August Preuner


August Preuner (* 14. September 1832 in Öhringen; † 15. September 1906 in Greifswald) war ein deutscher Klassischer Archäologe, der als Professor an der Universität Greifswald wirkte (1866–1903).

Leben

August Preuner studierte Philologie, Archäologie und Theologie an der Universität Tübingen, seit 1853 als Stipendiat der freiherrlich v. Palmschen Stiftung. Bereits als Student bearbeitete er im Auftrag des Professors Ernst Christian Walz den Katalog der Bronzeskulpturen im Besitz der Universität, der 1858 erschien. Am 2. Januar 1859 wurde er promoviert. Nach dem Probejahr am Stuttgarter Gymnasium habilitierte sich Preuner an der Universität Tübingen für Klassische Archäologie und arbeitete als Privatdozent, bis er 1866 als außerordentlicher Professor für Archäologie und Alte Geschichte an die Universität Greifswald berufen wurde. Später (vor 1873) wurde er zum ordentlichen Professor ernannt. Im akademischen Jahr 1880/1881 war er Rektor der Universität. Er hielt Vorlesungen bis zu seiner Emeritierung (1903).

In seiner Tübinger Zeit beschäftigte sich Preuner mit der Göttin Hestia/Vesta, zu deren Kult und Wesen er mehrere Abhandlungen veröffentlichte. Während seiner Greifswalder Zeit verfasste er kleinere archäologische Schriften (über die Venus von Milo und den Palatin). Bedeutender war seine Bemühung um die Abgusssammlung der Universität, die er durch Neukäufe und die Erschließung neuer Räume vergrößerte.

Der Epigraphiker Erich Preuner (1867–1935) war sein Sohn.

Literatur

  • Chronik der Königlichen Universität Greifswald für das Jahr 1906/1907. Greifswald 1907.
  • Thomas Schäfer: U. v. Wilamowitz-Moellendorf, August Preuner und die Archäologie in Greifswald. In: William M. Calder u. a. (Hrsg.): Wilamowitz in Greifswald. Hildesheim, Olms 2000, S. 299–340.

Weblinks

 Wikisource: August Preuner – Quellen und Volltexte


Vorgänger Amt Nachfolger
Karl Franz Häberlin Rektor der Universität Greifswald
1880
Leonard Landois

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