Bertramz / CC BY 3.0

Assuan


Sunu ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum französischen Fußballspieler siehe Gilles Sunu.
Assuan in Hieroglyphen
S29E34
N35
W24
Z7
T11O49

Sunu / Swenu
Swnw
Sunu, Swenu
Griechisch Συήνη Syène
Koptisch Swān
Aswan,NE.jpg
Nördliche Wohnviertel der Stadt Assuan

Assuan (arabisch ‏أسوان‎ Aswān, Eswan; koptisch ⲥⲟⲩⲁⲛ Swān) ist eine ägyptische Stadt (106 Meter über NHN) am östlichen Ufer des Nils unterhalb des ersten Katarakts. Sie ist die Hauptstadt des nach ihr benannten Gouvernements Assuan und mit über 281.000 Einwohnern (Berechnung: 2010)[1] nach Luxor, Asyut und Fayyum die viertgrößte Stadt Oberägyptens. Assuan ist die südlichste Stadt Ägyptens, das Verwaltungsgebiet des Gouvernements reicht bis hinter Abu Simbel an die Grenze des Sudan.

Der Name der Stadt geht auf das altägyptische Swnw (Sunu; Swenu) zurück,[2] was „Handel“ bedeutet.[3] In der ptolemäischen Epoche wurde daraus der altgriechische Name Συήνη (Syène), unter der römischen Herrschaft das lateinische Syene oder Siene.[4] Über das abgeleitete koptische Swān hat sich der Stadtname in Form des arabischen Aswān bis heute erhalten.

Geografie

Geografische Lage

Assuan (Ägypten)
Assuan
Assuan
Lage in Ägypten

Assuan liegt an der Südostseite einer Flussbiegung des Nils, etwa 13 Kilometer nördlich des 5250 km² großen Nassersees. Der See entstand infolge des Anstauens des Nilwassers durch den nach der Stadt benannten Assuan-Hochdamm. Zwischen dem Hochdamm und dem Stadtgebiet befindet sich sechs Kilometer südwestlich von Assuan die alte Staumauer des Assuan-Staudamms. Von dieser bis Assuan umfließt der Nil einige Inseln, deren nördlichste, Elephantine und die Kitchener-Insel, heute zur Stadt gehören. Das Stadtgebiet östlich des Nils erstreckt sich bei einer Ost-West-Ausdehnung von 2,5 Kilometer auf einer Länge von 5 Kilometer entlang des Flusses von Nord nach Süd. Im Osten schließt sich die Arabische Wüste, westlich des Nils die Libysche Wüste an. Landwirtschaftlich nutzbare Flächen befinden sich nahe Assuan ausschließlich nördlich der Stadt auf schmalen Streifen beiderseits des Flusses.

Blick Richtung Assuan über die Insel Elephantine

Die Stadt Assuan verdankt ihre Bedeutung der Lage unterhalb des ersten Katarakts des Nils. Von hier aus war der Fluss in Richtung Unterägypten schiffbar. Die Katarakte, durch Blöcke und Felsriegel gegliederte Stromschnellen, behinderten die Weiterfahrt nach Süden, so dass Assuan als Anlaufpunkt der Handelskarawanen aus Nubien zu einem wichtigen Umschlag- und Handelsplatz wurde. Durch den Bau der Staudämme sind die Stromschnellen heute nicht mehr in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild vorhanden. Mittlerweile wandelte sich Assuan zu einer Stadt der Verwaltung und des Tourismus, auch wenn der Handel noch eine Rolle spielt und der Granit- und Erzabbau, die Chemische Industrie mit überwiegender Verarbeitung von Stickstoffsalzen (Düngemittel) und der Hochdamm Arbeitsplätze bieten. Das Verwaltungsgebiet des Gouvernements Assuan reicht entlang des Nils 120 Kilometer nach Norden bis hinter Edfu und etwa 270 Kilometer nach Südwesten beiderseits des Nassersees bis zur sudanesischen Grenze.

