Poseidon und Amymone, Haus des Dionysos, Paphos (Zypern), 4. Jh. n. Chr.

Amymone ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist in der griechischen Mythologie eine Danaide, eine der 50 Töchter des Danaos – des Königs von Libyen und später von Argos – und eine der vier Töchter des Danaos mit Europe (namens Automate, Amymone, Agaue und Skaia).

Da eine große Dürre im Land herrschte – die Flussgötter von Argolis hatten beschlossen, dass das Land Hera gehören solle, worauf Poseidon erbost alle Quellen versiegen ließ – schickte Danaos seine Töchter aus, Poseidon mit allen Mitteln umzustimmen. Amymone wurde auf dieser Suche von einem Satyr überfallen, der sie vergewaltigen wollte. Sie rief Poseidon um Hilfe an, der seinen Dreizack nach dem Satyr warf, diesen aber verfehlte. Dennoch war es nun Poseidon, der die Danaide zu seiner Geliebten machte. Laut Robert von Ranke-Graves war sie froh, ihren Auftrag auf so angenehme Weise erfüllen zu können. Denn an der Stelle, an der der Dreizack in einem Felsen stecken geblieben war, entsprang nun aus drei Wasserstrahlen die Quelle des Flusses Lerna.

Amymones Sohn aus dieser Beziehung mit Poseidon war Nauplios, der berühmte Seemann.

Die Quelle erhielt den Namen Amymone. Hier fand später auch die Geburt der Hydra statt.

Literatur

  • Jakob Escher-Bürkli: Amymone 4. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,2, Stuttgart 1894, Sp. 2002 f.
  • Michael Grant, John Hazel: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten. dtv, München 1980, ISBN 3-423-03181-6 (Originaltitel: Who is Who in Classical Mythology. Übersetzt von Holger Fließbach, Caroline Creutzer, neue ISBN 3-423-32508-9).
  • Karl Kerényi: Die Heroen-Geschichten. In: Mythologie der Griechen. Band 2. dtv, München 1992, ISBN 3-423-30031-0.
  • Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie. In: Rowohlts Enzyklopädie. Nr. 404. Rowohlt-Taschenbuch, Reinbek bei Hamburg 2003, ISBN 3-499-55404-6 (Originaltitel: The Greek Myths. Übersetzt von Hugo Seinfeld, Boris von Borresholm).

Weblinks