Detlev Kreikenbom (* 16. Juni 1951 in Berlin) ist ein deutscher Klassischer Archäologe.

Detlev Kreikenbom studierte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Freien Universität Berlin sowie der Sapienza Universität von Rom Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Kunstgeschichte. Er promovierte 1987 in Kiel bei Konrad Schauenburg mit der Arbeit Griechische und römische Kolossalporträts bis zum späten ersten Jahrhundert nach Christus. Danach wurde er Mitarbeiter im Liebieghaus in Frankfurt am Main, später in der Schirn Kunsthalle Frankfurt. Seit 1991 war er zunächst Lehrbeauftragter, von 1992 bis 1995 Gastprofessor am Winckelmann-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. 1996 war er als Gastprofessor an der Universität zu Köln. Seit 1998 lehrt er als Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Kreikenboms Forschungsschwerpunkte sind die griechische und römische Plastik sowie die Rezeption antiker Plastik in der Neuzeit und die Fach- und Forschungsgeschichte. Feldforschungen führt er in Leptis Magna durch, zudem ist er Projektleiter des Projektes Roman Sculptures from Syria. Kreikenbom ist Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.

Schriften

  • Bildwerke nach Polyklet. Kopienkritische Untersuchungen zu den männlichen statuarischen Typen nach polykletischen Vorbildern ; "Diskophoros", Hermes, Doryphoros, Herakles, Diadumenos, Mann, Berlin 1990 (Schriften des Liebieghauses) ISBN 3-7861-1623-7
  • Griechische und römische Kolossalporträts bis zum späten ersten Jahrhundert nach Christus, de Gruyter, Berlin-New York 1992 (Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts. Ergänzungsheft 27) ISBN 3-11-013253-2
  • Arabische Christen - Christen in Arabien (Hrsg.), Lang, Frankfurt am Main u.a. 2007 (Nordostafrikanisch-westasiatische Studien, Bd. 6) ISBN 978-3-631-55040-3

Weblinks


Diese Artikel könnten dir auch gefallen


Die News der letzten 14 Tage 1 Meldungen

Knochen des Tages
STS 56
STS 56

Australopithecus africanus

Elemente: L. UM2-M3

Sterkfontein , Südafrika