Assuan ist Endpunkt der Bahnlinie von Qina, die über Luxor, Esna, Edfu und Kom Ombo verläuft. Der Assuan-Hochdamm ist dabei an das Schienennetz mit angeschlossen.[5] Der Hauptbahnhof befindet sich etwa 400 Meter vom Nil entfernt im nördlichen Stadtbereich nahe dem Markt (Souk). Neben den Straßen am Nil entlang nach Norden bestehen weitere, zum Teil unbefestigte Straßenverbindungen auf beiden Seiten des Nassersees und in Richtung des 225 Kilometer entfernten Roten Meeres. Der Flughafen der Stadt, Assuan International, liegt sechs Kilometer westlich des Assuan-Hochdamms in der Libyschen Wüste. Eine wichtige Verkehrsader für Assuan bleibt jedoch der Nil, auf dem die für den Tourismus wichtigen Flussreiseschiffe von Luxor verkehren und der Frachtverkehr nach Unterägypten abgewickelt wird. Die Anlegestellen der auf dem Nil verkehrenden Kreuzfahrtschiffe liegen innerhalb der Stadt entlang des gesamten östlichen Nilufers.

Stadtbild

Uferstraße Corniche el-Nil
Reste der arabischen Altstadt

Am östlichen Nilufer, gegenüber der Insel Elephantine, verläuft die Corniche el-Nil, eine Uferpromenade mit Touristenrestaurants und den Anlegestellen für die Kreuzfahrt- und Ausflugsschiffe. Am Südende der Uferstraße steht das 1902 erbaute Old Cataract Hotel, das Agatha Christie als Romanschauplatz diente. Das Geschäftszentrum und die touristische Fußgängerzone von Assuan befinden sich in den Parallelstraßen östlich der Corniche. Die Stadt erstreckt sich nach Süden durch neue Wohnblocks, die sich in den Wüstenhügeln im Südosten zu Trabantensiedlungen ausweiten.

Von der mittelalterlichen arabischen Altstadt im östlichen Teil der Innenstadt sind nur noch geringe Baureste in schlechtem Zustand auszumachen. Nach Osten erobert eine informelle Siedlung mit teilweise nicht befahrbaren, engen Verkehrswegen die Hügel. Auf der Insel Elephantine wird unter schattenspendenden Bäumen auf kleinen Parzellen traditioneller Bewässerungsfeldbau betrieben, die dort als „traditionelles nubisches Dorf“ bezeichnete Siedlung möchte ein Klischee bedienen und hat mit einem solchen nichts zu tun.

Klima

Regen ist in Assuan sehr selten und kann über Jahrzehnte ausbleiben. Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge beträgt nur etwa ein Millimeter und fällt hauptsächlich, wie schon im Alten Ägypten im Mai.

Kurze Zeit später beginnt in Äthiopien die Regenzeit, die den Nil ab Anfang Juni anschwellen lässt; im August erreicht der Nil seinen Höchststand und der Assuan-Stausee wird wieder aufgefüllt. Mit den nachlassenden Niederschlägen, Mitte September in Äthiopien, erreicht der Nil ab Ende Oktober wieder sein normales Niveau. Der Wasserstand des Nil wurde in der Antike mit Nilometern gemessen, wie einer in der Nähe des Chnum-Tempels auf Elephantine zu sehen ist. Seit dem Staudammbau bleiben flussabwärts sowohl die Nilfluten, als auch der früher mittransportierte und für die Landwirtschaft notwendige fruchtbare Nilschlamm aus.

Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen um 34 Grad Celsius werden im Juli erzielt, doch können auch vereinzelt Temperaturen bis 45 Grad Celsius erreicht werden. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei ca. 26 Grad Celsius. Das Klima ist jedoch durch die trockene Hitze angenehm erträglich.

Assuan
Klimadiagramm
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11
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Asswan, Egypt: Climate, Global Warming, and Daylight Charts and Data, BBC Weather – Average Conditions; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Assuan
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 21,0 24,9 29,5 35,0 38,7 41,0 41,0 40,3 38,5 38,2 28,3 24,2 Ø 33,4
Min. Temperatur (°C) 8,1 10,3 13,8 19,1 23,0 25,2 26,3 26,0 23,6 20,3 14,7 10,8 Ø 18,5
Temperatur (°C) 15,3 17,5 21,8 27,0 31,4 33,5 33,6 33,2 31,2 27,7 21,5 16,9 Ø 25,9
Niederschlag (mm) 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Σ 0
Sonnenstunden (h/d) 9,6 10,0 10,4 10,5 11,2 12,1 12,1 11,6 9,9 10,1 10,0 9,3 Ø 10,6
Regentage (d) 0 0 0 0,1 0,5 0 0 0 0 0 0 0 Σ 0,6
Luftfeuchtigkeit (%) 40 32 24 19 17 16 18 21 22 27 36 42 Ø 26,2
T
e
m
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e
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24,9
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29,5
13,8
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38,7
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41,0
25,2
41,0
26,3
40,3
26,0
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Geschichte

