Florentianus war ein fränkischer maior domus (Hausmeier) in Austrien um 589.

Über seine Herkunft und Jugend ist nichts bekannt. Um das Jahr 581 ist er als Gesandter zum Suebenkönig Miro in Galicien belegt.[1] Im Jahr 589 schickte König Childebert II. Florentianus, den maior domus reginae (Hausmeier der Königin Brunichild) und Romulfus, seinen comes palatii (etwa Pfalzgraf), als disciptores (Steuereinschätzer) nach Poitiers und Tours.[2] Am 4. Juli, dem Festtag des Hl. Martin, wurden sie Zeugen einer Heilung und Florentianus berichtete Gregor von Tours von Wundern in Galicien von denen ihm König Miro erzählt hatte.[1] Gregor erreichte von König Childebert Steuerfreiheit seiner Stadt und Florentianus kehrte nach Austrien zurück.[2]

Quellen

  • Gregor von Tours, Historiae
  • Gregor von Tours, Miraculorum libri VIII, Mir. S. Mart.

Literatur

  • John R. Martindale: Prosopography of the Later Roman Empire, Bd. 3a. University Press, Cambridge 1992, ISBN 0-521-20160-8, S. 487–488.

Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 Gregor von Tours, Mir. S. Mart., IV,6-7
  2. 2,0 2,1 Gregor von Tours, Historiae IX,30

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