Dorka


Gertrud Dorka (* 19. März 1893 in Orlau im Landkreis Neidenburg; † 14. Februar 1976 in Berlin) war eine deutsche Lehrerin und Prähistorikerin. Sie war die erste Direktorin eines deutschen Museums.

Leben und Werk

Gertrud Dorka besuchte die Höhere Mädchenschule und wurde anschließend in Ostpreußen zur Lehrerin ausgebildet. 1914 kam sie nach Berlin, wurde in Pankow angestellt und besuchte nebenher Vorlesungen an der Berliner Universität zur Vor- und Frühgeschichte, u. a. bei Albert Kiekebusch, dem späteren Leiter des Märkischen Museums. Sie wurde 1936 an der Universität Kiel bei Gustav Schwantes promovierte, konnte aber keine Stelle antreten, da sie den hierfür notwendigen Eintritt in die NSDAP ablehnte. Sie ging deshalb nach Pankow zurück und wirkte dort bis August 1947 als Lehrerin.

Gertrud Dorka organisierte ihre erste Ausstellung zu vor- und frühgeschichtlichen Themen im Jahr 1926. Mit Wirkung zum 1. September 1947 wurde sie zur Direktorin des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Ost-Berlin, das sie bis zum 31. März 1958 leitete. Während dieser Zeit waren die Kriegsschäden zu beheben, was darauf hinauslief, zahlreiche verschüttete Funde zum zweiten Mal zu bergen und zu sichern. Gleichzeitig war sie Leiterin des Referats für Bodendenkmalpflege von Groß-Berlin.

1961 publizierte Dorka eine erste systematische Übersicht zu den frühgeschichtlichen Funden im Berliner Bezirk Neukölln.

In Berlin ist der Gertrud-Dorka-Weg in Rudow nach ihr benannt.

Literatur

  • Adriaan von Müller: Gertrud Dorka: 80 Jahre. In: Adriaan von Müller, Alfred Kernd’l (Hrsg.): Ausgrabungen in Berlin. 3/1972, S. 5.
  • Das Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte. Festschrift zum 175-jährigen Bestehen. In: Acta praehistorica et archaeologica 36/37, Berlin 2005, S. 527–528

Weblinks

  • Gertrud-Dorka-Weg. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)

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