Die Geschichte Assuans reicht bis in die vordynastische Naqada-Kultur, mit Siedlungsspuren um 3500 v. Chr., und frühdynastische Periode der altägyptischen Pharaonen zurück. Schon zur Zeit der 1. Dynastie bestand auf der östlichen Seite der Insel Abu oder Yebu, dem südöstlichen Teil der heutigen Insel Elephantine, eine Festung aus Lehmziegeln mit angeschlossener Siedlung für die Garnison. Ab bedeutete auf ägyptisch „Elefant“, die Siedlung hieß in altägyptischer Zeit Swnw (Sunu; Swenu). Sie stellte über einen langen Zeitraum die südliche Grenze Ägyptens und Tor nach Schwarzafrika dar, über die der Handel mit Nubien abgewickelt wurde. Nach Ägypten eingeführt wurden vor allem Gold, Elfenbein, Edelhölzer, Kräuter und Pfauenfedern, aber auch Menschen, die als Sklaven oder Soldaten zum Einsatz kamen.[6]

Eine wichtige Bedeutung hatte Assuan im Altertum auch als Lieferant von Granit und Rosengranit, plutonischem Gestein, das man in den nahen Steinbrüchen abbaute und nach Norden verschiffte. Obelisken, Statuen und Monolithschreine wurden aus dem Fels geschlagen und bereits vorgefertigt ausgeliefert. Die Reste der Steinbrüche stehen heute als archäologische Stätten unter dem Schutz der Regierung Ägyptens, darunter auch das Freilichtmuseum mit dem unvollendeten Obelisken im südlichen Teil des Stadtgebiets von Assuan. Die Steinbrüche erstreckten sich südlich bis zur Insel Philae.[7] Weiterhin stehen die Steinbrüche seit 1979 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.[8]

Auf Grund der strategischen Lage wurde Swenu die Hauptstadt des ersten oberägyptischen Gaues Ta-seti, dem „Gau des (nubischen) Bogenlandes“. Als Gaugötter wurden Chnum, Satet, Anuket, Isis, Nephthys, Horus, Osiris und Seth verehrt. Ihnen wurden viele der Tempel in Assuan und der näheren Umgebung geweiht, von denen noch heute einige zu besichtigen sind, wie die Tempel von Philae. Aber auch in Assuan selbst sind einige Bauten aus altägyptischer Zeit erhalten, unter anderem die Nilometer auf Elephantine. Erste Ansiedlungshinweise vom Ostufer des Nils stammen aus der Zeit der 20. Dynastie, eine Ausbreitung auf das heutige Stadtgebiet erfolgte während der 30. Dynastie. Unter den nachfolgenden Ptolemäern verlor die Insel Elephantine ihre Bedeutung als Siedlungsort.

Ab der Zeit der griechischen Ptolemäer wurde der Ort Syène genannt. Die ägyptische Grenze verlief nun weiter südlich hinter Philae. Bekannt ist Syène aus dieser Epoche als Messpunkt für die Bestimmung des Erdumfangs durch den Leiter der Bibliothek von Alexandria Eratosthenes. In der griechisch-römischen Zeit errichtete man auf Elephantine zwei neue Tempel. Ebenso stammen die meisten Tempel der Insel Philae südlich der Stadt aus diesem Zeitabschnitt. Der dort beheimatete Isis-Kult verwehrte sich bis 535/37 der von den byzantinischen Herrschern geforderten Christianisierung. Schon 200 Jahre zuvor, in den frühen 330er Jahren,[9] wurde Syène zu einem Bischofssitz und widerstand als solcher in Ägypten mit am längsten der Islamisierung, die mit der muslimischen Eroberung der Stadt 642 durch ʿAbd Allāh ibn Saʿd begann.[10] Im Hochmittelalter kam es durch andauernde Kämpfe mit den Blemmyern (Bedscha) und einer Pestepidemie zu einem Niedergang der Stadt, der erst mit der osmanischen Eroberung Ägyptens ein Ende fand.[3]

