Latinus Silvius ist in der römischen Mythologie ein Nachkomme von Aeneas und vierter König von Alba Longa.

Sein Vorgänger war sein Vater Aeneas Silvius (nach Titus Livius und Diodor[1]), nach Ovid ist er der Sohn des Silvius. Er regierte 51 Jahre lang. Legt man die von Dionysios von Halikarnassos angegebenen Regierungszeiten mit einer Rückrechnung vom traditionellen Jahr der Gründung Roms zugrunde, so entspricht das den Jahren 1081 bis 1030 v. Chr.

Er war nach Diodor ein machtvoller Herrscher, sowohl was die inneren Angelegenheiten betraf, als auch im Krieg. Der legendären Überlieferung nach war er Gründer zahlreicher Städte, namentlich: Tibur, Praeneste, Gabii, Tusculum, Cora, Pometia, Lanuvium, Labici, Scaptia, Satricum, Aricia, Tellenae, Crustumerium, Caenina, Fregellae, Cameria, Medullia und Boilum.[1]

Sein Nachfolger war sein Sohn Alba Silvius.

Quellen

  • Livius, Ab urbe condita 1,3.
  • Ovid, Metamorphosen 14,609–621. Fasti 4 Praefatio.
  • Dionysios von Halikarnassos, Antiquitates Romanae 1,71.

Literatur

  • Emil Aust: Latinus Silvius. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,2, Leipzig 1897, Sp. 1915 (Digitalisat).
  • Conrad Trieber: Zur Kritik des Eusebios. I. Die Königstafel von Alba Longa. In: Hermes. 29. Band, Heft 1 (1894), S. 124–142 (online).

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Diodor 7,5,9.

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