Großsteingräber bei Teutendorf

Großsteingräber bei Teutendorf
Großsteingräber bei Teutendorf (Mecklenburg-Vorpommern)
Koordinaten 54° 3′ 46,9″ N, 12° 26′ 48,7″ OKoordinaten: 54° 3′ 46,9″ N, 12° 26′ 48,7″ O
Ort Sanitz, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Entstehung 3500 bis 2800 v. Chr.
Sprockhoff-Nr. 367

Die Großsteingräber bei Teutendorf waren fünf megalithische Grabanlagen der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur bei Teutendorf, einem Ortsteil von Sanitz im Landkreis Rostock (Mecklenburg-Vorpommern). Heute ist nur noch ein Grab vorhanden. Es trägt die Sprockhoff-Nummern 367. Die restlichen Anlagen wurden im späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert zerstört.

Lage

Das erhaltene Grab 1 befindet sich etwa 800 m ostsüdöstlich von Teutendorf auf einem Feld. Robert Beltz erwähnt noch drei weitere, heute restlos zerstörte Anlagen, ein Ortsakteneintrag eine vierte. Die Lage dieser Gräber ist nicht bekannt. 1,1 km nordöstlich von Grab 1 befinden sich die Großsteingräber bei Stormstorf, 2,4 km südöstlich das Großsteingrab Tessin.

Beschreibung

Zeichnung von Grab 1 nach Schlie

Grab 1 besaß nach Friedrich Schlie in den 1890er Jahren eine Hügelschüttung von 33 m Umfang. Darauf stand eine ovale Umfassung, die laut seiner Umzeichnung noch aus 17 Steinen bestand. Darin befand sich eine Grabkammer mit fünf bzw. sechs Wandsteinen an den Langseiten, einem erhaltenen Abschlussstein und drei erhaltenen Decksteinen. Maße und Ausrichtung des Grabes sind nicht angegeben. Heute sind nur noch die Hügelschüttung und der Rest eines Wandsteins erhalten. Ewald Schuldt deutete die Anlage aufgrund von Schlies Zeichnung als Ganggrab.

Die zerstörten Gräber werden lediglich als „Hünenbetten“ bezeichnet. Genauere Informationen zu ihren Maßen, ihrer Ausrichtung und den Grabtypen liegen nicht vor.

Literatur

  • Hans-Jürgen Beier: Die megalithischen, submegalithischen und pseudomegalithischen Bauten sowie die Menhire zwischen Ostsee und Thüringer Wald. Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas 1. Wilkau-Haßlau 1991, S. 5.
  • Robert Beltz: Die steinzeitlichen Fundstellen in Meklenburg. In: Jahrbuch des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 64, 1899, S. 98 (Online).
  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. Band 1. 2. Aufl., Schwerin 1898, S. 450 (Online).
  • Ewald Schuldt: Dolmen und Ganggräber an der Recknitz. Museum für Ur- und Frühgeschichte, Schwerin 1966.
  • Ewald Schuldt: Die mecklenburgischen Megalithgräber. Untersuchungen zu ihrer Architektur und Funktion. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1972, S. 118.
  • Ernst Sprockhoff: Atlas der Megalithgräber Deutschlands. Teil 2: Mecklenburg – Brandenburg – Pommern. Rudolf-Habelt Verlag, Bonn 1967, S. 21.

Weblinks

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