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Adoleszenz


Junge Menschen in der Adoleszenz

Die Adoleszenz (lat. adolescere „heranwachsen“) ist das Übergangsstadium in der Entwicklung des Menschen von der Kindheit (Pubertät) hin zum vollen Erwachsensein und stellt den Zeitabschnitt dar, während dessen eine Person biologisch gesehen zeugungsfähig ist, körperlich (fast) ausgewachsen, aber in der hochzivilisierten Welt emotional und sozial noch nicht vollends gereift ist. [1]

Sie ist ein Betrachtungs- und Forschungsgegenstand der Entwicklungspsychologie.

In der Adoleszenz macht der Mensch wichtige Entwicklungsprozesse durch. Unter Anderem soll hier eine emotionale Unabhängigkeit von den Eltern entwickelt und eine Akzeptanz der eigenen Erscheinung erreicht werden.[2] (Phänotyp, Aussehen, Autonomie)

Das der Adoleszenzphase zugeordnete Alter wird in verschiedenen Kulturen unterschiedlich aufgefasst. In den USA wird die Adoleszenz bei Pubertätsbeginn angesiedelt: beginnend im Alter vom vollendeten 13. bis zum vollendeten 19. Lebensjahr (woraus sich wegen der Wortendungen der Zahlwörter „thirteen to nineteen“ auch der Begriff Teenager ableitet). In Mitteleuropa versteht man unter der Adoleszenzphase – je nach Entwicklungsstadium – meist den Zeitraum zwischen 16 und 24 Jahren. Im Gegensatz dazu definiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Adoleszenz als die Periode des Lebens zwischen 10 und 20 Jahren. Der im Jugendrecht vorgegebene Begriff Jugend wird im Zeitraum 13 bis 21 Jahren definiert.

Siehe auch

Literatur

  • Werner Bohleber: Adoleszenz und Identität. Klett-Cotta, Stuttgart 1996. ISBN 3-608-91783-7
  • August Flammer, Francoise D. Alsaker: Entwicklungspsychologie der Adoleszenz. Huber, Bern 2001. ISBN 3-456-83572-8
  • Dieter Baacke: Die 13–18-Jährigen. Beltz, Weinheim 2003. ISBN 3-407-22106-1
  • Manfred Günther: Fast alles, was Jugendlichen Recht ist. HVD-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-924041-23-7
  • Annette Streeck-Fischer: Adoleszenz - Bindung - Destruktivität. Klett-Cotta, Stuttgart 2004.
  • Helmut Fend: Entwicklungspsychologie des Jugendalters. VS Verlag, Wiesbaden 2005. ISBN 3-8100-3904-7
  • Judith Förner: Musikalische Mädchen(t)räume. Die Bedeutung der weiblichen Adoleszenz für die Ausbildung musikalisch-künstlerischer Produktivität. (Frauen, Gesellschaft, Kritik, Band 33) Centaurus-Verlagsgesellschaft Herbolzheim 2ooo, ISBN 3-8255-0250-3.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Adoleszenz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 <Lang> Commons: Adolescence – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/news/16/adoleszenz
  2. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/JUGENDALTER/Bedeutsame-Entwicklungen.shtml

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