Im Jahr 1902 ging der alte, von den Engländern erbaute, zwei Kilometer lange Assuan-Staudamm sechs Kilometer südlich der Stadt im Bereich des 1. Katarakts in Betrieb. 13 Kilometer südlich der Stadt wurde 1971 der neue Assuanhochdamm mit 3,6 Kilometer Länge und 111 Meter Höhe eingeweiht; er staut den 400 Kilometer langen Nasser-See. Im Jahr 1964 startete die UNESCO die größte Rettungskampagne in der Geschichte der Archäologie. Sowohl Tempel wie Abu Simbel wie auch rund 35 Dörfer wurden versetzt. Fast 150.000 Menschen wurden umgesiedelt, die meisten auf ägyptischer Seite nach Kom Ombo etwa 60 Kilometer nördlich von Assuan, auf sudanesischer Seite nach New Halfa in der Butana-Region.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Rechtes Nilufer südlich der Stadt; Bildmitte: die kleine Essa-Insel, dahinter rechts die Südspitze von Elephantine

Nur wenige Monumente der antiken Stadt sind im modernen Stadtbild erhalten geblieben. Dazu zählen ein Isis geweihter Tempel aus der Zeit Ptolemaios III. Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. im südlichen Teil der Stadt, in der Nähe des Fatimidischen Friedhofs und Reste eines Tempels aus der Zeit des Domitian. Seit 2001 führen das Schweizerische Institut für Ägyptische Bauforschung und Altertumskunde Kairo und das Supreme Council of Antiquities Egypt in der modernen Stadt systematische Rettungsgrabungen durch.[11]

Die früheste Siedlung Assuans wurde unter dem Namen Abu Anfang des 3. Jahrtausends am Südende der Insel Elephantine als Festung aus Lehmziegeln gegründet. Zu diesem ausgedehnten Ausgrabungsbereich gehört auch der Tempel des widderköpfigen Gottes Chnum, der von hier aus als Fruchtbarkeitsgott und Schutzgott der Insel die Wassermassen der jährlichen Nilfluten kontrollierte.

Auf der linken Seite des Stroms auf dem Qubbet el-Hawa liegen auf Höhe der Nordspitze der Insel die antiken Gräber von Elephantine; das Simeonskloster aus dem 6. bis 7. Jahrhundert weiter oben am vegetationslosen Berghang ist von der Westseite der Elephantine-Insel mit dem Boot zu erreichen. Auf der bis zu 115 Meter breiten Kitchener-Insel befindet sich der Botanische Garten der Stadt Assuan.

Die Insel Agilika, auf dem der 1979 in 44.000 Einzelteile zerlegte und wiederaufgebaute Isis-Tempel der überfluteten Insel Philae steht, liegt südlich im Nil, zwischen dem alten und neuen Assuan-Damm. Nicht weit entfernt, am Westufer des Sees, steht der ebenfalls transferierte Kalabsha-Tempel.

Laut Aussage des Ägyptologen Zahi Hawass Anfang Juli 2011 haben Archäologen bei Assuan eine auf 3200 v. Chr. geschätzte Felszeichnung freigelegt, die eine königliche Zeremonie zeigt. Es handelt sich um die erste vollständig erhaltene Darstellung aus der Zeit vor der 1. Dynastie. Die Abbildung zeigt Jagd- und Kampfszenen sowie Feiern an den Ufern des Nils.[12]

Museen

Assuan-Museum
Assuan-Museum mit Nilometer

Das kleine Assuan-Museum in der im Kolonialstil errichteten ehemaligen Villa von William Willcocks, dem Planer des 1902 eingeweihten ersten Assuan-Staudamms, befindet sich im Südosten der Insel Elephantine. Es eröffnete 1912 und zeigt Artefakte, die in der Zeit des Baus des alten Damms vor dem steigenden Wasser des Stausees gerettet wurden. In den 1990er Jahren wurde es um Fundstücke auf Elephantine selbst erweitert. Zu sehen sind Waffen, Keramik, verschiedene Utensilien des alltäglichen und religiösen Lebens im alten Abu (Yebu), altägyptische Mumien und Pläne der Stadtentwicklung Assuans im Laufe der Jahrhunderte. Von besonderem Interesse ist die Mumie des heiligen Widders in ihrem vergoldeten Sarkophag, die in einem Grab hinter dem Museumsgebäude gefunden wurde.

