Ein Blatt des Morkinskinna-Manuskripts

Die Morkinskinna ist eine altnordische Königssaga, die die Geschichte der norwegischen Könige von etwa 1025 bis 1157 erzählt. Die Saga wurde auf Island um 1220 geschrieben und ist in einer Handschrift aus der Zeit um 1275 erhalten geblieben. Der Name Morkinskinna bedeutet "verschimmeltes Pergament" und ist ursprünglich der Name des Manuskript-Buchs, in dem die Saga erhalten geblieben ist. Das Buch selbst, GKS[1] 1009 fol, befindet sich derzeit in der Dänischen Königlichen Bibliothek in Kopenhagen. Sie wurde im Jahr 1662 von Þormóður Torfason (Tormod Torfæus) aus Island nach Dänemark gebracht. Im Jahr 2000 wurde die Saga von Theodore Murdock Andersson und Kari Ellen Gade in die englische Sprache übersetzt.

Inhalt

Die Saga beginnt im Jahr 1025 oder 1026 und bricht in der erhaltenen Handschrift im Jahre 1157, nach dem Tod von König Sigurd II. ab. Ursprünglich wird die Saga länger gewesen seien und möglicherweise bis ins Jahr 1177 reichen, so wie die Erzählungen Fagrskinna und Heimskringla, die die Morkinskinna als eine ihrer Quellen verwenden. Neben der Haupt-Saga wird der Text mit Zitaten aus verschwenderisch eingestreuten skaldischen Versen (etwa 270 Strophen)[2] ergänzt und enthält eine Reihe von kurzen isländischen Märchen, die als Þættir bekannt sind[3]

Quellen

  • Finnur Jónsson (Hrsg.): Morkinskinna. Kopenhagen: Samfund til udgivelse af gammel nordisk litteratur (1932) online (PDF; 19,5 MB).
  • Ármann Jakobsson, Þórður Ingi Guðjónsson (Hrsg.): Morkinskinna I–II. Íslenzk fornrit 23–24. Reykjavík: HID íslenzka fornritafélag (2011).
  • Theodore Murdock Andersson, Kari Ellen Gade (Übers.): Morkinskinna: The Earliest Icelandic Chronicle of the Norwegian Kings (1030–1157). Islandica 51 (2000). ISBN 0-8014-3694-X

Literatur

  • Ármann Jakobsson, "Den kluntede afskriver:. Finnur Jónsson og Morkinskinna" Opuscula 11 (2003): 289–306.
  • Ármann Jakobsson, "Staður í nýjum Heimi. Konungasagan Morkinskinna." Reykjavík: Háskólaútgáfan, 2002.
  • Ármann Jakobsson, "The Amplified Saga: Structural Disunity in Morkinskinna." Medium Aevum 70.1 (2001): 29–46.
  • Ármann Jakobsson: "The Individual and the Ideal: The Representation of Royalty in Morkinskinna." Journal of English und Germanic Philology 99.1 (2000): 71–86.
  • Ármann Jakobsson: "Rundt om kongen En genvurdering af Morkinskinna." Maal og Minne 1 (1999): 71–90
  • Ármann Jakobsson, "King and Subject in Morkinskinna." Skandinavistik 28 (1998): 101–117.
  • Gustav Indrebø: "Harald haardraade in Morkinskinna." In: Festskrift til Finnur Jónsson, hrsg. Johannes Brøndum-Nielsen et al. Kopenhagen: Levin & Munksgaard, 192. 173–80.
  • Marianne Kalinke: "Sigurðar Saga jórsalafara:. The Fictionalization of Fact in Morkinskinna", Scandinavian Studies 56.2 (1984): 152–67.
  • Odd Sandaaker: "Agrip og Morkinskinna. Teksthistoriske randnotar." Maal og Minne (1996). 31–56.

Weblinks

Anmerkungen

  1. GKS: Den Gamle Kongelige Samling (dt. „die alte königliche Sammlung“)
  2. Siehe hierzu die Website "Scaldic Poetry of the Scandinavian Middle Ages" (Memento des Originals vom 25. September 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/abdn.ac.uk
  3. Zur Natur und Funktion dieser þættir in der Morkinskinna siehe Ármann Jakobsson, "The Amplified Saga."

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