Kaspar Waser


Kaspar Waser

Kaspar Waser (* 1. September 1565; † 9. September 1625) war ein reformierter Theologe und Orientalist in Zürich.[1]

Kaspar Waser wurde 1593 Pfarrer in Witikon, 1596 Diakon am Grossmünster und Professor für Hebräisch. Um 1607 wurde er Chorherr und Professor für Griechisch und 1611 schliesslich Professor der Theologie am Collegium Carolinum, der theologischen Hochschule Zürichs.

Seine fast zehnjährige Ausbildung erwarb er sich in Nürnberg, Heidelberg, Genf, Basel, Leyden, England, Schottland und Irland sowie Italien.

Politisch setzte er sich für eine Verbindung Zürichs mit der deutschen protestantischen Union und der Republik Venedig ein und plädierte für den Anschluss an das Bündnis der Eidgenossenschaft mit Frankreich. Er unterstützte die Teilnahme Zürichs an der Synode von Dordrecht.

Er war verheiratet mit Dorothea Simler, der Tochter Josias Simlers und der Vater des späteren Bürgermeisters Johann Heinrich Waser und seinem Bruder Antistes Johann Caspar Waser (1612–1677).

Werke

Er verfasste Grammatiken des Hebräischen, des Chaldäischen und des Syrischen sowie Monographien über semitische Münzen und Masse. Neben verschiedenen theologischen Schriften setzte Waser die Chronik von Johannes Stumpf von 1586 bis 1606 fort und übersetzte mathematische Schriften von Leonhard Zubler (1563–1611) ins Lateinische [2]. Sein theologisches Hauptwerk, das Lexicon biblicum, blieb unvollendet.

Einzelnachweise

  1. Norbert Domeisen. Caspar Waser (1. September 1565 – 9. September 1625)
  2. Fabrica et Usus Instrumenti Chorographici und Novum Instrumentum Geometricum.

Literatur

  • Emil Egli: Kaspar Waser. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 41, Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 227 f.

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