Gaston Maspero


Gaston Maspero

Gaston Camille Charles Maspero (* 23. Juni 1846 in Paris; † 30. Juni 1916 in Paris) war ein französischer Ägyptologe.

Gaston Maspero war Sohn lombardischer Einwanderer und besuchte zunächst das Lycée Louis-le-Grand in Paris. 1865 bis 1867 studierte er an der École normale supérieure. 1867 lernte er Auguste Mariette kennen, der ihm Hieroglyphentexte zum Studium überließ. Er wurde 1869 an der École des Hautes Études zum Professor für Ägyptologie ernannt. Seit 1874 war Maspero Professor für ägyptische Philologie und Archäologie am Collège de France.

1880 reiste er erstmals im Auftrag einer französischen archäologischen Mission nach Ägypten ins Tal der Könige. 1881, nach Mariettes Tod, wurde Maspero zu dessen Nachfolger im ägyptischen Service des Antiquités de l'Égypte und des Bulaq-Museums ernannt, dem heutigen Ägyptischen Museum in Kairo. Dieses Amt leitete er zunächst bis 1886, dann wieder von 1899 bis zu seinem Ruhestand 1914. 1883 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres gewählt.

Im Laufe seines Lebens forschte er in ganz Ägypten. Mit Emil Brugsch entdeckte er die ersten Pyramidentexte (1881), war bei der Auffindung der Königsmumien in Deir el-Bahari im Amt (Cachette von Deir el-Bahari) und organisierte den wissenschaftlichen Altertumsdienst in Ägypten. Die erste Katalogisierung der Objekte im Ägyptischen Museum Kairo führte er durch und veröffentlichte sie in 50 Bänden.

Sein Sohn Henri wurde ein berühmter Sinologe, sein Sohn Jean Papyrologe.

Publikationen (Auswahl)

  • 1871: Une Enquête judiciaire à Thébes au temps de la XXe dynastie (Publikation des Papyrus Abbott)
  • 1882: Les Contes populaires de l'Égypte ancienne
  • 1883: La Trouvaille de Deir el-Bahari
  • 1894: Les Inscriptions des pyramides de Saqqarah
  • 1893 - 1916 Études de mythologie et d'archéologie Égyptienne in 8 Bänden

Literatur

Weblinks

 <Lang> Commons: Gaston Maspero – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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