Unterhalb des Museumsgebäudes liegt das 1870 wiederentdeckte Nilometer von Abu. Der über 90 Stufen zu erreichende Nilstandsmesser wurde schon von den Geografen Strabon (63 v. Chr. – 23 n. Chr.) erwähnt.[13] Neben dem Museum erstreckt sich ein Garten, durch den man zu den archäologischen Ausgrabungsstätten der Ruinen von Abu gelangt.[14]

Nubisches Museum (Mathaf el Nuba)
Nubisches Museum

Das im November 1997 eröffnete Museum am südlichen Stadtrand von Assuan zeigt die Kunst und Geschichte Nubiens von prähistorischen Zeiten bis zur Gegenwart. Im Hauptausstellungsraum steht ein detailliertes Modell des Niltals mit den Standorten der nubischen Tempel, die im Zuge der Rettung vor der Überschwemmung durch den Nassersee, dem Stausee des Assuan-Hochdamms, versetzt wurden. Ausgestellt sind 1200 Exponate aus den verschiedenen Etappen der nubischen Geschichte, angefangen von mehr als 6000 Jahre alte Keramikschalen über Fundstücke aus ägyptischer und kuschitischer Herrschaft bis zu einem Dokumentationszentrum der nubischen Kultur der Gegenwart.[14] Sie stammen unter anderem aus Fundorten wie Qustul, Ballana, Faras und Qasr Ibrim. Daneben besteht im Museum eine ethnologische Abteilung mit einem kleinen Modelldorf, die sich der heutigen Kultur der wegen des Stausees umgesiedelten Nubier widmet. Südöstlich des Museums schließt sich ein Ausläufer der antiken Rosengranit-Steinbrüche an.[15]

Freilichtmuseum am unvollendeten Obelisken

Etwa 600 Meter südöstlich des Nubischen Museums liegt inmitten eines antiken Steinbruchs der nur unvollständig aus dem Gestein geschlagene unvollendete Obelisk. Zu seiner Entstehungszeit ist nichts bekannt. Er wäre bei Fertigstellung mit 41,75 Metern Höhe der größte Obelisk des Altertums gewesen. Risse im Material sollen zur Einstellung der Arbeiten geführt haben. Das Freilichtmuseum um den unvollendeten Obelisken gibt Einblicke in die Technik der Steinbearbeitung der alten Ägypter.[16] Ein zweiter Steinbruch befindet sich 1,5 Kilometer weiter im Süden.

Bauwerke

Erzengel-Michael-Kathedrale
Erzengel-Michael-Kathedrale

Die koptisch-orthodoxe Hauptkirche der Stadt Assuan ist dem Erzengel Michael geweiht. Sie steht am Südende der Uferpromenade Corniche el-Nil östlich des Ferial-Gartens, einer Parkanlage am Nil gegenüber der Südspitze von Elephantine. Die in traditionellem Stil errichtete Kathedrale wurde am 19. März 2006 von Papst Shenouda III. von Alexandrien geweiht. Sie ist bei freiem Eintritt täglich zu besichtigen.[17]

Fatimidischer Friedhof
Fatimidischer Friedhof

Zwischen dem Nubischen Museum und dem Steinbruch mit dem unvollendeten Obelisken erstreckt sich der fatimidische Friedhof. Auf ihm stehen einige gut erhaltene kleine Gebäude aus Lehmziegeln mit Kuppeldächern. Viele der eigentlichen Grabstätten sind jedoch in keinem guten Zustand und eine Reihe von Marmorinschriften sind heute in Kairo ausgestellt. Die ältesten Mausoleumsbauten stammen aus dem 9. Jahrhundert und sind von großer historischer Bedeutung.[14] Der Friedhof ist bis in die Gegenwart belegt.

Kloster des Heiligen Simeon (Deir Anba Simaan)

Auf einer Anhöhe gelegen ragen 700 Meter nordwestlich des Nils, westlich der Kitchener-Insel, die Ruinen des Simeonklosters aus dem Sand der Libyschen Wüste. Der Gebäudekomplex wurde nach der Christianisierung Oberägyptens ab dem Jahr 571 zu Ehren des Lokalheiligen Anba Simaan errichtet,[10] war jedoch eigentlich nach einem Einsiedler Anba Hadra (Hatre, Hidra, Hadri) benannt, der durch Theophilos, von 385 bis 412 der 23. Patriarch von Alexandria, zum Bischof von Syene geweiht wurde.[18] Trotz erheblicher Bauschäden zählt es zu den besterhaltenen koptischen Klöstern Ägyptens.

