Gerhard Anton Langmann (* 27. Oktober 1932 in Wien; † 4. August 2001 ebenda) war ein österreichischer Archäologe.

Er studierte seit 1953 Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Altphilologie an der Universität Wien, wo er 1958 bei Hedwig Kenner mit der Arbeit Die Archäologie des Bundeslandes Salzburg promoviert wurde. Seit 1960 war er Mitarbeiter des Österreichischen Archäologischen Instituts und Mitarbeiter an der Ausgrabungen von Ephesos. 1978 ernannte ihn die türkische Stadt Selçuk zum Ehrenbürger. Von 1986 bis zum Ruhestand 1994 war er Direktor des Österreichischen Archäologischen Instituts. Seit 1982 war er Honorarprofessor für Provinzialrömische Archäologie an der Universität Wien. Langmann wurde am Dornbacher Friedhof bestattet (Gruppe 12, Nr. 13A).

Literatur

  • Peter Scherrer: In memoriam Gerhard Langmann. In: Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Instituts 70, 2001, S. 7–8.
  • Fritz Fellner, Doris A Corradini: Österreichische Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon. Wien / Köln / Weimar 2006, S. 250.

Die News der letzten Tage

17.05.2022
Sprache | Primaten
Schimpansen kombinieren Rufe zu einer Vielzahl von Lautsequenzen
Verglichen mit dem menschlichen Sprachgebrauch erscheint Tierkommunikation einfach, doch unklar blieb bisher, wie sich unsere Sprache aus einem so einfachen System entwickelt haben könnte.
12.05.2022
Genetik | Nach_der_Eiszeit | Wanderungen
Genetische Herkunft der ersten Bauern der Welt geklärt
Der genetische Ursprung der ersten Ackerbauern im Neolithikum schien lange Zeit im Nahen Osten zu liegen.
12.05.2022
Gehirn
Das bewusstlose Gehirn ist alles andere als stumm
Die Grosshirnrinde gilt als zentrale Hirnregion für bewusste Verarbeitung: Während einer Vollnarkose wird dieser Bereich jedoch nicht lahmgelegt.
12.05.2022
Genetik | Erdgeschichte
Der Ursprung des Lebens: Eine neue Weltsicht
Chemiker schlagen ein neues Konzept vor, eine Mischung aus RNA-Molekülen und Peptiden brachten die Evolution hin zu komplexeren Lebensformen in Gang.
10.05.2022
Aufrechter Gang | Gehirn | Australopithecus
Schwierige Geburt und kognitive Fähigkeiten des Menschen sind Folge des aufrechten Ganges
Beim Menschen ist die Geburt schwieriger und schmerzhafter als bei Menschenaffen: Lange nahm man an, dass dies auf das grosse Gehirn und die engen Verhältnisse im mütterlichen Becken zurückgeht.
05.05.2022
Sprache | Gehirn | Kultur
Wie unser Gehirn die Veränderung von Sprache beeinflusst
Unsere Sprache verändert sich ständig: Wissenschafter*innen haben herausgefunden, dass jene Lautmuster, die häufig in unserer Sprache vorkommen, über Jahrhunderte hinweg noch häufiger wurden.