Karl Stadie


Karl Stadie (* 1847; † 5. April 1924) war ein deutscher General und Heimatforscher.

Leben

Stadie war bis 1900 aktiver Offizier und wurde mit dem Charakter eines Oberstleutnants aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges trat er wieder in das Heer ein und wurde zum Oberst und Kommandeur eines Artilleriepark-Kommandos ernannt. Nach Kriegsende wurde er zum Generalmajor befördert.

Seit 1894 gehörte Stadie der Altertumsgesellschaft Prussia an. Nach seiner Verabschiedung aus dem Militärdienst übersiedelte er nach Königsberg und widmete sich ganz der Altertumsforschung. 1902 wurde er Vorstandsmitglied der Altertumsgesellschaft Prussia, die ihn später auch zum Ehrenmitglied ernannte. Neben der Flurnamenforschung und genealogischen Arbeiten befasste er sich besonders mit der Erforschung der ostpreußischen Bodendenkmäler. Er nahm selbst zahlreiche Ausgrabungen und Untersuchungen vor, deren Fundberichte er teilweise in den Sitzungsberichten der Gesellschaft veröffentlichte. Wichtige Funde machte er in den Kreisen Angerburg, Darkehmen, Pr. Eylau, Fischhausen, Gerdauen, Goldap, Neidenburg, Ragnit und Rastenburg, darunter die Ausgrabung kaiserzeitlicher Gräberfelder in Gruneiken und Alt- und Neu-Bodschwingken. In der Warnicker Forst konnte er, gestützt auf Vorarbeiten von Heinrich Kemke, über 70 bronzezeitliche Hügelgräber feststellen.

Stadie starb im April 1924 und wurde auf dem Friedhof in Georgenwalde beigesetzt, wo er seit 1910 wohnhaft war.

Veröffentlichungen

  • Beiträge zur Fischerei aus Ostpreußens Vergangenheit. In: Altpreußische Forschungen 2/1925, S. 47-58
  • Die Perkuhner. Ein altpreußisches Freiengeschlecht. In: Prussia 26 (1926), S.3-109
  • Jagdliches aus Ostpreußens Vorzeit. In: Prussia 26 (1926), S. 111-189

Literatur

  • Heinrich Kemke: Zur Erinnerung an General Stadie. In: Prussia. Zeitschrift der Altertumsgesellschaft Prussia 26 (1926), S. VII-XI

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