Nilufer mit Simeonkloster

Die auf zwei Ebenen angelegten Gebäude boten Wohnraum für etwa 300 Mönche und weitere Räumlichkeiten zur Aufnahme mehrerer hundert Pilger. Während seiner 750-jährigen Existenz gab es häufig Angriffe von Nomaden, aber auch, wegen eines fehlenden Brunnens, Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung. Nach der Zerstörung durch die Araber 1321, bei der zahlreiche Mönche getötet und vertrieben wurden, gab man das Kloster auf.[19] Das auf zwei unterschiedlich hohen Felsterrassen erbaute Kloster ist von einer sechs bis sieben Meter hohen Mauer umgeben, im unteren Bereich aus Bruchstein bestehend mit darauf gesetzten ungebrannten Lehmziegeln.

Der Hof der unteren Terrasse ist über eine Tür im Ostturm erreichbar. Südlich grenzt eine dreischiffige Basilika aus dem 9. Jahrhundert an die Terrasse, deren Steinfußboden sich gut erhalten hat. Das Mittelschiff war ursprünglich mit Kuppeln versehen. In der Apsis des dreiteiligen Sanktuarium sind Reste religiöser Fresken zu besichtigen. Rechtsseitig führt eine Tür hinter die Apsis ins Baptisterium. Flankiert wird das Kloster durch mehrere in den Fels gehauene Grotten, die den ersten Mönchen wahrscheinlich als Behausungen dienten. In einer Grotte westlich der Kirche sind beschädigte Malereien mit Heiligendarstellungen erhalten. Treppen im Nordwesten führen zur oberen Terrasse, zum ehemaligen Hauptgebäude (Kasre). Nur zwei der ehemals drei Stockwerke des Hauptgebäudes mit seinen Schlafzellen, Gemeinschafts- und Wirtschaftsräumen sind noch vorhanden.[20]

Mausoleum des Aga Khan
Mausoleum des Aga Khan

Das Aga-Khan-Mausoleum ist ein durch eine hohe Mauer umgebener Kuppelbau aus rosa Sandstein auf der Westseite des Nils, etwa 160 Meter vom Flussufer entfernt und 800 Meter südwestlich des Simeonklosters. In ihm befindet sich das Grabmal des 1957 verstorbenen Sultan Mahommed Shah, dem Gründungsmitglied der indischen Muslimliga und als Aga Khan (Aga Khan III.) der 48. Imam der Ismailiten, dem geistlichen Oberhaupt dieser islamisch-schiitischen Glaubensgemeinschaft.

Seine Witwe, Yvette Labrousse, die Begum Aga Khan, wurde nach ihrem Tod im Juli 2000 ebenfalls dort beigesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt lebte sie in der weißen Villa der Familie, Nur el-Salam („Licht des Friedens“), unterhalb des Grabgebäudes. Das in der Vergangenheit zur Besichtigung freigegebene Mausoleum mit seinem Grabmal aus weißem Carrara-Marmor im Inneren, in dessen Seitenteile Abschnitte des Korans eingraviert sind, ist heute für die Öffentlichkeit geschlossen. Durch seine exponierte Lage am Nil gegenüber der Südwestseite von Elephantine gilt das in Anlehnung an die Moschee al-Juyushi (al-Guyushi) in Kairo in schlichtem fatimidischen Stil errichtete Bauwerk als eines der Wahrzeichen Assuans.[21]

Nekropole der Herrscher von Elephantine

Am Südostabhang des etwa 130 Meter hohen Berges Qubbet el-Hawa am Westufer des Nils wurden mehrere Gräber von Gaufürsten und hohen Beamten des Alten Ägypten in die Felsen geschlagen.[22] Bestattungen fanden dort bis in die griechisch-römische Zeit statt. Die meisten der etwa 80 Grabstätten stammen aus der 6. Dynastie des Alten Reiches und dem Mittleren Reich, zwei aus der Periode des Neuen Reiches. Die Sarkophage wurden über Rampen vom Nilufer zu den Grabstellen hinaufgezogen. Bekannte Gräber sind die der Fürsten Sarenput I. und Sarenput II., des Beamten Mechu und seines Sohnes Sabni I. sowie des Aku und des Harchuf. Früheste Untersuchungen der Felsengräber fanden durch den englischen General Francis Wallace Grenfell im Jahr 1885 statt.[23]

