Haimon-Maler


Herakles kämpft mit einer Amazone. Lekythos, frühes 5. Jh.v. Chr. Aus Gela, heute im Museo archeologico regionale di Palermo

Als Haimon-Maler wird ein attischer Vasenmaler bezeichnet, der im schwarzfigurigen Stil in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. tätig war.

Peleus vergewaltigt Thetis auf einem Mastoid des Haimon-Malers oder in seiner Art. Heute im Cabinet des médailles de la Bibliothèque nationale de France

Der Haimon-Maler war ein Nachfolger des Edinburgh-Malers und jüngerer Zeitgenosse des Sappho-Malers und des Diosphos-Malers. Er verzierte vor allem kleinere und schlankere Lekythen im schwarzfigurig-weißgrundigen Stil. Bei seinen Lekythen war die Verzierung mit zwei ausgesparten Streifen im unteren schwarz gedeckten Teil des Gefäßes üblich. Die Bildfelder sind häufig von Zweigen durchzogen. Die Figuren in den Bildfeldern wirken nicht selten ziellos agierend und sind recht schlank gehalten. Wurden die schalenförmigen Mündungen der Lekythen bis dahin immer ausladender, veränderte sich die Form der Mündungen nun plötzlich zu einem hohen, konkav geformten Profil (sogenannte „Schornstein-Lekythen“). Der Haimon-Maler war einer der ersten Künstler, die diese neue Form verzierten. Er war der führende Vasenmaler in und namensgebend für die Haimon-Gruppe. Seinen eigenen Notnamen bekam er nach Haimon, dem letzten Opfer der Sphinx. Eine kleine Gruppe von Choes zeigen rote Figuren im sixschen Stil, die jedoch keine Detailritzungen aufweisen.

Literatur

Weblinks


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