Parks

Botanischer Garten
Botanischer Garten

Der Botanische Garten von Assuan befindet sich auf der Kitchener-Insel, arabisch Geziret an-Nabatat („Insel der Pflanzen“). Die 650 Meter lange und 115 Meter breite Nilinsel liegt westlich von Elephantine. Sie beheimatet tropische und subtropische Pflanzen Afrikas und Asiens, die hier parkartig angepflanzt wurden. Dazu zählen Mahagonibäume, Brotfruchtbäume, Muskatnussbäume, Trompetenbäume, Mango- und Maulbeer-Feigenbäume, vielfarbige Bougainvillea-Büsche, Malven, Oleander, Hibisken, Waldreben und Weihnachtssterne. Der Pflanzenreichtum bildet einen idealen Nistplatz für zahlreiche Vogelarten. Die Insel gehörte von 1899 bis 1916 Horatio Herbert Kitchener, dem zeitweiligen Oberbefehlshaber (Sirdar) der anglo-ägyptischen Armee und erstem Generalgouverneur des Anglo-Ägyptischen Sudans, der den Grundstock zum heutigen Botanischen Garten legte.[24]

Märkte

Der Hauptmarkt von Assuan, der Souk, erstreckt sich drei Querstraßen vom Nil entfernt parallel zum Fluss in der Sharia as-Souq. Das Angebot in der etwa 700 Meter langen Marktstraße reicht von nubischen Handwerksarbeiten über Parfüms, Duftöle, Lampen, Bekleidung, Tüchern aus Leinen und Seide bis zu Gewürzen und Früchten. Die Preise sind auf Grund weiterer Lieferwege allgemein etwas teurer als in den nördlichen Landesteilen Ägyptens.[25]

Heliakischer Aufgang des Sirius

Der Sirius war mit seinem heliakischen Aufgang spätestens ab etwa 2850 v. Chr. im Nildelta der Bringer der Nilflut. Mit diesem kulturell wichtigen Ereignis war das Sothis-Fest verbunden, dessen Ansetzung sich nach dem Sothis-Kalender richtete. Die Vorbereitungen begannen am Vorabend des Neujahrs, steigerten sich langsam mit Tanzeinlagen, um schließlich mit dem heliakischen Aufgang von Sirius in der zwölften Nachtstunde des alten Jahres die Göttin Sopdet überschwänglich zu begrüßen und nach Sonnenaufgang das neue Jahr willkommen zu heißen.

In der Ägyptologie wird seit längerer Zeit die Frage diskutiert, ob Assuan mit dem nahegelegenen Elephantine der zunächst maßgebliche Beobachtungsort hinsichtlich der Datierungen im altägyptischen Kalender war. Aufgrund der Eigenbewegung verschob sich der heliakische Aufgang in Assuan langsam vom 15. Juni (Anfang des dritten Jahrtausends v. Chr.) und wanderte zudem durch den altägyptischen Kalender (Wandeljahr). Das Schauspiel des heliakischen Aufgangs kann in der heutigen Zeit am 29. oder 30. Juli etwa 35 Minuten vor Sonnenaufgang beobachtet werden.

Vorgang Jahr Gregorianischer Kalender Ägyptischer Kalender
Heliakischer Aufgang Sirius 2734 v. Chr.
15. Juni
1. Achet I (Neujahrstag)
Heliakischer Aufgang Sirius 2010 und 2011
30. Juli
10. Achet IV (10. Choiak)

Da man im Altertum bemerkte, dass die Sonne am längsten Tag mittags in Syene für wenige Minuten keinen Schatten warf, zog man hier den Wendekreis des Krebses, der tatsächlich etwa 60 Kilometer weiter südlich liegt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

Assuan verfügt mit sechs Fakultäten über eine von vier Niederlassungen der seit dem 2. Januar 1995 bestehenden South Valley University mit Hauptsitz in Qina, neben weiteren Fakultäten in Luxor und Hurghada. Der Universitätsbetrieb in Assuan begann schon 1973 mit der Fakultät der Bildungswissenschaften der Assiut University und wurde 1975 um die naturwissenschaftliche Fakultät derselben Universität erweitert. Hinzu kamen innerhalb der neu gegründeten South Valley University die Fakultäten Technik, Kunst, Sozial- und Energiewissenschaften. Insgesamt sind über 100 wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität in Assuan tätig.[26]

Söhne und Töchter der Stadt

  • Mohamed Mounir, ägyptischer Musiker, der arabische Tarab-Musik und nubische Musik mit Elementen des Pop und Rock verbindet
  • Abbas el-Akkad, Schriftsteller

Literatur

  • Hans Strelocke: Ägypten. Geschichte, Kunst und Kultur im Niltat: Vom Reich der Pharaonen bis zur Gegenwart. DuMont, Köln 1976, ISBN 3-7701-0836-1, S. 335–340.
  • E. Bresciani: Il templo tolemaico di Isi. 1978.
  • Horst Jaritz: Untersuchungen zum Tempel des Domitian in Assuan. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo (MDAIK) 34, 1975.
  • Mathias Döring: 100 Jahre Nilstau in Assuan. Wasser & Boden 9/2000, S. 40-47.

Weblinks

 <Lang> Commons: Assuan – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. World Gazetteer − Ägypten: Die wichtigsten Orte mit Statistiken zu ihrer Bevölkerung
  2. Rainer Hannig: Großes Handwörterbuch Ägyptisch-Deutsch : (2800-950 v. Chr.). von Zabern, Mainz 2006, ISBN 3-8053-1771-9, S. 1181.
  3. 3,0 3,1 Giovanna Magi: Assuan. Philae, Abu Simbel. Übersetzt von Christine Hock. Casa Editrice Bonechi, Florenz 1992, ISBN 88-7009-240-2, S. 4
  4. Syene (www.trismegistos.org)
  5. Egyptian National Railways – Main Stations Map
  6. Giovanna Magi: Assuan. Philae, Abu Simbel. Übersetzt von Christine Hock. Casa Editrice Bonechi, Florenz 1992, ISBN 88-7009-240-2, S. 3
  7. Aswan History (www.justegypt.org)
  8. Nubian Monuments from Abu Simbel to Philae - UNESCO World Heritage Centre
  9. The Organisation and Gradual Integration of Christianity in the First Cataract Area (PDF; 88 kB)
  10. 10,0 10,1 Michael Dumper, Bruce E. Stanley: Aswan. in Cities of the Middle East and North Africa: A historical encyclopedia. ABC-CLIO 2007, ISBN 978-1-57607-919-5, S. 51
  11. Schweizerisches Institut für Ägyptische Bauforschung und Altertumskunde (Kairo): Assuan / Syene
  12. Süddeutsche Zeitung, 6. Juli 2011, Seite 12
  13. Assuan – Nilometer
  14. 14,0 14,1 14,2 Aswan Museums – World Guide to Aswan
  15. Barbara Kreißl: Ägypten. ADAC Verlag, München 2007, ISBN 978-3-89905-531-3, S. 107/108
  16. Assuan – Unvollendeter Obelisk
  17. Aswan Landmarks and Monuments: Coptic Orthodox Cathedral
  18. Jimmy Dunn: St. Simeon Monastery (Monastery of Anba Hatre)
  19. Giovanna Magi: Assuan, Philae, Abu Simbel. Übersetzt von Christine Hock. Casa Editrice Bonechi, Florenz 1992, ISBN 88-7009-240-2, S. 29
  20. Assuan – Mausoleum des Agha Khan und Simeonkloster
  21. Aga Khan Mausoleum
  22. Assuan − Felsengräber
  23. Die Felsengräber von Assuan (bei Elephantine)
  24. Assuan – Botanischer Garten (Kitchener Island)
  25. Aswan Shopping and Aswan Shopping Districts
  26. South Valley University

24.09444444444432.898333333333Koordinaten: 24° 6′ N, 32° 54′ O


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Mikrobielles Leben hatte auf unserem Planeten bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die nötigen Rahmenbedingungen, um zu existieren.
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Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
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Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
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Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
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Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
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02.12.2020
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Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
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Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
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Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
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08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
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06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
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03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.014
25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
DOI:
17.11.2015 Eppie R. Jones et al. Eine vierte Abstammungsgruppe der Europäer geht auf isolierte Jäger und Sammler der Eiszeit zurück
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14.10.2015 Pietschnig, J., Penke, L., Wicherts, J. M., Zeiler, M., & Voracek, M. Ein großes Gehirn ist kein Garant für Intelligenz
DOI: 10.1016/j.neubiorev.2015.09.017
02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
DOI: 10.1038/srep13999
11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
DOI: 10.7554/eLife.09560
19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
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23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
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17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
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06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
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22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
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12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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